Verkehrsunfall mit vielen Verletzten

Am Montagnachmittag kam es auf der B 441 zwischen Hagenburg und Winzlar zu einem schweren Verkehrsunfall. Die Feuerwehr Sachsenhagen sprach von einem Massenanfall von Verletzten, ein Unfallopfer musste noch vor Ort reanimiert werden. Notärzte, Rettungswagen und Feuerwehren aus der gesamten Umgebung waren im Einsatz, darunter auch der in Steinhude stationierte Rettungswagen der Wunstorfer Johanniter.

Die in den Unfall verwickelten Fahrzeuge | Foto: Lena Nerge, Presseteam FF SG Sachsenhagen

Am gestrigen Montagnachmittag, den 6. 2., krachte es gegen 16.45 Uhr auf der Bundesstraße 441 zwischen den Ortschaften Hagenburg und Winzlar. Aus bislang ungeklärter Ursache kollidierten zwei PKWs, ein Skoda Fabia und ein Seat, miteinander. Ein weiteres Auto, ein VW, konnte gerade noch ausweichen und so eine Kollision mit den anderen Wagen verhindern.

Professionelle Ersthelfer zufällig vor Ort

Eine Person wurde bei dem Unfall eingeklemmt. Im Skoda verletzten sich insgesamt vier Insassen teils schwer, darunter eine Frau, die wiederbelebt werden musste. Die Fahrzeuginsassen der beiden übrigen Fahrzeuge blieben unverletzt. Die Verletzten aus dem Skoda wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Glücklicherweise befand sich zum Unfallzeitpunkt gerade ein Rettungsdienstfahrzeug aus Göttingen auf einem naheliegenden Parkplatz, sodass die Besatzung sofort erste Hilfe leisten konnte. Die schwerverletzte Frau wurde aus dem Auto geborgen und medizinisch versorgt.

Fünf Feuerwehren, 4 Rettungswagen und 2 Notärzte rückten aus

Die Feuerwehren Hagenburg-Altenhagen, Bergkirchen, Wiedenbrügge-Schmalenbruch und Wölpinghausen rückten zum Unfallort aus. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde das Einsatzstichwort auf „Massenanfall von Verletzten“ erhöht, sodass die Integrierte Regionalleitstelle die Feuerwehr Loccum und weitere Kräfte des Rettungsdienstes hinzualarmierte.

Die Polizei rekonstruiert das Unfallgeschehen | Foto: Lena Nerge, Presseteam FF SG Sachsenhagen

Neben den eingesetzten Feuerwehren kamen zwei Rettungswagen des ASB aus Rehburg, ein RTW der Johanniter Unfallhilfe aus Steinhude sowie je ein Rettungswagen aus Sachsenhagen und Rodenberg des DRK Schaumburg zum Einsatz. Hinzu kamen die DRK-Notarzteinsatzfahrzeuge aus Neustadt und Stadthagen. Die örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst des Landkreises Schaumburg kam ebenfalls zum Einsatz. Die Feuerwehr war mit insgesamt 60 Kräften vor Ort.

Unfallstelle bis zum Abend gesperrt

Die Feuerwehr Hagenburg-Altenhagen übernahm den Brandschutz, die Feuerwehr Wölpinghausen setzte zum Entfernen der Skoda-Fahrertür hydraulisches Rettungsgerät ein. Außerdem wurde die Unfallstelle für die Bergungsarbeiten und für die anschließende Unfallaufnahme ausgeleuchtet. Auslaufende Betriebsstoffe wurden ebenfalls mit Bindemittel gebunden und aufgenommen.

Gegen 20.15 Uhr konnten die eingesetzten Wehren einrücken. Wegen der Unfallaufnahme blieb die Bundesstraße 441 bis zum Abend gesperrt.

Update: Unterdessen machte die Polizei weitere Angaben zum Unfallgeschehen. Ein 48 Jahre alter Mann aus Wunstorf, der hinter Hagenburg in Richtung Winzlar unterwegs war und den in die Kollision verwickelten VW fuhr, sah offenbar zwei vor ihm haltende Fahrzeuge, von denen eines nach links auf den Parkplatz abbiegen wollte, zu spät. Der VW-Fahrer wich nach links auf die Gegenfahrbahn aus, kollidierte hier dann aber mit dem entgegenkommenden Skoda, dessen Insassen teils schwer verletzt wurden. Die zunächst reanimierte Frau, eine 66-Jährige aus Stolzenau, die auf dem Platz hinter dem Fahrer gesessen hatte, verstarb noch in der Nacht im Krankenhaus.

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