Vor­sicht beim Plan­schen im Stein­hu­der Meer!

Nach einer erneu­ten Prü­fung am heu­ti­gen Diens­tag warnt die zustän­di­ge Regi­on Han­no­ver wei­ter­hin vor dem Baden an bestimm­ten Stel­len des Stein­hu­der Mee­res. An den Bade­stel­len kann es zu einer Ansamm­lung von Blau­al­gen kom­men.

Steinhuder Meer

Vor Kur­zem haben wir es noch als Alter­na­ti­ve für geschlos­se­ne Frei­bä­der emp­foh­len – doch wur­de für das Stein­hu­der Meer erneut eine Bade­war­nung her­aus­ge­ge­ben. Schwim­men und Plan­schen im Stein­hu­der Meer soll­te der­zeit mit Bedacht erfol­gen.

Bereits Mit­te Juli hat­te die Regi­on Han­no­ver vor Blau­al­gen im Stein­hu­der Meer gewarnt. Die­se War­nung bleibt bestehen. Der Fach­be­reich Gesund­heit der Regi­on, der die Bade­ge­wäs­ser rou­ti­ne­mä­ßig über­prüft, konn­te heu­te kei­ne Ent­war­nung geben. Die bereits aus­ge­spro­che­ne Bade­war­nung für den Mar­dor­fer Bade­strand „Wei­ße Düne“ und die Bade­in­sel Stein­hu­de gel­ten wei­ter fort.

Gesund­heits­ge­fah­ren

Das Ver­schlu­cken des Was­sers bei Blau­al­gen­an­samm­lun­gen kann zu Übel­keit, Erbre­chen oder Atem­not füh­ren. Das Vor­kom­men von Blau­al­gen kann an der bläu­lich-grü­nen Trü­bung des Was­sers und der stark ein­ge­schränk­ten Sicht­tie­fe erkannt wer­den. „Vor allem Kin­der soll­ten nicht in Berei­chen mit ver­mehr­tem Blau­al­genauf­kom­men baden“, sagt Dr. Mus­ta­fa Yil­maz, Lei­ter des Fach­be­reichs Gesund­heit der Regi­on Han­no­ver. Auch der Kon­takt mit der Haut kann zu Rei­zun­gen füh­ren.

Info: Was sind Blau­al­gen?
infoBlau­al­gen, genau­er Cya­no­bak­te­ri­en, sind eine algen­ähn­li­che Bak­te­ri­en­art. Nicht alle Arten erschei­nen blau-grün­lich, oft wir­ken sie schlicht grün. Beson­ders an seich­ten Stel­len wie am Ufer kann es zu einer höhe­ren Kon­zen­tra­ti­on kom­men. Die Algen pro­du­zie­ren ver­schie­de­ne Gif­te. Vor allem Hun­de, die sich die Algen vom Fell lecken, kön­nen an einer Ver­gif­tung ster­ben, im seich­ten Was­ser plan­schen­de oder spie­len­de Kin­der ris­kie­ren Durch­fäl­le, Übel­keit und Erbre­chen, wenn sie Was­ser in der Nähe der Algen ver­schlu­cken. Der direk­te Kon­takt kann auch Haut­rei­zun­gen und eine all­er­gi­sche Reak­ti­on aus­lö­sen.

Auch Hun­de soll­ten dort nicht ins Was­ser

Blaualgen am sandigen Ufer | Foto: Region Hannover
Blau­al­gen am san­di­gen Ufer | Foto: Regi­on Han­no­ver

Auf­grund der aktu­el­len Wet­ter­la­ge kommt es zur Schlie­ren­bil­dung an den Bade­stel­len, so dass ein Baden zur Zeit nur sehr ein­ge­schränkt mög­lich ist“, sagt Dr. Con­stan­ze Was­mus, Lei­te­rin des Teams All­ge­mei­ner Infek­ti­ons­schutz und Umwelt­me­di­zin im Fach­be­reich Gesund­heit der Regi­on. Mit Hin­weis­schil­dern infor­miert der Fach­be­reich Gesund­heit direkt an den Bade­strän­den über eine mög­li­che gesund­heit­li­che Gefähr­dung durch Blau­al­gen. Da auch die Hun­de­ba­de­stel­le betrof­fen ist, soll­ten Hun­de­be­sit­zer ihre Tie­re dort nicht ins Was­ser las­sen.

Kein Bade­ver­bot, aber emp­foh­le­ne Vor­sicht

Da sich die Ansamm­lung von Blau­al­gen im Was­ser inner­halb kur­zer Zeit ändern kann, ruft die Regi­on Han­no­ver alle Baden­den am Stein­hu­der Meer dazu auf, die Situa­ti­on am See jeweils aktu­ell zu beur­tei­len und eigen­ver­ant­wort­lich über den Sprung ins Was­ser zu ent­schei­den. Wei­sen bestimm­te Wet­ter­la­gen auf ein erhöh­tes Blau­al­gen­vor­kom­men hin, begut­ach­tet der Fach­be­reich Gesund­heit zusätz­lich zu den vier­wö­chi­gen Rou­ti­ne­kon­trol­len das Was­ser an den Bade­stel­len am Stein­hu­der Meer.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Was­ser­qua­li­tät des Stein­hu­der Meers fin­det man auf einer Info­sei­te des Nie­der­säch­si­schen Lan­des­ge­sund­heits­am­tes.

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