Das war der Weih­nachts­markt in Stein­hu­de

Der Stein­hu­der Weih­nachts­markt fand am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de an zwei Tagen statt – und brauch­te den Ver­gleich mit der Kon­kur­renz der Orts­tei­le und der umlie­gen­den Gemein­den nicht zu scheu­en. Gute Ide­en sowie inter­es­san­te Händ­ler sorg­ten für Weih­nacht­li­ches in rus­ti­ka­ler Atmo­sphä­re.

Die Kindereisenbahn umrundet den Tannenwald | Foto: Daniel Schneider
Die Kin­der­eisen­bahn umrun­det den Tan­nen­wald | Foto: Dani­el Schnei­der

Die Stein­hu­der Wer­be­ge­mein­schaft hat­te sich ins Zeug gelegt und eine ordent­li­che Aus­wahl an Buden zusam­men­ge­trom­melt. Nicht nur Crê­pes, Schmalz­ku­chen und Brat­wurst, son­dern auch – stil­echt fürs Stein­hu­der Meer – Fisch­bröt­chen, Raclette und vie­les mehr war im Ange­bot.

Kunst­hand­werk­li­ches gab es eben­so reich­lich – und füg­te sich wun­der­bar ein in die tra­di­tio­nel­le Umge­bung des Scheu­nen­vier­tels. Eine ört­li­che Gärt­ne­rei stell­te aus­rei­chend Weih­nachts­bäu­me als Deko­ra­ti­on zur Ver­fü­gung, und Schaum-Kunst­schnee ver­mit­tel­te zumin­dest punk­tu­ell wei­ße Pracht.

Gedie­ge­ne Atmo­sphä­re

Der Stein­hu­der Weih­nachts­markt bewies zudem, dass man vor allem mit ein­fa­chen Mit­teln äußerst stil­voll Atmo­sphä­re erzeu­gen kann. Beson­de­re Auf­merk­sam­keit erreg­te die abge­stell­te Kut­sche, die vor allem von den jün­ge­ren Besu­chern eif­rig in Beschlag genom­men wur­de. Die Feu­er­stel­le mit den drum­her­um plat­zier­ten Baum­stäm­men als Sitz­ge­le­gen­hei­ten lud zum Auf­wär­men ein, gleich neben den mit Licht­schläu­chen dra­pier­ten Fah­nen­stan­gen, die dadurch wirk­ten, als wären sie für nichts ande­res auf­ge­stellt wor­den.

Kutsche, Feuerstelle und illuminierte Fahnenstangen | Foto: Daniel Schneider
Kut­sche, Feu­er­stel­le und illu­mi­nier­te Fah­nen­stan­gen | Foto: Dani­el Schnei­der
Feuerstelle auf dem Steinhuder Weihnachtsmarkt | Foto: Daniel Schneider
Feu­er­stel­le auf dem Stein­hu­der Weih­nachts­markt | Foto: Dani­el Schnei­der

Viel für jun­ge Besu­cher

Kin­der­schmin­ken und Mär­chen­vor­le­sen lock­ten die Klei­nen – der Ren­ner war sicher­lich jedoch auch die Kin­der­eisen­bahn, die in der Mit­te des Are­als ihre Run­den dreh­te – mit einem Euro pro Fahrt über­dies deut­lich erschwing­li­cher als ver­gleich­ba­re Ange­bo­te ande­rer Weih­nachts­märk­te.

Getrüb­te Stim­mung

Der Markt war gut besucht – und obwohl die Buden und Stän­de deut­lich wei­ter aus­ein­an­der­stan­den als etwa auf dem Weih­nachts­markt der Wunstor­fer Kern­stadt, kam kein Gefühl von Lee­re auf. Aller­dings litt die Atmo­sphä­re trotz aller Anstren­gung etwas, Weih­nachts­stim­mung woll­te nicht recht auf­kom­men, der Jahr­markts­cha­rak­ter nahm teils über­hand.

Das lag einer­seits an dem laut tönen­dem Karus­sell und vor allem der Kin­der­eisen­bahn, die mit pene­tran­tem „Tut-Tuuut“ die Geräusch­ku­lis­se domi­nier­te. Ande­rer­seits waren die Tem­pe­ra­tu­ren zumin­dest tags­über zu hoch – und feh­len­der Schnee tat ein Übri­ges, um sich eher an Früh­ling als an Dezem­ber erin­nert zu füh­len.

Zu späterer Stunde doch etwas düsterer | Foto: Daniel Schneider
Zu spä­te­rer Stun­de doch etwas düs­te­rer | Foto: Dani­el Schnei­der

Zu spä­te­rer Stun­de wirk­te der Weih­nachts­markt somit auch zu dun­kel, die gelb­lich strah­len­den Later­nen ver­moch­ten nicht genü­gend Licht zu spen­den und zwi­schen den Buden fehl­te Beleuch­tung ganz, sodass es zu kei­nem Lich­ter­glanz-Effekt auf dem gesam­ten Markt kom­men konn­te. Dafür wirk­ten die ein­zel­nen Buden umso geheim­nis­vol­ler und anzie­hen­der – und die beleuch­te­ten Gie­bel man­cher umge­ben­der Scheu­nen sorg­ten für eine wahr­haft mär­chen­haf­te Kulis­se.

Buden auf dem Steinhuder Weihnachtsmarkt | Foto: Daniel Schneider
Buden auf dem Stein­hu­der Weih­nachts­markt | Foto: Dani­el Schnei­der

Wirk­lich hei­me­lig hät­te es nach dem Ver­stum­men der Eisen­bahn noch wer­den kön­nen, doch die Besu­cher wur­den weni­ger, Pom­mes und Brat­wurst waren rest­los aus­ver­kauft, und so ende­te der Stein­hu­der Weih­nachts­markt am Sonn­tag­abend pünkt­lich bereits um 18 Uhr.

Verglimmende Glut an der Feuerstelle | Foto: Daniel Schneider
Ver­glim­men­de Glut an der Feu­er­stel­le | Foto: Dani­el Schnei­der

- Anzeige -

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.