Spin­nen jetzt end­lich alle?

Der neu­es­te Hype im Kin­der­zim­mer hat auch mit Rie­sen­schrit­ten die Aue­stadt erobert. Seit Mit­te Mai steht das Spiel­zeug ganz oben auf der Muss-ich-unbe­dingt-haben-Lis­te der Wunstor­fer (Grund-)Schülerschaft, und der Höhe­punkt scheint gera­de erreicht zu wer­den.

Spiel­zeug-Hype Fidget Spin­ner in Wunstorf | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (ds). Wunstor­fer Eltern, die Kin­der im ent­spre­chen­den Alter haben, dürf­ten inzwi­schen schon längst Bekannt­schaft mit ihnen gemacht haben – und „Fidget Spin­ner“ ken­nen­ler­nen dür­fen. Aber auch wer ein­fach nur durch die Stadt läuft, sieht über­all jun­ge Leu­te mit Fidget-Spin­nern. Was für Spin­ner? Die Rede ist von bun­ten, kin­der­hand­tel­ler­gro­ßen, kunst­stoffum­man­tel­ten Fin­ger­krei­seln mit Kugel­la­gern, ohne die bei den über 7-Jäh­ri­gen momen­tan gar nichts mehr geht.

Aktu­el­ler Hype

Poké­mons wir­ken schon wie aus dem letz­ten Jahr­hun­dert, und wer jetzt noch Pail­let­ten-Wen­de-Tex­ti­li­en kauft (die Glit­zer-T-Shirts, deren Motiv man durch ver­ti­ka­les Glatt­strei­chen ändern kann), ist auch schon rela­tiv spät dran. Nun wird für Fidget-Spin­ner bereit­wil­lig das letz­te Taschen­geld geop­fert, was über­le­bens­not­wen­dig ist. Weil Lou­is, Mia, Finn-Jus­tin, Emma-Sophie und alle ande­ren auch schon einen haben.

Spin­ner-Not­stand in Wunstorf

Auch in Wunstorf ist der aktu­el­le Trend nun ange­kom­men. Eltern und ihre Kin­der stan­den heu­te schon ver­zwei­felt vor den wegen Umzug geschlos­se­nen Türen des „Bas­tel­la­dens“, wäh­rend ande­re in der Fuß­gän­ger­zo­ne schon auf Brun­nen und Bän­ken saßen und sich in ihren Hän­den die Kugel­la­ger dreh­ten.

Fün­dig wur­de man am Sams­tag z. B. noch bei „Kun­ter­bunt“, wo sie direkt an der Kas­se aus­la­gen. Etwa 300 Exem­pla­re hat man allein dort in den ver­gan­ge­nen Tagen unter die Leu­te gebracht, zwei­mal muss­te schon nach­be­stellt wer­den, weil der Aus­ver­kauf droh­te. Fidget-Spin­ner konn­ten in den Tagen zuvor auch auf dem Wochen­markt gekauft wer­den, wo die bun­ten Krei­sel bei ver­schie­de­nen Händ­lern zu haben waren.

Sucht­fak­tor zwi­schen den Fin­gern | Foto: Dani­el Schnei­der

Rech­net man die Zah­len hoch, dürf­ten all­mäh­lich alle Wunstor­fer im spiel­fä­hi­gen Alter mit „Spin­nern“ ver­sorgt sein.

Prei­se und Tech­nik

Die Prei­se schwan­ken zwi­schen 3 und 6 Euro für die dre­hen­den Tei­le, je nach Ver­käu­fer und Aus­stat­tungs­va­ri­an­te. Es gibt sie in ein­fa­chem Plas­tik, in trans­pa­ren­ten Gehäu­sen, glit­zernd oder mit Ver­zie­run­gen, Moti­ven oder sogar LEDs.

Der Krei­sel wird z. B. zwi­schen zwei Fin­gern gehal­ten und erzeugt einen in sich dre­hen­den Rota­ti­ons­ef­fekt, da die in das Gehäu­se ein­ge­las­se­nen Metall­rin­ge Kugel­la­ger sind. Drei äuße­re Kugel­la­ger rotie­ren um ein mit­tig ange­brach­tes Kugel­la­ger. Dadurch ist der Krei­sel auch gut aus­ba­lan­ciert, sodass wit­zi­ge bis akro­ba­ti­sche Kunst­stück­chen mög­lich wer­den.

Ana­lo­ges Spiel­zeug

Kon­sum­kri­ti­schen Erwach­se­nen, die sich gera­de fra­gen, ob man wirk­lich jeden Trend mit­ma­chen muss, bleibt immer­hin der Trost, dass der aktu­el­le Spie­le-Hype aus­nahms­wei­se mal weder Bat­te­ri­en noch Inter­net­an­schluss erfor­dert – und wie in der guten alten Zeit gespielt wird. Wer jetzt noch kei­nen Spin­ner ergat­tert hat, hat aller­dings ein lan­ges Wochen­en­de vor sich und muss bis Diens­tag aus­har­ren – dann öff­net auch wie­der „Der Bas­tel­la­den“, am neu­en Stand­ort in der Lan­gen Stra­ße. Und auch die ande­ren Händ­ler wer­den sich wei­ter­hin über Fidget-Spin­ner-Umsät­ze freu­en, denn die Ers­ten haben schon ange­fan­gen, die dre­hen­den Tei­le zu sam­meln.

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