Wunstorf platzt beim „Straßenessen“

So voll hat man die Fußgängerzone schon lange nicht mehr gesehen. Das erste Wunstorfer Streetfood-Festival entpuppte sich als Besuchermagnet. Am Sonntagnachmittag gab es kaum noch ein Durchkommen in der Innenstadt. Es wimmelte vor Besuchern, die sich mit ihren kulinarischen Neuentdeckungen eine unbesetzte sonnige Ecke suchten.

Mexi­ka­ni­sches Essen im grü­nen Truck | Foto: Dani­el Schnei­der

Wenn es bis­wei­len auch als Früh­lings­fest wahr­ge­nom­men wur­de, zog es die Wunstor­fer vor allem wegen des ers­ten Street­food-Mark­tes in die Fuß­gän­ger­zo­ne. Par­al­lel zum ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag der Wer­be­ge­mein­schaft mit ört­li­chen Akteu­ren und den „übli­chen Ver­däch­ti­gen“ hat­te erst­mals ein Street­food-Fes­ti­val in Wunstorf Sta­ti­on gemacht: vor der Stadt­kir­che, in der Lan­gen Stra­ße und in der Süd­stra­ße gab es bekann­te und unbe­kann­te Spei­sen bei guter Stim­mung.

Wir sind gera­de in Wunstorf auf die­sem komi­schen Früh­lings­fest“Ein Pas­sant zu sei­nem Han­dy

Die Ver­an­stal­tung stürz­te die Stadt dabei in ein hal­bes Ver­kehrs­cha­os. Park­plät­ze waren prak­tisch nicht mehr zu bekom­men, wer mit dem Fahr­rad oder zu Fuß kam, traf die rich­ti­ge Ent­schei­dung. Doch auch die Fahr­rad­stän­der und ‑stell­mög­lich­kei­ten wur­den schon knapp.

Über­füll­ter Platz vor der Stadt­kir­che | Foto: Dani­el Schnei­der
Kein Durch­kom­men mehr in der Süd­stra­ße | Foto: Dani­el Schnei­der

Indianisch, Mexikanisch, Amerikanisch, Norddeutsch

Die Aus­wahl war facet­ten­reich, aber mit deut­lich ame­ri­ka­ni­schem Ein­schlag. Zu den auf­fäl­ligs­ten Stän­den zähl­te die Grill­sta­ti­on „Rou­te 66 Grill“, wo Dari­us Senk die Tor­til­las wen­de­te, die dann zu „Pul­led Pork and Beef Tor­til­las“ wur­den. Doch auch die vie­len ande­ren Trucks waren allein schon ein Hin­gu­cker: Bur­ger- und Hot­dog-Mobi­le, ein Tor­til­la-Truck, Bar­be­que, dazwi­schen vega­nes und india­ni­sches Essen, hand­ge­brau­tes Bier und Räu­cher­fisch.

India­ni­sche Reis­pfan­ne | Foto: Dani­el Schnei­der
India­ni­sche Pom­mes | Foto: Dani­el Schnei­der

Edda Kakusch­ke von der india­ni­schen Küche emp­fahl als Geheim­tipp die Cachan­ga, die ein wenig wie das über­ba­cke­ne Gemü­se im Chi­na­re­stau­rant schme­cken und aus rotem und wei­ßem Kohl bestehen. Das Reis-Hack­fleisch-Gericht mit Kori­an­der wur­de häu­fig geor­dert, und ein wirk­lich neu­es geschmack­li­ches Erleb­nis waren die Süß­kar­tof­fel-Pom­mes mit einer leich­ten Chil­i­so­ße. Süß­kar­tof­fel­pro­duk­te hat­ten auch vie­le ande­re Stän­de im Ange­bot.

Ein kom­plet­ter Crê­pes-Stand auf dem Piag­gio-Rol­ler | Foto: Dani­el Schnei­der
Frisch gegrill­te Tor­til­las | Foto: Dani­el Schnei­der
Süß­kar­tof­fel­zu­be­rei­tung beim india­ni­schen Essen | Foto: Dani­el Schnei­der
Anste­hen beim Hot­dog-Mobil | Foto: Dani­el Schnei­der

Klas­si­sche“ Crê­pes gab es am Stand von „Toms Crê­pes“, des­sen Bude auf einem knall­ro­ten Piag­gio-Rol­ler-Kas­ten­wa­gen thron­te, auch, doch unge­wöhn­li­cher waren die „Fört­chen“, Mini­pfann­ku­chen nach nord­deut­scher Art, die mit But­ter oder zahl­rei­chen Soßen­va­ri­an­ten ser­viert wur­den – auch mit Nutel­la, das auch bei den Crê­pes zu den meist­ver­kauf­ten Vari­an­ten zählt.

Teures Vergnügen

Auch wenn die Prei­se beim Fes­ti­val auf deut­lich obe­rem Volks­fest-Niveau lagen (stel­len­wei­se 4 Euro für eine Tüte Pom­mes): Die Reso­nanz der Besu­cher war aus­ge­spro­chen posi­tiv. Und auch die Händ­ler mach­ten ordent­lich Umsatz. Nur von der Hüpf­burg waren eini­ge Eltern ent­täuscht: denn die war nicht gespon­sert, son­dern kos­te­te anders als sonst bei Wunstor­fer Ver­an­stal­tun­gen Ein­tritt: 3 Euro für 10 Minu­ten Hüp­fen. Dafür war sie auch eine Num­mer grö­ßer als die bekann­ten Hüpf­bur­gen und glich mit ihren meh­re­ren hin­ter­ein­an­der begeh­ba­ren Kam­mern schon fast einem Indoor-Spiel­platz.

Bun­tes Trei­ben vor der Stadt­kir­che | Foto: Dani­el Schnei­der
Auch im Café kein Platz mehr frei | Foto: Dani­el Schnei­der
Essen auf Rädern – ame­ri­can style | Foto: Dani­el Schnei­der

Die Qua­li­tät stimm­te jeden­falls – sowohl beim Essen als auch bei der Stim­mung. Zufrie­de­ne Gesich­ter bei Ver­käu­fern und Besu­chern, die sich mit ihrem Essen bis an den Alten Markt setz­ten. Die­ser Sonn­tag mach­te, ganz im Wunstor­fer Duk­tus, Lust auf meer mehr.

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