WunstorfStadtgespräch

Polizeipräsenz erhöht

Verstärkte Corona-Kontrollen auch in Wunstorf

In Wunstorf und der Region wurde und wird derzeit verstärkt kontrolliert. Während in Hannover Lokalitäten zwangsweise geschlossen wurden, gab es in Wunstorf bis auf einen Zwischenfall keine besonderen Vorkommnisse.

Polizei Raschplatz
Polizeidienststelle am Raschplatz Hannover (Archivbild) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf/Hannover (red). Die Wunstorfer Polizei hat seit Freitag verstärkt Kontrollen durchgeführt, ob die Corona-Maßnahmen in der Stadt beachtet werden. Angesichts der weiter steigenden Infektionszahlen stand dabei das Verhalten der Besucher sowie die Einhaltung der Corona-Regelungen durch Betriebe und Lokalitäten im Fokus. Hintergrund war auch die Befürchtung, dass die Einhaltung der Regeln zur Pandemieeindämmung kurz vor dem bevorstehenden Lockdown weniger ernst genommen werden.

Mann verbringt Nacht in Gewahrsam

Heute früh, gegen 2 Uhr wurden die Beamten dabei in der Hindenburgstraße von einem 34-Jährigen, der stark alkoholisiert und aggressiv war, gestört. Beim Versuch, die Personalien des Mannes festzustellen, kam es zu Übergriffen und Beleidigungen gegenüber den Polizisten. Die Beamten nahmen den Mann in Gewahrsam. Dabei schlug dieser in Richtung der Einsatzkräfte und versuchte sich zu befreien. Der 34-Jährige wurde schließlich nach Hannover gebracht und verbrachte die übrige Nacht in einer Zelle.

Zufalls-Drogenfund

Bei den Kontrollen in den Lokalitäten stießen die Beamten gestern Abend auch auf Rauschgift: Ein 46-Jähriger in einer Wunstorfer Spielothek hatte eine geringe Menge Marihuana bei sich, das beschlagnahmt wurde.

Kontrollen regionsweit

Nicht nur in Wunstorf, auch in der Region und der Landeshauptstadt wurden die Kontrollen durchgeführt. In Garbsen leiteten Polizeibeamte am Freitag neun Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Betreiber von Gastronomiebetrieben ein, weil die Coronaverordnung nicht eingehalten wurde.

Polizeieinsatz Vahrenwalder Straße
Polizeieinsatz in der Vahrenwalder Straße (Archivbild) | Foto: Daniel Schneider

In Hannover traf die Polizei überwiegend auf kooperative Gaststättenbetreiber und Gäste. Nur vereinzelt kam es zu Verstößen. Am Freitag drohten Polizeibeamte dem Inhaber einer Shisha-Bar in der Vahrenwalder Straße eine Schließung an, erst danach wurden die Maßnahmen umgesetzt. In einer überfüllten Bar am Raschplatz wurden keinerlei Abstandsregelungen eingehalten, zudem tanzten diverse Gäste und niemand trug die vorgeschriebene Alltagsmaske. Die Bar wurde geschlossen, der Wirt durfte nur noch schnell die Gäste abkassieren. In einer Diskothek in der Hamburger Allee tanzten 400 bis 500 Personen teils völlig enthemmt auf den Veranstaltungsflächen und auf Tischen. Viele Menschen trugen abseits der Sitzplätze keine Alltagsmasken und hielten sich mit mehr als zwei Haushalten an je einem Tisch auf. Das Abstandsgebot wurde auch in der etwa 30 Meter langen Wartereihe vor der Tür nicht eingehalten. Der Geschäftsführer erklärte sich mit der sofortigen Schließung einverstanden, die von der Polizei vor Ort überwacht wurde. Eine weitere Bar in der Georgstraße wurde in der Nacht zu heute geschlossen.

Bei Kontrollen in der Innenstadt von Hannover wurden in der vergangenen Nacht 327 Personen ohne Mund-Nasen-Bedeckung angetroffen. Die Personen und Gruppen wurden auf die Tragepflicht hingewiesen, wobei der Großteil der kontrollierten Personen kooperativ und einsichtig war.

6 Kommentare

  1. Die bei der #Polizei tätigen Mitarbeiter*innen sind grundsätzlich nicht um deren Job zu beneiden.

    Doch gerade in den durch das “Fräulein Corona” besonders erschwerten Arbeitsbedingungen bin ich heilfroh, nicht den Job der Beamten*innen und den der Mitarbeitenden der #Ordnungsämter machen zu müssen:
    Mit Freude an der Arbeit dürfte das derzeit eher wenig zu tun haben…

  2. Zu: “Mann verbringt Nacht in Gewahrsam”

    “…. gegen 2 Uhr wurden die Beamten dabei in der Hindenburgstraße von einem 34-Jährigen, der stark alkoholisiert und aggressiv war, gestört.”

    Bitte…, bei was wurden die Beamten denn gestört? :-)) Na egal…

    Wer jedenfalls durch einen vorsätzlich bei sich herbei geführten Vollrausch aggressiv und beleidigend wird und nach den BeamtInnen schlägt sollte nicht mehr mit Samthandschuhen angefasst werden.

    Nur so nebenbei…, gibt es eigentlich keine Gummiknüppel mehr?

    1. @ Andrea

      Moin Moin,

      Bezüglich deiner Ansicht, dass “Samthandschuhe” gegenüber “Zugedröhnten”, die in voller Absicht Substanzen konsumieren und im Rahmen dessen jegliche Selbstkontrolle verlieren und übergriifig werden- in welcher Form und wem gegenüber auch immer:
      von mir volle Zustimmung.

      Auch wenn ich dich persönlich nicht kenne, lediglich aus den Kommentaren, vermute ich dennoch, dass deine Anmerkung mit dem “Gummiknüppel” deiner wie meiner Art gemäß sarkastisch gemeint ist. Hoffe ich…

      1. Deine Hoffnung wird nicht enttäuscht. Ich bin generell gegen jegliche Art von Gewalt, im Kleinen wie im Großen. Und in dem Fall von diesem Trunkenbold auch. Gut ausgebildete PolizistInnen werden mit so einem auch ohne Schlagstock fertig. Außerdem sind diese Dinger, soweit ich weiß, seit 2008 oder 2010 im normalen Polizeidienst sowieso nicht mehr in Gebrauch.
        Allerdings finde ich es trotzdem eine Schweinerei was sich BeamtInnen im Polizeidienst so alles bieten lassen müssen. Beleidigen, bespucken, bewerfen lassen mit Steinen, Flaschen oder sonstigen Wurfgeschossen. Wie z.B. gerade am vergangenen Wochenende in Frankfurt wieder geschehen. Hier steht was darüber:
        https://www.spiegel.de/panorama/justiz/frankfurt-polizisten-erneut-aus-menschenmenge-angegriffen-mit-steinen-und-flaschen-beworfen-a-a3df39ac-9513-40a3-8886-f0e1c37f33ed
        Ich kann nur sagen, Hut ab vor denen, die noch so viel Idealismus aufbringen, den Job einer Polizistin oder eines Polizisten ergreifen zu wollen.

        Hmm…., vielleicht sollte man doch erwägen wieder Gummiknüppel….. – Ach was, ist natürlich nicht ernst gemeint :-))

    1. Hallo Andrea

      Die Katzengesichter stehen bereits seiten einiger Zeit nicht mehr neben den Namen.
      Schade, ich fand das ausgesprochen hübsch und in der aktuellen Zeit haben die für etwas Erheiterung sorgen
      können.

      Zu der Geschichte mit den #Schlagstöcken:
      Wir haben beide hier die “kodder-schnauzige” Art, die nicht jeder “verknusen” kann/will.
      Damit kann ich sehr gut leben; also werd’ ich dabei bleiben. Punkt.

      Im Ernst:
      Auch ich bin KEINE Freundin von Gewalt, obwohl: manchmal wünsche ich mir angesichts mir unerträglichen Verhaltens doch den Verlust meiner- bisweilen zu gut- funktionierenden Impulskontrolle…

      Schlagstöcke in der klassischen und uns “Alten” 😉 bekannten Form führen die Beamten*innen nicht mehr mit sich, in deren abgewandelter Form doch.

      Aber seitens der Polizei wird dieses “Reauisit” eher selten bis sehr selten eingesetzt werden.
      Nicht zuletzt aufgrund der derzeitigen teils ausgesprochen negativen Presse werden dahingehende Begehrlichkeiten in sehr überschaubaren Rahmen sein.

      Ich teile deine Meinung zum Polzeiberuf:
      Unterbezahlung, Schichtdienste, Anpöbeleien bis hin zu tätlichen Angriffen machen den Beruf nicht zum Traumjob.
      Klar weden den Polizeianwärterm*innen in der Ausbildung auch diese Inhalte gelehrt.
      Doch nicht, wie es sich dann tasächlich anfühlt, dem tagein tagaus ausgesetzt zu sein.

      Respekt, wer sich trotzdem für uns alle “den Ar*** aufreißt”!!

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