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Bock auf Wahlkampf: SPD schickt Piellusch erneut ins Rennen ums Bürgermeisteramt

15.03.2026 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 15

Mit großer Einigkeit hat die Wunstorfer SPD den amtierenden Bürgermeister Carsten Piellusch erneut zum Kandidaten für die anstehende Kommunalwahl gewählt.

15.03.2026
Redaktion
2 Min.
Carsten Piellusch wurde erneut zum Bürgermeisterkandidaten nominiert | Foto: privat

Wunstorf (red). Am gestrigen Samstag hatte die Wunstorfer SPD zum Frühjahrsempfang geladen – direkt zuvor wurde jedoch die Jahreshauptversammlung zur Aufstellungsversammlung in der Abtei.

Nachdem CDU-Herausforderer Martin Pavel bereits seine Kandidatur mit Unterstützung von FDP und Grünen angekündigt hatte, schaute die Stadt gespannt zur SPD: Wie würde die Partei auf die Wahl-Kampfansage reagieren?

Klares Votum

Die Reaktion war eindeutig: Die SPD antwortete mit Geschlossenheit. Mit 97 Prozent Zustimmung wurde Carsten Piellusch erneut zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl im Herbst 2026 nominiert. Beinahe wäre es ein 100-Prozent-Ergebnis geworden: Von 61 Stimmen erhielt Piellusch 59 Ja-Stimmen. Dazu gab es eine Nein-Stimme und eine Enthaltung.

Zu Beginn der Versammlung hatte Ortsvereinsvorsitzender Sören Thoms die Mitglieder auf den bevorstehenden Wahlkampf eingestimmt. Einziger Vorschlag beim Tagesordnungspunkt Bürgermeisterkandidat war dann der amtierende Piellusch.

In seiner Bewerbungsrede zog er eine Bilanz der vergangenen Jahre und skizzierte zugleich die Aufgaben der kommenden Zeit. Piellusch betonte, dass die vergangenen Jahre von großen Herausforderungen geprägt gewesen seien, zugleich aber auch von vielen Fortschritten für die Stadt. Als Beispiele nannte er Investitionen in Bildung und Betreuung, neue Schul- und Kitaprojekte sowie Fortschritte bei der Stadtentwicklung und beim Wohnungsbau. Besonders hob Piellusch den sogenannten Blaulichttisch hervor, an dem Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Verwaltung eng zusammenarbeiten. Dieses Format habe sich bei der Bewältigung des Weihnachtshochwassers 2023/2024 besonders bewährt.

Nominiert mit 97 Prozent | Foto: privat

„Wir haben in den letzten Jahren gemeinsam viel bewegt, für unsere Stadt, für unsere Ortsteile und für die Menschen, die hier leben“, sagte Piellusch. Mit Blick auf die Zukunft machte er deutlich, dass Wunstorf weiter wachsen und sich entwickeln werde, etwa durch neue Wohnprojekte sowie Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Lebensqualität.

Einstieg in den Wahlkampf

Direkt nach der Rede folge die Wahl. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses reagierte die Versammlung mit Standing Ovations und langanhaltendem Applaus auf das deutliche Votum. Piellusch nahm die Wahl anschließend an und wandte sich mit einem lockeren Aufruf an die Mitglieder: „Habt ihr Bock auf Wahlkampf?“ Die Antwort der Versammlung kam laut und eindeutig: „Ja!“

Ein Hauch Wahlkampf, einen Ausblick auf die kommenden Monate, war bereits in der Abtei zu spüren: Der groß im Hintergrund aufgebaute Slogan auf der Transparentwand lautete: „Wir machen Wunstorf … stark. mobil. sicher.“ Dazu wurden „Piellusch 2026“-Schilder hochgehalten.

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Kommentare


  • Realist sagt:

    „Wir machen Wunstorf mobil“ – man sollte vielleicht dazusagen, für wen eigentlich.

    Für normale Bürger sieht „mobil“ derzeit eher so aus: weniger Parkplätze, mehr Einschränkungen, schlechtere Erreichbarkeit. Gleichzeitig wird am Fliegerhorst mit Millionenaufwand die Infrastruktur ausgebaut, damit dort Versorgung und Einsatzbereitschaft wachsen.

    Gerade deshalb wirkt dieser Slogan so schief. Im zivilen Alltag wird Mobilität eher abgebaut oder erschwert, während an anderer Stelle sehr konkret aufgerüstet und erweitert wird. Da darf man sich schon fragen, welche Art von „mobil“ hier eigentlich gemeint ist.

    • Jerry M. sagt:

      Die Parkplatz-Strategie ist aus Hannover kopiert. Da muss man auch mit dem Rad / Öffis zum Autoparkplatz fahren. Das Mobilität neu gedacht.
      Und sonst: die Nordumgehung nimmt Gestalt an, während der Amtszeit eines SPD-Bürgermeisters.

    • Anonym sagt:

      „Wir machen Wunstorf mobil“ –> „Im zivilen Alltag wird Mobilität eher abgebaut oder erschwert, während an anderer Stelle sehr konkret aufgerüstet und erweitert wird.“

      Aber genau das ist doch die hohe Kunst eines jeden Politikers: A sagen und danach B tun.

      „Gleichzeitig wird am Fliegerhorst mit Millionenaufwand die Infrastruktur ausgebaut, damit dort Versorgung und Einsatzbereitschaft wachsen.“

      Ich glaube, den Wunstorfern ist gar nicht bewusst, dass sie mehr und mehr zum Ziel von russischen Hyperschall-Raketen werden.

      System Zeit von Kaliningrad (~700 km) Zeit aus 1200 km
      Kh‑47M2 Kinzhal ~3–4 min ~5–6 min
      Avangard ~1.5–2 min* ~3–4 min*
      Oreshnik ~3–4 min ~5 min

      • Anonym sagt:

        Da marschiert sie wieder, die fünfte Kolonne. Schürt Ängste und Unsicherheit, spielt mit Halbwissen und lässt jede Geostrategie missen. Bis auf die eigene, sich selbst gefallene und zumeist fremd gedachte!

        Die Herleitung von Wunstorf als nun „interessanteres“ Ziel russischer Mittelstreckenraketen ist Panikmache. Halten Sie sich doch gerne mit solcher zurück.

        • Pia sagt:

          Und Sie sind dann die sechste Kolonne, die mit vorgeblichem Geostrategie-Wissen per „Alles ist gut!“ für Ruhe zu sorgen hat, richtig?

        • Anonym sagt:

          „Halten Sie sich doch gerne mit solcher zurück.“
          Sie sind leider nicht in der Position, mir vorschreiben zu können, womit ich mich zurückzuhalten hätte.
          Vor allem dann nicht, wenn ich nüchterne Fakten liefere, die man jederzeit per Internet überprüfen kann. Gegen die russischen Hyperschall-Raketen hat die NATO im Moment keinerlei Abwehrmöglichkeiten, daher sind meine Fakten keine Panikmache, sondern sie bleiben Fakten.
          Und auch die Flugzeiten aus Kaliningrad bis Wunstorf zwischen 3 und 6 Minuten sind Fakten. Wenn Putin die Nase voll hat, von der US-amerikanischen und englischen Einmischung in den Stellvertreterkrieg in der Ukraine, dann ist der Fliegerhorst Wunstorf innerhalb von spätestens 15 Minuten Geschichte und das Gleiche gilt für die US-Airbase Ramstein, Büchel und andere Stützpunkte.
          Und nur, weil Sie sich das nicht vorstellen können oder wollen, ist es keine Panikmache, sondern es bleiben Fakten. Die Soldaten im 1.Weltkrieg führen auch mit wehenden Fahnen per Zug in den Krieg und dachten es wird ein maximal vierwöchiger Spaziergang, nur weil sie sich das Grauen, was vor ihnen lag, nicht vorstellen konnten. Die haben auch jeden Warner als Panikmacher diskreditiert. Bis sie dann einbeinig oder im Zinksarg zurückkamen.
          Sie können mir glauben, dass die russischen Hyperschall-Raketen eine reale Gefahr für Deutschland darstellen, da wir momentan über keinerlei Abwehrmöglichkeiten dagegen verfügen und wir können von Glück sagen, dass im Kreml ein Putin und kein Schirinowski sitzt.

        • Anonym sagt:

          An den ach so tollen Geostrategen, der mich unverschämterweise als fünfte Kolonne diskreditieren möchte: demnach ist nun wohl auch der SPIEGEL als die fünfte Kolonne – von wem eigentlich? – einzuordnen?
          https://www.spiegel.de/panorama/iran-krieg-und-voelkerrecht-auswirkungen-auf-deutschlands-rolle-im-konflikt-a-f0a1185b-4f9a-460f-b304-0374249b228e

          Wer Menschen als fünfte Kolonne verunglimpft, die vor Krieg und realen Gefahren warnen, der ist ein Kriegshetzer, nicht mehr und nicht weniger.

          Die Stützpunkte der US-Amerikaner und der Engländer in Deutschland sind sowohl Russland als auch dem Iran komplett bekannt und jedes Schulkind kann sie per Google Maps identifizieren. Das Gleiche gilt für alle deutschen Militärstützpunkte inklusive Wunstorf und den deutschen Rüstungsfabriken. JEDER dieser Punkte ist innerhalb von 15 Minuten Geschichte, wenn es die Russen wollen. Ganz einfach – ohne Vorwarnzeit und ohne Abwehrmöglichkeit.
          Das ist keine Panikmache, sondern die Realität.

          Allerdings müssen die Russen gar nicht angreifen. Wenn Israel und die USA weiterhin den Iran in diesem eindeutig völkerrechtswidrigen Krieg angreifen und der Iran weiterhin die Straße von Hormus dicht macht, gehen in Europa und in Teilen Asiens ohnehin demnächst die Lichter aus.
          https://www.spiegel.de/ausland/iran-krieg-vier-gruende-warum-ein-einsatz-in-der-strasse-von-hormus-brandgefaehrlich-ist-a-7d29e54a-5f94-4232-b60c-fb190c2ee622#ref=rss

          Die Folgewirkungen der jetzigen Blockade werden wir in spätestens vier Wochen sehen und zwar zunächst an den Tankstellen, direkt danach an den Einzelhandelspreisen und danach an den Firmenpleiten. Die Tankstellen-Besitzer sollten ihre Zapfsäulen so langsam auf vierstellige Centanzeigen pro Liter umrüsten…
          Und mit den komplett leeren Gasspeichern, die bis zum nächsten Winter auch nicht wieder aufgefüllt werden können, wie es notwendig wäre, wird es noch einmal spannender, um es positiv auszudrücken. Wenn Deutschland dann kein bezahlbares Gas mehr auf dem Weltmarkt findet, kommen flächendeckende Abschaltungen von Industrieanlagen und wahrscheinlich auch BrownOuts, da nicht mehr genügend Gas zur Verstromung da sein könnte.

          Aber klar – das ist alles Panikmache. Gehen Sie weiter – hier gibt es nichts zu sehen.
          Der Überbringer der schlechten Nachrichten wird geköpft – schon immer so gewesen.
          Oder als fünfte Kolonne verunglimpft – es hat sich nichts geändert.

        • Anonym sagt:

          Ups – jetzt ist doch passiert: t-online hat sich als fünfte Kolonne geoutet und schürt Ängste und Unsicherheit, spielt mit Halbwissen und lässt jede Geostrategie missen. ;)

          Die offensichtlich der fünften Kolonne zugehörige Internetpräsenz der Telekom t-online.de schreibt doch tatsächlich:

          Iranischer Botschafter fordert deutsche Stellungnahme
          Der iranische Botschafter in Deutschland, Madschid Nili, hat von der Bundesregierung eine Klarstellung zur Nutzung der US-Luftwaffenbasis Ramstein durch die USA für den Iran-Krieg gefordert. Die Rolle des Militärstützpunkts in Rheinland-Pfalz sei für Teheran bislang „offiziell nicht klar“, sagte Nili am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin.
          „Bislang haben wir keine Antwort.“

          Aber klar: die Herleitung von Ramstein und Wunstorf als nun „interessanteres“ Ziel russischer Mittelstreckenraketen oder iranischer Drohnen ist Panikmache von t-online.

          Dies kann nur jemand behaupten, der völlig frei von geostrategischem Wissen ist.

        • Anonym sagt:

          An den exzellenten Geostrategen, der mich als fünfte Kolonne verunglimpfen wollte, weil ich davor warne, sich im Moment in Wunstorf neben dem Fliegerhorst all zu sicher zu fühlen.

          „Der Iran hat die von den USA und Großbritannien genutzte Basis Diego Garcia im Indischen Ozean attackiert. Der Angriff stellt Militärexperten vor Fragen – mit solch einer Reichweite hatte kaum jemand gerechnet.“

          https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_101180428/iran-greift-us-stuetzpunkt-diego-garcia-an-das-bedeutet-die-raketenattacke.html

          Nur zur Info: Vom südlichsten Punkt des Iran bis Diego Garcia sind es 3.881 km.
          Vom nördlichsten Punkt des Iran bis zur US Airbase Ramstein sind es 3.055 km und bis zum Fliegerhorst Wunstorf sind es 3.068 km.

          Aber klar – das ist alles nur Panikmache.

      • Ansgar L. sagt:

        Wieso denn mehr und mehr als sonst? Sag mir bitte, wieso? Wunstorf ist der einzige A400M Standort… meinste nicht wenn die präventiv die ersten Raketen losschicken wäre der Fliegerhorst so oder so dabei….?! Auch ohne Erweiterung der Infrastruktur würde das Ding beschossen werden, da kannst du dir relativ sicher sein.

  • Holger Hoffmann sagt:

    Warum sollte man Ihn wieder wählen.Ich sehe keinen triftigen Grund.

  • Anonym sagt:

    Soweit ich weiß zahlt Airbus das Wartungszentrum. Die Stadt hat gar nichts damit zu tun. Aber Äpfel mit Birnen vergleichen funktioniert immer gut.

  • Bernd sagt:

    Da lachen ja die Hühner.

  • fred sagt:

    Na ja, es gibt zwei Transportflugzeugstandort, einer ist nah dran. Es ist klar ddas im Angriff die Logistik zuerst lahmgelegt werden wird, den Rest können wir uns denken.Jemand hat einmal erzählt stellen sie sich eien Angriff auf Deutschland vor und denken sie das es doppelt so schlimm wird. Wir wollen es nicht hoffen!

    Ja die Wahl es fällt mir schwer wennnich mich an all die medialen Pfiffigkeiten und tollen Dinge in Wunstorf zurückerinner zu wählen. Gut vertreten von unseren „Angestellten“ fäühlte ich mich in den letzten Jahren nicht.

    Mal sehen, vielleicht kommt ja noch der eine oder andere Wahlkampfschlager auf den Tisch der mich überzeugt……

  • N. sagt:

    Natürlich.

    Wen soll die SPD auch sonst vorschlagen als ihren „Stammes“Mann?

    Zumindest die Agenda der letzten Jahre sollte sich spiegelgleich nicht wiederholen.

    Aber das ist bei dieser Konstellation undenkbar.

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