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Innenstadt: Rat setzt Arbeitskreis ein – Initiative will alle Wunstorfer fragen

04.01.2026 • Achim Süß • 5 Min.Kommentare: 13

Einstimmig hat der Rat gerade einen Arbeitskreis Innenstadt beschlossen, da eröffnen die „Freunde der Innenstadt“ eine neue Protestrunde: Die zunächst lose Gruppe von Kritikern versteht sich inzwischen als Bürgerinitiative und will den Charakter der Innenstadt erhalten. Mit juristischer Hilfe soll ein Bürgerbegehren gestartet werden.

04.01.2026
Achim Süß
5 Min.
Die Sprecher der Bürgerinitiative: Susanne Hartung, Heiko Neubert, Tanja Kreiensen und Margreet Nöthlich-de Bruin (v. l.). Es fehlt: Philipp Ruppert. | Foto: privat

Wunstorf (as). Das neue Jahr ist wenige Tage alt, der Wahlkampf zieht herauf, und schon gibt es das erste Aufregerthema: Was wird aus der Innenstadt? Großbaustelle? Problemfall à la Barnekreisel? Zankapfel? Welche Rolle spielt der Wunsch der Menschen? Stülpen auswärtige Planer der City ein schickes Konzept über mit Details, die gerade Mode sind? Bleibt der Charakter der Fußgängerzone 43 Jahre nach dem Bau erhalten?

Das sind nur ein paar Fragen, die sich vielen Wunstorfern zur Zeit stellen. Während die Stadtverwaltung und die siegreichen Planer über Details verhandeln und das Verfahren zur Umgestaltung der Innenstadt vorantreiben, wird der Chor der Kritiker nicht leiser. Mehr als 6.000 Stimmen haben die „Freunde der Innenstadt“ gesammelt, und auch der Heimatverein hält Seite an Seite mit der Werbegemeinschaft seinen Protest aufrecht.

Gereizte Atmosphäre

Das Gesprächsklima zwischen den Kritikern und der Stadt schwankt zwischen angespannt und gereizt. Zur Zeit herrscht Funkstille und beide Seiten greifen zu Presseerklärungen, um ihre Positionen zu verdeutlichen. Ein erstes Treffen zwischen Vertretern der Initiative auf der einen Seite, Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) und mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung auf der anderen brachte vor einigen Monaten in einem Eiscafé an der Langen Straße keinen Fortschritt.

Die Sprecher der „Freunde der Innenstadt“ berichteten anschließend, ihnen sei wortreich erklärt worden, dass es zu Sanierung und Umgestaltung der Fußgängerzone keinerlei Alternative gebe. Die Unterschriftenaktion werde im Rathaus geradezu ignoriert.

Scharfe Reaktion

Die Front ist so verhärtet, dass die Initiative ein weiteres Gespräch mit dem Bürgermeister Mitte Dezember abgelehnt hat. Es bestehe kein Interesse daran, sich erneut anzuhören, dass es keine Alternative zu den städtischen Plänen gebe. Die Reaktion aus dem Rathaus war ungewöhnlich scharf: Die „sich selbst mittlerweile BI Freunde der Innenstadt nennende Gruppe habe eine Chance vertan”, heißt es in einer Presseerklärung von Piellusch.

Das Verhalten „der Gruppe“ sei unverständlich. Der Bürgermeister wörtlich: „Die allgemeine Intention der Unterschriftensammlung hat genau das aufgegriffen, was auch mein Ziel und das der Verwaltung ist. Der besondere Wert unserer Innenstadt soll mit Blick auf die nächsten Jahrzehnte stärker herausgearbeitet und bestehende Defizite behoben werden.“

Mit den prämierten Entwürfen des Preisgerichts liege eine Gesprächs- und Diskussionsgrundlage vor und auch die Einrichtung des Arbeitskreises Innenstadt und des Sanierungsträgers stünden auf der Tagesordnung, erklärte Piellusch weiter. Und: „Insoweit hätte mich die Perspektive der BI sehr interessiert.“

„Unsere Türen sind offen“

Die Präsentation der Wettbewerbsentwürfe habe deutlich gezeigt, „dass keines der teilnehmenden Büros eine radikale Veränderung des Bildes der Fußgängerzone verfolgt, sondern eine schonende und zukunftsorientierte Weiterentwicklung“, betonte Piellusch.

Die Erklärung schließt mit den Worten: „Unsere Türen sind immer offen. Ein solches Projekt, das zentrale Bedeutung für unsere Stadtgesellschaft hat, können wir nur gemeinsam erfolgreich gestalten.“

Seit Jahresanfang Sonderbeauftragter für die Innenstadt: Alexander Stockum (Archiv) | Foto: Süß

Tatsächlich ist die Verwaltung darum bemüht, die Kommunikation zu verbessern. Dazu sollen Einzelgespräche beitragen, zu denen prominente Vertreter der Werbegemeinschaft eingeladen worden sind, die auch Anlieger der Fußgängerzone sind. Noch mehr setzt der Bürgermeister allerdings auf das Herzstück seiner Rathausreform: Seit Jahresbeginn ist sein früherer Pressesprecher Alexander Stockum auch Sonderbeauftragter für die Innenstadtsanierung.

Initiative will konstruktiven Dialog

Die „Freunde der Innenstadt“ verfolgen derweil ihren Weg. In einer aktuellen Erklärung gehen sie darauf ein, warum sie ein Treffen mit der Stadt abgelehnt haben: „Diese Entscheidung wurde mit der Einschätzung begründet, dass in vorangegangenen Gesprächen wiederholt ausschließlich als alternativlos dargestellte Positionen vermittelt wurden.“

Die Bürgerinitiative weist darauf hin, dass „ein konstruktiver Dialog voraussetzt, dass die Argumente aller Beteiligten angehört, ernsthaft geprüft werden und Offenheit für gemeinsame Lösungsansätze besteht.“ Dialog sei keine Einbahnstraße.

Statt die Absage als Signal für einen notwendigen Perspektivwechsel zu verstehen, habe der Bürgermeister „den Weg der öffentlichen Konfrontation gewählt“. Dies reiht sich aus Sicht der Bürgerinitiative in eine länger andauernde Praxis ein, bei der abweichende fachliche und gesellschaftliche Positionen im Zusammenhang mit dem geplanten Umbau der Innenstadt nur unzureichend berücksichtigt werden.

Beispielhaft nennt die Initiative Bedenken des Heimatvereins, das Missachten von Einwänden und Vorschlägen von Werbegemeinschaft und Marktgilde im Vorfeld des Wettbewerbsverfahrens, die aus Sicht der Bürgerinitiative missverständliche Darstellung der Ergebnisse der Onlinebefragung im Rahmen des ISEK-Gutachtens 2022 sowie den Versuch, die Inhalte der Unterschriftensammlung der Bürgerinitiative anders zu interpretieren als formuliert.

Die Aussage auf den Unterschriftenlisten, sei eindeutig, erklärt die Initiative: „Unsere Innenstadt ist schön – so, wie sie ist! Reparaturen sind nötig, Verbesserungen möglich, aber der Charakter soll nicht verändert werden.“ Diese Position steht nach Auffassung der Bürgerinitiative nicht im Einklang mit einem umfassenden und tiefgreifenden Umbau der Fußgängerzone.

„Erhebliche Risiken“

Kritisch bewertet die Initiative die Einordnung des geplanten vollständigen Austauschs des Pflasters sowie der tiefgreifenden Arbeiten am Untergrund als „behutsamen Eingriff“. Eine mehrjährige Großbaustelle berge „erhebliche Risiken für die Attraktivität der Innenstadt und somit für Bürgerinnen und Bürger Wunstorfs, deren Besucher, sowie für Gastronomie und Einzelhandel.“

Von zentraler Bedeutung ist aus Sicht der Bürgerinitiative außerdem die bislang nicht ausreichend geklärte Frage der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes sowie der Refinanzierung. Nach ihrer Kenntnis, so heißt es weiter in der Erklärung der Initiative, fehlten eine transparente Gesamtfinanzierungsplanung sowie belastbare Aussagen zu Fördermitteln, städtischem Eigenanteil und langfristigen Folgekosten.

Eine verantwortungsvolle Entscheidung über ein Projekt dieser Größenordnung setze vollständige finanzielle Klarheit und eine Bewertung der Auswirkungen auf den städtischen Haushalt voraus. Angesichts der mehr als 6.000 Bürgerinnen und Bürger, die sich mit ihrer Unterschrift gegen den Umbau ausgesprochen haben, bedauert die Bürgerinitiative, dass eine grundsätzliche Neubewertung des Projekts bislang nicht erfolgt sei.

Sollen Bürger oder Rat entscheiden?

Folgerichtig hätten sich die „Freunde der Innenstadt“ entschieden, den demokratisch vorgesehenen Weg eines Bürgerbegehrens zu gehen. Den Bürgern solle eine verbindliche Entscheidung über die Zukunft ihrer Innenstadt ermöglicht werden. Mit juristischem Beistand will die Initiative das Bürgerbegehren für die zweite Hälfte des Jahres vorbereiten.

Die anhaltende Kontroverse um die städtischen Pläne hat die Ratsfraktion der CDU veranlasst, einen Arbeitskreis Fußgängerzone ins Gespräch zu bringen. Ihr Antrag dazu für die letzte Sitzung des Rates am 17. Dezember 2025 ist knapp und enthält keine Begründung, allerdings einen bedeutsamen zweiten Teil: Nicht der vertraulich tagende Verwaltungsausschuss soll über die Auftragsvergabe an einen Sanierungsträger entscheiden, sondern der Rat der Stadt.

„Raus aus den Hinterzimmern“

Der Rat stimmte dem Antrag einstimmig zu. Eine Debatte gab es nicht. Nachdem Martin Pavel den Vorstoß für die CDU begründet hatte, erklärte Grünen-Sprecher Marvin Nowak lediglich, der Antrag mache Sinn „als Signal an alle“. Pavel betont, der CDU komme es darauf an, die Debatte in der Stadtgesellschaft „zu befrieden“ und zu versachlichen. Hauptziel sei, Diskussion und Entscheidungen „raus aus den Hinterzimmern“ zu holen.

Wann das Gremium konstituiert wird, ist derzeit öffentlich ebenso unbekannt wie Größe, Zusammensetzung, Kompetenzen und Tagungsrhythmus. Erste Entscheidungen sollen in Kürze fallen.

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Kommentare


  • Elke sagt:

    Was will die Initiative denn erreichen? Es soll bleiben wie es ist? In 5-10 Jahren wird dann protestiert nach dem Motto „Schaut euch mal den Zustand an. Hier macht die Stadt ja gar nichts.“

    Alle, denen an einem sachlichen Dialog gelegen ist, müssen doch einsehen, dass es genau das ist: Den Charakter zu erhalten. Und genau das geht nur, wenn man jetzt richtig Geld in die Hand nimmt. Und zum Erhalt einer Innenstadt gehört auch, dass sich die Geschäftsbetreiber mal an die Bedürfnisse der Kunden anpassen. Kartenzahlung ab 10 € oder gar 20 € ist echt aus der Zeit gefallen.

    Und wenn mir ein Geschäft zusagt, einen bestimmten Artikel in der von mir gewünschten Größe innerhalb von 1 Woche zu besorgen, erwarte ich auch, dass sich hierum bemüht wird. Wenn wir dann nach 6maliger Nachfrage (nach rd. 3 Monaten!) gesagt wird „das hat der Chef wohl vergessen“, merkt man: Viele haben’s nicht begriffen. Nichts tun, ist keine Alternative. Und wer nicht mit der Zeit geht, der geht dann mit der Zeit.

  • Badke, Heinz-Dieter sagt:

    Vieles hat zwei oder mehr Möglichkeiten: Und wer mit der (heutigen) Zeit geht, geht dann leider auch mit der Zeit.

  • Genervter Bürger sagt:

    Dies ist ein beispielhaftes Phänomen in Deutschland: Häufig formiert sich Widerstand aus einem eher verbittert wirkenden Teil der Bevölkerung, der grundlegende Veränderungen grundsätzlich ablehnt. Ob beim Ausbau von Strom- und Bahntrassen oder, wie in diesem Fall, bei der Sanierung einer Fußgängerzone: Entscheidend scheint weniger der konkrete Inhalt der Maßnahme zu sein als die pauschale Ablehnung jeglicher Veränderung.

    Die drei Frauen und der betreffende Herr werden sich in zwanzig Jahren voraussichtlich nicht mehr mit der notwendigen Sanierung der Fußgängerzone befassen müssen.

  • Muss mal gesagt werden sagt:

    Ich verfolge das Thema jetzt auch schon ein wenig. Ich frage mich wie denn bitte laut Initiative eine behutsame Sanierung aussieht?
    Wenn die Abwasserrohre raus müssen muss sowiso mind. die halbe Breite der Fussgängerzone aufgebuddelt werden.
    Dann machen wir das Alles wieder zu und flicken das Ganze mit ähnliche Flastersteinen. Ist das sinnvoll und schick?
    Die Baustelle ist sowiso da. Da kann man das auch gleich richtig machen.

    • Der Meisterbürger sagt:

      Bevor man es richtig macht, sollte man es zuerst richtig durchdenken. Es macht einen grossen Unterschied, ob die ganze Innenstadt umgekrempelt wird oder eine behutsame Instandsetzung durchgeführt wird. Eine langwierige Vollsperrung ist etwas anderes als eine kurzfristige einspurige Erneuerung, um mal ein vereinfachendes Beispiel zu gebrauchen. Etwas ausführlicher: Wir wissen nicht, wie sanierungsbedürftig die Kanalisation ist. Detaillierte Untersuchungen liegen (wenn überhaupt) nur der Verwaltung vor. Und die scheint aktuell politisch getrieben zu sein, eine komplette Erneuerung als „alternativlos“ darzustellen. Wir wissen nicht, ob eine Reparatur mit vielleicht nur wenigen Eingriffen nicht die Schäden einfach und nachhaltig löst. Das müsste zunächst seriös und ergebnisoffen geprüft werden. Selbst wenn es dann so sein sollte, dass man zu dem Schluss kommt, dass eine komplette Erneuerung der richtige Weg ist, wäre das kein Grund, die Innenstadt vollständig zu erneuern. Selbstverständlich ist es auch möglich, nur da zu öffnen, wo es für die Kanalarbeiten nötig ist. Das ist viel kostengünstiger, viel schneller und auch viel nachhaltiger. Das vorhandene Pflastermaterial ist so eingebaut, dass es ohne weiteres wiederverwendet werden kann. Es muss nicht entsorgt werden. Das Material ist sehr hochwertig und dauerhaft. Wer will denn behaupten, dass es „klimafreundlicher“ sei, das alles wegzuwerfen? Die vorhandenen Bäume würden selbstverständlich auch alle gefällt. Wenn über die ganze Breite aufgerissen wird, kann man einzelne Pflanzen nicht schützen. Wie das dann hinterher aussieht, kann man am neuen Barneplatz betrachten. Am Ende bleibt die Frage, warum eine Neugestaltung überhaupt notwendig ist. Man kann ja die Entwürfe hübsch finden. Mir persönlich gefällt die Fussgängerzone in der bestehenden Form besser als alle Vorschläge aus dem Wettbewerb. Fest steht, dass für diese sogenannte „zeitgemässe“ Gestaltung ein sehr hoher Preis gezahlt werden müsste. Und damit sind nicht nur die Millionen gemeint, die es kosten wird. Der höchste Preis, der gezahlt werden wird, ist ein Verlust von kleinen inhabergeführten Geschäften und Gastronomien und Markthändlern. Eine jahrelange Grossbaustelle können die wenigsten überleben. Warum werden die Sorgen dieser Akteure nicht ernstgenommen? Stattdessen wird verharmlost, vernebelt, verdreht und gerne auch mal der Einzelhandel gebasht (schönen Gruss an „Elke“). Gut, dass nun die Bürger entscheiden sollen. Die aktuelle Politik scheint ihrer Verantwortung bei dieser Entscheidung nicht gewachsen zu sein.

  • Franz sagt:

    Herzlich willkommen in Wunstorf, der Stadt, die es geschafft hat, das Wort „Bürgerbeteiligung“ so gründlich misszuverstehen, dass man im Rathaus wahrscheinlich glaubt, es handele sich dabei um eine seltene Infektionskrankheit.

    Erinnern wir uns kurz an den Barne-Kreisel oder wie viele ihn nennen: Die Asphalt-Hölle des Grauens. Wer hätte gedacht, dass man so viel graue Trostlosigkeit auf so wenig Raum komprimieren kann? Die Stadtplaner haben dort offensichtlich versucht, ein Mahnmal für die visuelle Öde zu setzen. Es sieht aus, als hätte jemand eine Packung Beton in die Landschaft geworfen und gesagt: „Muss reichen, die Autos merken den Unterschied eh nicht.“ Wenn das der Benchmark für die Innenstadt ist, dann gute Nacht.

    Tausende von Bürger unterschreiben, dass sie ihren gemütlichen City-Charakter behalten wollen! Im Rathaus wird das als „interessantes Altpapier“ abgeheftet. Dass man sich in einem Eiscafé trifft, um den Leuten dann zu erklären, dass ihre Meinung sowieso nicht zählt, ist der Gipfel der Passiv-Aggressivität.

    Aber keine Sorge, die Stadt hat die Lösung: „Raus aus den Hinterzimmern.“ Herzlichen Glückwunsch zur Erkenntnis! Dass ihr erst einen Ratsbeschluss braucht, um nicht mehr in dunklen Kämmerchen über die Köpfe der Menschen hinweg zu entscheiden, sagt eigentlich schon alles über die politische Kultur hier aus.

    Die Stadt will das Pflaster rausreißen, den Untergrund umgraben und die City jahrelang in eine Mondlandschaft verwandeln. Und das alles für ein „schickes Konzept“, das in fünf Jahren sowieso wieder aus der Mode ist. Währenddessen zittern Gastronomie und Einzelhandel um ihre Existenz. Aber hey, Hauptsache, wir haben am Ende eine „zukunftsorientierte Weiterentwicklung“, die so steril ist, dass sich selbst die Tauben auf dem Marktplatz verlaufen.

    Bleibt nur zu hoffen, dass die Bürgerinitiative diesen beratungsresistenten Betonköpfen im Rathaus mal so richtig ordentlich vors Schienbein tritt, damit am Ende die Vernunft der Menschen über die asphaltierte Arroganz einer Verwaltung siegt, die ‚Bürgerwille‘ offensichtlich für einen Tippfehler im Duden hält.

    • Wolfgang sagt:

      An Unkenntnis und Arroganz schwer zu überbieten.

      • Franz sagt:

        Wenn die Argumente fehlen, muss man halt persönlich werden. Getroffene Hunde bellen eben doch.

        • Ansgar L. sagt:

          Ich bin dann der erste der sich schlapp lacht, wenn sich nach dem Bürgerbegehren herausstellt, dass die Mehrheit der Bürger für eine Sanierung ist und wie üblich nur eine kleine, aber extrem laute Minderheit aus wirtschaftlichen Eigeninteressen diesen Feldzug des Stillstandes propagiert.

          Wobei es fast noch lustiger wäre, wenn die Bürger gegen die Sanierung stimmen und dann in ein paar Jahren merken, dass stur an der Vergangenheit festzuhalten und absoluten Stillstand zu feiern nicht unbedingt zukunftsfördernd ist.

          So oder so könnten sich die Wunstorfer nach einem Bürgerbegehren zumindest nicht mehr rausreden und beschweren, da sie selbst für ihr Glück (oder Unglück) gestimmt hätten. Warum also nicht?

  • Der Meisterbürger sagt:

    Die SPD-Trolle werden nervös und machen sich nicht mehr die Mühe ihrer Diskreditierung missliebiger Meinungen einen Anstrich sachlicher Argumentation zu geben.

    • Muss mal gesagt werden sagt:

      Ich dachte eigentlich die Stadtverwaltung wird nicht gewählt und ist besetzt mit Fachleuten die ihren Job verstehen. Ich finde da können wir schon ein wenig mehr vertrauen auf deren Expertise haben!

      Ich störe mich ein wenig daran, das scheinbar so Viele es besser wissen. Wo kommt nur diese unheimliche Kompetenz dieser Wunstorfer Bürger über Hoch und Tiefbau her?

      Desweiteren stört mich das das ganze als Wahlkampfthema ausgeschlachtet wird.
      CDU und SPD sitzen doch zusammen im Rat und werden ja scheinbar mehrheitlich zugestimmt haben oder ist die Beteiligung hier ähnlich wie im Bundestag.

  • Birgit sagt:

    „Herzstück der Rathausreform“, die Auepost hat hierüber noch gar nichts verlautbaren lassen.
    Der Stadtanzeiger hat berichtet, die Leine-Zeitung auch, aber wie sieht die Reform denn genau aus?
    Krempelt der Bürgermeister das Bauamt um oder wird dort weiter geschaltet und gewaltet wie’s gefällt?

  • B. sagt:

    Eine Innenstadt verliert dann an Wert, wenn ständig an ihrem Bestand herumgebastelt wird, ständig geplante Erneuerungen aufrufend die Bevölkerung verunsichern und Bewährtes plötzlich weg soll im Zuge von „Modernisierung“.

    Es gibt viele Städte, die auf ihr Zentrum stolz sind, wo der Natur- und Bauerhalt eine wichtige Rolle spielt und die Bürger wissentlich selbst Hand (und Verstand) anlegen, wenn es um Naturschutz, Nachhaltigkeit und Bestandsschutz geht.

    Aber wenn ständig Veränderungen geplant sind, die Unruhe erzeugen bei Denen, die hilflos zusehen müssen, wie „ihre Stadt“
    zur Baustelle wird, fragt man sich, warum eigentlich das Ganze.

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