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Lob bis Kritik für Bauprojekte und zwei Tempolimitwünsche: SPD startete mit neuem „Bürgerdialog“ in der Barne

03.12.2025 • Daniel Schneider • 3 Min.Kommentare: 4

Wie läuft es beim neuen Bürgerinfo-Format bei der SPD? Am vergangenen Donnerstagabend wurde heiß diskutiert: Über Barneplatz, Autoverkehr und das Tempo der Verwaltung.

03.12.2025
Daniel Schneider
3 Min.
Erster Bürgerdialog der SPD Wunstorf | Foto: Schneider

Wunstorf (ds). Das Gesprächsformat „Auf ein Wort“ etwa kennt man bereits von der SPD in Wunstorf, doch anlässlich der bevorstehenden Wahlen im kommenden Jahr ist nun noch ein ganz ähnliches weiteres geschaffen worden: Der „Bürgerdialog“. Das Prinzip ist dasselbe: Themen besprechen, die in den verschiedenen Teilen der Stadt gerade aktuell sind – und das direkte Ansprechen der Ortspolitiker ermöglichen. Die Botschaft dabei entspricht den Schlussworten, die Thomas Silbermann am vergangenen Donnerstag in der Barne wählte: „Wir sind für Sie da und kümmern uns.“

Die Barne als Kernstadtteil hatte man sich ausgesucht für die Premiere des Formats. Prominent angekündigt waren Silbermann und Martin Ehlerding als Gesprächspartner, Ehlerding ließ sich jedoch aus persönlichen Gründen entschuldigen. SPD-Kernstadt-Abteilungsleiterin Gudrun Rohe-Kettwich begrüßte die Gekommenen, und dann moderierte Silbermann das 90-minütige Format, das im Bauverein-Gemeinschaftsraum in der Barne stattfand. Mit dabei war auch Sören Thoms, Wunstorfs SPD-Vorsitzender.

Immer wieder der Barneplatz

Mit Kaffee und Kuchen hatte die SPD nicht gelockt, aber Wasser und Knabbermix standen auf den Tischen. „Die Zukunft der Barne“ war das Stichwort, und gut 20 Interessierte waren gekommen, darunter auch viele, die selbst in der SPD sind und in der Barne wohnen.

Thema Nr. 1 im Viertel scheint nach wie vor der Barneplatz, der eine gute halbe Stunde diskutiert wurde. Denn obwohl die Bauarbeiten inklusive Kreisel inzwischen abgeschlossen sind und auch bereits diverse Nacharbeiten und Modifikationen stattfanden, finden die Barnebewohner weiterhin Schwachstellen auf dem neugestalteten Platzbereich. Silbermann versprach, die Verwaltung noch einmal über diese Stellen zu informieren. Dass die Verwaltung auch auf Wünsche der Politik manchmal nur langsam reagiere und von ihm erst Druck gemacht werden müsse, brachte Silbermann, der als Ortsbürgermeister den Ortsrat Wunstorf leitet, ebenfalls vor.

Vor allem die Position des Wasserspiels auf dem Platz, das dicht an der Fahrbahn liegt, brachte eine Anwohnerin zur Sprache. Denn im Großen und Ganzen war der Barneplatz wie geplant gebaut worden, doch geänderte Details fallen weiter negativ auf. Auf den Architektenpläne hatte der Platz etwa auch viel grüner gewirkt, als er sich heute darstellt. Die inzwischen ergänzten Pflanzkübel wurden im Bürgerdialoig als zu klein bewertet, um dort größere Pflanzen setzen zu können.

Thomas Silbermann vor dem Barneplatz-Plan | Foto: Schneider

Grund für die leichte Verschiebung des Brunnens war die Lage der Wasserleitungen gewesen. Silbermann verdeutlichte anhand eines Planes noch einmal die Hintergründe: Der Bereich, der von der Stadt selbst bebaut werden konnte, fällt letztlich gar nicht so groß aus, ein überwiegender Teil der Platzfläche direkt vor den Geschäften befindet sich in Privatbesitz.

Tempo 30 am Hasenpfahl und vorm Hallenbad gewünscht

Auch die Verkehrsbelastung in der Barnestraße und die Geschwindigkeit auf der Durchgangsstraße Am Hasenpfahl waren zentrale Punkte. Zum Hasenpfahl konnten Silbermann und Thoms berichten, dass der entsprechende Antrag gestellt wurde – es werde nun geprüft, ob dort Tempo 30 angeordnet werden kann. Eine Geschwindigkeitsreduzierung wurde sich ebenso auf der Rudolf-Harbig-Straße gewünscht, wo aktuell am Lebenshilfe-Kindergarten maximal 50 km/h vorgesehen sind.

Gute Noten aus der Anwohnerschaft – anders als von der Presse beschrieben – bekamen die kürzlich gebauten neuen Gehwegnasen in einigen Stichstraßen des Viertels, und gewürdigt wurde die ehrenamtliche Initiative Einzelner, die im Viertel daran arbeiten, gemeinschaftliche Aktionen zu etablieren, etwa einen Barneflohmarkt. Die Information, dass der Bauverein im April wieder ein Frühlingsfest in der Barne veranstaltet, kam ebenso gut an.

Als Nächstes, nach Stationen in der Oststadt und nun in der Barne, will die SPD sich vor Ort mit den Bewohnern der Nordstadt austauschen.


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Kommentare


  • B. sagt:

    Das Kind ist doch sowieso schon in den Barnebrunnen gefallen, wieso wird noch diskutiert?

    Die erlittenen Schäden sind nicht mehr rückgängig zu machen, die zerstörte Pflanzenwelt ist nicht mehr.

    Geblieben ist was?

  • Basti g. sagt:

    Tempolimit auf der Hochstraße 50 kmh reichen aus

  • Anonym sagt:

    Wenn ein SPDler sagt: „Wir sind für Sie da und kümmern uns.“
    sollte der Bürger ganz schnell die Beine in die Hand nehmen und das Weite suchen.
    Da kommt nix Gutes bei heraus.
    Riesengroßes SPD-Logo vorne – damit der Bürger auch ja nicht vergißt, wem er die Wohltaten zu verdanken hat -, schön Wasserflaschen auf dem Tisch und natürlich was zu Knabbern.
    Das Einzige, was noch fehlt, ist eine Bratwurst und direkt danach eine Impfung.

  • Birgit sagt:

    Welche Wohltaten?

    Die der Vergangenheit?

    Die Phyrrhussiege und ihre Nachwirkungen?

    Oder die Rechtfertigung für getätigten fatalen Irrtum?

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