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Kein Vorvertrag: Neue Mitte weiterhin heiß diskutiert

06.05.2022 • Achim Süß • Aufrufe: 674

Das Thema Neue Mitte bleibt problematisch: Stadt und Investor haben sich noch nicht auf eine gemeinsame Lösung für die Bebauung der Vion-Industriebrache am Luther Weg geeinigt. Damit ist die Ausübung des städtischen Vorkaufsrechts für die sechs Hektar große Fläche nicht vom Tisch. Am Montag, den 9. Mai, muss der Verwaltungsausschuss erneut beraten.

06.05.2022
Achim Süß
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Das Flüchtlingswohnheim
Ehemaliges Verwaltungsgebäude auf dem Vion-Gelände (Archiv) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (as). Die Verhandlungen zwischen Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) und „Neue Mitte Wunstorf“-Geschäftsführer Björn Hiss schienen nach gravierenden Meinungsverschiedenheiten zuvor Anfang dieser Woche auf einem guten Weg. Piellusch hatte den Düsseldorfer Unternehmer – nicht mit dem Einverständnis aller Vertreter der Ratsmehrheit von SPD und CDU – in den Verwaltungsausschuss eingeladen, um im direkten Gespräch eine Annäherung zu erreichen. Mehr als zweieinhalb Stunden hatte sich das vertraulich tagende Gremium in der Sondersitzung nur mit dem Groß-Projekt befasst. In den Tagen und Stunden zuvor hatten die Kommunalpolitiker neue Unterlagen geprüft, die ihnen per Mail zugestellt worden waren. Einige von ihnen studierten die Details der Planänderungen fast das ganze Wochenende lang. Das Material war erst am Freitagmittag eingetroffen, die Datenmenge so groß, dass mehrere Mails nötig waren.

Der Meinungsaustausch zwischen Stadtspitze, Verwaltungsausschuss und Investor wurde als konstruktiv und vertrauensvoll geschildert. Missverständnisse seien ausgeräumt worden. Ergebnis der Sondersitzung: Die Stadt übt ihr Vorkaufsrecht für das Gelände zunächst nicht aus – Piellusch fasst die Forderungen der Stadt zur Gestaltung des Geländes und der Gebäude, zu Lärmschutz und Energiefragen in einem Vorvertrag zusammen – von Hiss und seinem Unternehmen wird erwartet, dass „Neue Mitte Wunstorf“ (NMW) „nachschärft“. Die Stadt komme dem Investor in einigen Punkten entgegen, erklärte der Bürgermeister im Gespräch mit der Auepost nach der Sitzung. Bis zum Freitag, den 6. Mai, habe Hiss Zeit, den Vorvertrag zu unterschreiben. Wenn er das tue, werde die Stadt auf die Kauf-Option für das Vion-Gelände verzichten.

Der Druck steigt

Diesen Weg will der Investor offenbar nicht mitgehen. Gestern Mittag erklärte Stadtsprecher Alexander Stockum auf Nachfrage, Hiss habe den Abwendungsvertrag zur Ausübung des Vorkaufsrechts nicht unterzeichnet. Allerdings habe er ein modifiziertes Angebot geschickt. Darüber werde der Verwaltungsausschuss am Montag sprechen. Bürgermeister Piellusch ergänzte am Nachmittag, NMW habe jetzt vier Punkte genannt, über die weiter verhandelt werden müsse. Hiss habe auch Vorschläge geschickt, wie die Gespräche fortgesetzt werden könnten.

Für die Stadtverwaltung und alle Verantwortlichen bleibt der Zeitdruck enorm: Am Dienstag, den 10. Mai, endet die Frist, innerhalb der Wunstorf das Vorkaufsrecht für die Vion-Fläche ausüben kann.

von Achim Süß
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Kommentare


  • Rudolf sagt:

    Mal schaun, wer zuerst „umfällt“ ?
    Nehme Wetten an!

  • Dieter D. sagt:

    Hätte ich das nötige Kleingeld, würde ich auf der Fläche ein Event-Center mit Multiplex-Kino, Bowlingbahn, Burgerbar und Disco errichten. Oder mit ner Indoor-Gocart-Bahn. Eben etwas, was mal Spaß macht und nicht so langweilig ist wie Reihenhäuser…

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