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Wunstorfer Weihnachtsmarkt wird zum Politikum

26.11.2025 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 9

Unter Budenbetreibern und in der Werbegemeinschaft fragt man sich: Was passiert mit dem Wunstorfer Weihnachtsmarkt, wenn die Innenstadt groß umgebaut wird?

26.11.2025
Redaktion
2 Min.

Wunstorf (red). Nur ein einziges Mal war der Wunstorfer Weihnachtsmarkt seit seinem Bestehen in über 50 Jahren ausgefallen: Im Jahr 2020, als die COVID-19-Pandemie das öffentliche Leben einfror und noch keine Impfstoffe verfügbar waren. Doch bereits ein Jahr später setze man alle Hebel in Bewegung, um den Markt trotz weiterhin schwierigster Rahmenbedingungen wieder stattfinden zu lassen, und ließ die Tradition nicht abreißen. In den Folgejahren fand der Wunstorfer Weihnachtsmarkt wieder zu seiner gewohnten Kontinuität zurück.

So eröffnete auch nun, Ende November 2025, der Weihnachtsmarkt wieder. „Er passt wunderbar in die schönste Innenstadt der Region“, sagte Werbegemeinschaftsvorsitzender Bernd Heidorn kurz vor der Eröffnung und betonte dabei „schönste Innenstadt“ ganz bewusst. Denn in diesem Jahr ist der Weihnachtsmarkt nicht nur Weihnachtsmarkt, sondern wird Sinnbild für das, was womöglich in Zukunft fehlen könnte in Wunstorfs Innenstadt: Der Weihnachtsmarkt in seinen bekannten Dimensionen. Weshalb? Weil noch niemand weiß, wie sich der anstehende Innenstadtumbau auf den Weihnachtsmarkt auswirken könnte.

Werbegemeinschaft und die Interessenvereinigung „Freunde der Innenstadt“ setzen sich dafür ein, die Wunstorfer Innenstadt in ihrem jetzigen Erscheinungsbild im Wesentlichen zu bewahren – während die Gerüchteküche aufgrund eines bislang im Geheimen stattfindenden Architektenwettwerbs überzukochen drohte.

Sorge vor dem, was kommt

Sowohl in der Werbegemeinschaft Wunstorf als Veranstalter des Weihnachtsmarktes als auch unter den Schaustellern selbst herrscht Sorge bis Angst. Wird der bekannte Weihnachtsmarkt auch nach der Innenstadtsanierung noch einen Platz in der Wunstorfer Mitte haben?

Die Frage ist nicht unberechtigt, denn was eine umgestaltete Fußgängerzone, die womöglich den Marktplatz verkleinern würde, für den Weihnachtsmarkt bedeuten könnte, war auch zur Weihnachtsmarkteröffnung am Montag weiterhin unklar. Die prämierten Ideen werden erst am heutigen Abend öffentlich gemacht.

Mancher Weihnachtsmarktakteur fragt sich deshalb: Was passiert mit unserer Existenz, wenn der Weihnachtsmarkt in der heutigen Form keinen Platz mehr haben sollte in Wunstorf?

Was würde bereits eine Dauerbaustelle anrichten?

Die Befürchtungen haben jedoch nicht nur mit dem künftigen Aussehen der Fußgängerzone zu tun, sondern auch damit, was allein ein einzelner weiterer Weihnachtsmarktausfall bedeuten würde, weil etwa monatelange Bauarbeiten sich in die Weihnachtszeit erstrecken würden – und ein künftiger Weihnachtsmarkt dann einmal nicht stattfinden könnte. Denn das Weihnachtsgeschäft bildet für viele der Schausteller eine der Haupteinnahmequellen im Jahresverdienst.

In der Werbegemeinschaft wird befürchtet, dass ein solches Szenario dazu führen könnte, dass der Weihnachtsmarkt insgesamt verloren geht – wenn etwa Schausteller sich dann notgedrungen andere Möglichkeiten suchen und in den Folgejahren dann auf einmal nicht wieder nach Wunstorf zurückkommen.

Unter den Schaustellern selbst möchte man an so etwas offenbar noch lieber gar nicht denken, denn so einfach ist es nicht, auf anderen Weihnachtsmärkten Fuß zu fassen. Man ist mit Wunstorf verbunden und baut darauf. Doch was wirklich geschehen würde, wenn der Weihnachtsmarkt weichen müsste, das weiß heute niemand.

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Kommentare


  • Anonym sagt:

    Offensichtlich ist man in Wunstorf zu blöde, den Umbau der Stellen, welche für den Weihnachtsmarkt relevant sind, von Januar bis Ende November eines beliebigen Jahres über die Bühne zu bekommen. Das ist einfach nur noch erbärmlich.

  • Besorgter Wunstorfer sagt:

    Diese Werbegemeinschaft nutzt offenbar jede Gelegenheit, um die öffentliche Stimmung in der Stadt zu beeinflussen. Es ist bemerkenswert, wie weit man dabei zu gehen bereit ist. Das Traurige daran ist, dass viele Menschen diese Darstellung vermutlich für wahr halten werden. Das Vorgehen erinnert mich stark an die AfD, die vergleichbare kommunikative Strategien einsetzt.

    • Unbesorgter Mitbürger sagt:

      Dann entkräfte doch argumentativ die im Artikel genannten Befürchtungen, wenn es so einfach und diese gleichzeitig so falsch sind. Diese Bedenken zum Umbau und den daraus resultierenden Konsequenzen kommen nicht von ungefähr, sondern sind das Ergebnis der jahrelangen städtischen Politik.

  • Wuns-Dorfler sagt:

    Marktkauf Parkplatz, Schützenplatz, ein Ortsteil fördern … da gibt es mehrere Möglichkeiten.

  • Anke sagt:

    Ich halte den Rathausinnenhof für eine gute Ausweichfläche des Weihnachtsmarktes.Dann wird er etwas kleiner, aber sicher nicht ungemütlicher.Die dicken Poller die für die Sicherheit sorgen,könnten entfallen,da es dort eh enger und somit sicherer gegen Amokfahrten wäre.

  • Muss mal gesagt werden sagt:

    Was für ein unnötiger Artikel.
    Hier wird schon verurteilt was laut gleichem Artikel heute erst vorgestellt wird.
    Fällt Euch da was auf?
    Hört auf alles schlecht zu reden. Kein Ort saniert bei den schlechten Finanzen eine Fußgängerzone wenn es nicht nötig wäre.
    Aber hier im Forum scheint es ja nur noch Leute zu geben die alles schlecht finden. Traurig.
    Und jetzt noch was zu unserem ach so tollen Wheinachtsmarkt. Wenn der mal ein Jahr nicht am gleichen Ort in Wunstorf stattfindet, wird das auch kein Problem sein. Genug Plätze gibt es ja.
    Barneplatz, Stadtpark ect..
    Vieleicht kann man ihn dann sogar mal so ausführen das er nicht nur für Quartalstrinker taugt.
    Sorry aber das musste mal gesagt sein.

  • Neubürger sagt:

    Der Umbau der Innenstadt ist ein sehr polarisierendes Thema. Natürlich müsste mal etwas saniert werden, der komplette Umbau ist jedoch meiner Meinung nach ein Griff ins Klo. Um den Weihnachtsmarkt würde ich mir jedoch keine Sorgen machen, es gibt schließlich unzählige schöne Flächen die gut für den Weihnachtsmarkt genutzt werden könnten. Mir fallen da spontan der Schützenplatz, Barnemarkt, Stadtpark, Schotterplatz hinter der ASS usw. ein.

  • Wunstorfer Einwohner seit Geburt (75) sagt:

    Zunächst schlage ich vor, den Druck aus dem Kessel zu nehmen. Es ist sicherlich unbestritten, daß in der Innenstadt/Fußgängerzone Sanierungsbedarf besteht. In erster Linie denke ich da an die Kanalisation, die in der Innenstadt von 1956 bis 1960 verlegt wurde. Das habe ich noch persönlich erlebt, vor allen Dingen erinnere ich mich an die Wasserpumpen, die permanent liefen, um das Grundwasser im Zaum zu halten. Die damals verlegten Keramikrohre waren später den „modernen“ Abwässern nicht mehr gewachsen und großenteils schrottreif. Da dieses Bauvorhaben länger dauern wird(ich hoffe nicht wie ELPHI, BER oder Stuttgart 21) stellt sich die Frage nach einem Ausweichquartier für Veranstaltungen wie z.B. Wochenmarkt, Flohmärkte, Wunstorf ißt Matjes und nicht zuletzt der Weihnachtsmarkt. Der Rathausinnenhof ist m.E. wenig geeignet, da die Bediensteten im Rathaus in ihrer Arbeit beeinträchtigt würden und das wäre wenig sinnvoll. Den Bürgerpark kann ich mir gut vorstellen oder auch den großen Parkplatz am Nordwall. Der Marktkauf-Parkplatz fällt sicherlich aus versicherungsrechtlichen Gründen aus. Da der Weihnachtsmarkt eine traditionelle Veranstaltung ist, die in die Stadtmitte gehört, halte ich eine Verlagerung an den Stadtrand -wo auch immer- oder in einen der Ortsteile halte ich nicht für sinnvoll, eine traditionelle Veranstaltung wie der Weihnachtsmarkt gehört auf den Marktplatz vor der Stadtkirche! Das Vorhaben einer Gesamterneuerung der Fußgängerzone hinterläßt bei mir ein dickes Fragezeichen aber vielleicht sollte man nch dem Motto handeln: Prüft alles und behaltet das Beste.

  • Fan der Tradition sagt:

    Ich bin der Meinung, dass es schlecht wäre, den Wunstorfer Weihnachtsmarkt an einer anderen Stelle zu veranstalten, da die Stelle genauso ein Bestandteil des Weihnachtsmarktes ist, wie der Glühwein, Pizza oder Schmalzgebäck Stand.
    Ich finde, man sollte auf eine solche Tradition Rücksicht nehmen und es nicht verurteilen, wenn Leute dies erhalten möchten.
    Gleichzeitig und das muss man auch einfach mal so ganz deutlich sagen hat sich die Stadtverwaltung nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als sie in ihren Werbekampagnen, den Wunstorf Weihnachtsmarkt als ihr Projekt vorgestellt hat (zumindest nahmen einige Leute, dies so war)
    Denn der Weihnachtsmarkt ist und bleibt ein Projekt unserer wunderbaren Werbegemeinschaft

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