Vor 100 Jahren

Ladenräuber in Wunstorf

Schaufenster des Kaffeehändlers zerstört (25. Dezember 1920)

Pressespiegel 100 Jahre

Eine Fußgängerzone war noch Science-Fiction, die sollte es in Wunstorf erst 60 Jahre später geben, doch die Wunstorfer Läden hatten natürlich schon Schaufenster. Und die größeren, aufwändigeren waren 1920 oft wertvoller als die Ware dahinter. So berichtete die Leine-Zeitung am 25. Dezember 1920:

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Im Gümmer Holze wurde Diebesgut gefunden, das seinerzeit aus dem Kaiserschen Geschäft aus dem Schaufenster gestohlen war. Der Dieb, der bei dem Einbruch eine nahezu unbezahlbare Schaufensterscheibe zertrümmerte, ist in der Person eines auswärtigen Schlossers ermittelt worden.

Versicherungen gab es natürlich auch damals schon. Ob der Laden der Kaisers – eine Kaffeehandlung in der damaligen Südstraße – eine abgeschlossen hatte, ist nicht überliefert.

Haus an der Strecke
Hier in der Südstraße war das Kaffeegeschäft Ziel des Einbruchs | Foto: Stadtarchiv Wunstorf
Wir schreiben das Jahr 1920. In den USA beginnt die Prohibition, und Wunstorf ist eine kleine, landwirtschaftlich geprägte Ortschaft in der preußischen Provinz Hannover. Der Erste Weltkrieg ist gerade zu Ende gegangen, die Menschen erleben viele Umbrüche in der ersten deutschen Demokratie. Die „Goldenen Zwanziger“ stehen vor der Tür.

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