
Idensen (red). Nicht mit einer Seniorin aus Idensen: Als bei ihr am Freitagabend das Telefon klingelte, war am anderen Ende der Leitung ein Polizist der Wunstorfer Polizei. Angeblich. Doch darauf fiel die Frau nicht herein.
Gleich zu Beginn war es ihr merkwürdig vorgekommen, dass eine österreichische Vorwahl auf dem Telefondisplay angezeigt worden war.
Doch sie hörte sich an, was der angebliche Polizist wollte: Es war der klassische Betrugsanruf, bei dem erzählt wird, dass in der Nachbarschaft eingebrochen wurde – und dann wird hilfreich angeboten, sich um die Sicherung der persönlichen Wertgegenstände im Haus zu kümmern, damit sie vor den Verbrechern in Sicherheit gebracht werden.
Fast genau so erzählte es der falsche Polizist am Telefon: In der Nachbarschaft sei ein älteres Ehepaar überfallen worden. Es sei eine Bande unterwegs, die es auf ältere Leute und deren Einfamilienhäuser abgesehen habe.
Glauben die Angerufenen diese Lügengeschichte, wird oft ein Komplize oder Strohmann vorbeigeschickt, der Geld und Wertgegenstände an der Tür abholt – oder die Angerufenen werden sogar dazu gebracht, ihr Erspartes irgendwo auf der Straße zu verstecken, wo es dann später von den Kriminellen eingesammelt wird. In Mesmerode beispielsweise verschwanden 2022 auf diese Weise nach einer ähnlichen Erzählung tatsächlich viele tausend Euro.
Auch die Seniorin aus Idensen wurde schließlich noch nach Wertgegenständen ausgefragt. Das war der Moment, in dem die Dame auflegte und selbst einen Anruf startete – zur echten Polizei. Die sagt: Trickbetrug bleibt eine der häufigsten Betrugsformen, von der besonders häufig ältere Menschen betroffen sind, weil deren Hilfsbereitschaft und Vertrauen ausgenutzt wird.
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