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Der Barnekreisel ist freigegeben

17.08.2025 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 36

Der neue Barnekreisel kann seit heute befahren werden. Das Barneviertel atmet verkehrstechnisch auf – aber spürt bereits einen Nebeneffekt des errichteten Kreisverkehrs.

17.08.2025
Redaktion
2 Min.
Der frisch eröffnete Barnekreisel | Fotos: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Nach vielen Verzögerungen, geplatzten Fertigstellungsterminen, Verschiebungen und neuen Verzögerungen sollte er nun definitiv fertiggestellt werden: Für den morgigen Montag, den 18. August 2025 um 8 Uhr morgens war die Eröffnung der Durchfahrten am neu gebauten Barnekreisel jetzt aber wirklich versprochen.

Und wieder wurde der Termin verfehlt – diesmal aber im positiven Sinne. Schon einen Tag früher, seit dem heutigen Sonntag, kann der Barnekreisel befahren werden. Eine Eröffnungszeremonie, das Durchschneiden eines roten Bandes zur Einweihung, war nicht eingeplant gewesen.

Die ersten Benutzer wurden bereits gesichtet – mit einem Lächeln im Gesicht. Fahrräder und Autos steuern den Kreisel teils bewusst extra zum Ausprobieren an, andere kommen zufällig vorbei und drehen auch bei dieser Gelegenheit eine volle Runde, bevor es weitergeht zum eigentlichen Ziel.

Gemischte Reaktionen

„Fährt sich gut“, ruft eine Radfahrerin beim Ausprobieren der großen Runde im Vorbeifahren der Auepost zu. „Besser als vorher!“ Die Fertigstellung bedeutet ein Ende der diversen Umleitungen an einem Knotenpunkt – verkehrstechnisch gesehen kann das Viertel nun vorerst aufatmen.

Weitere Umbauten sind erst zu späteren Zeitpunkten vorgesehen. So steht beispielsweise noch der Umbau der südlichen Barnestraße in eine verkehrswendefreundliche Strecke bevor. Die Umgestaltung der Parkplätze hinter dem Barneplatz, „An der Johanneskirche“, wurde nun sogar bewusst erst einmal auf noch unbestimmte Zeit verschoben, damit nicht gleich die nächste Baustelle im Viertel entsteht. Eigentlich hätte dieser Bauabschnitt direkt an die Fertigstellung des Barnekreisels anschließen sollen, um den gesamten Barneplatz-Neubau zu vollenden.

Die Mittelinsel ist unbebaut und soll auch Fahrzeugen mit Überlänge das Passieren ermöglichen
Der Kreisel wird ausprobiert

Andere wiederum sind überhaupt nicht begeistert: „Dafür haben die jetzt ein Jahr gebraucht?“, wird vorgebracht.

Die Bauzeit betrug sogar über ein Jahr, im vergangenen Juni hatte die Baustelle ihren ersten Geburtstag feiern können. Die Baumaßnahme war darüber auch zum Politikum geworden, sie gilt als Negativbeispiel für die Wunstorfer Bauplanung.

Zur ganzen Wahrheit gehört jedoch auch: Es wurde in all den Monaten nicht nur ein Kreisel gebaut, sondern der gesamte Untergrund, das Kanal- und Leitungsnetz der Wasserversorgung, in einem größeren Abschnitt der Barnestraße modernisiert und neu verlegt. Ursprünglich hatte man nur den Barnekreisel bauen wollen – letztlich schwenkte man dann jedoch erst auf die Straßensanierung um, bevor der eigentliche Kreisel ganz zuletzt gebaut werden konnte – innerhalb von ein paar Wochen.

Die feste Straßenbeschilderung fehlt jedoch noch. Hinweise auf die Zebrastreifen sind nicht installiert, und bislang sind nur provisorische Kreisverkehr-Schilder zu entdecken.

Nebeneffekte

Die Hinweise auf die Umleitungsstrecke wurden bereits entfernt, der Weg über den Barnekreisel ins Barneviertel ist nun wieder die regulär vorgesehene Strecke, wenn es Richtung Sportzentrum, Hallenbad oder Barneschulen gehen soll.

Ein Fahrzeug driftet im neuen Barnekreisel

Mit der Eröffnung des Barnekreisels stellt sich nun jedoch heraus: Im Viertel gibt es nicht nur einen neuen Kreisverkehr, sondern auch einen neuen Anziehungspunkt für „erlebnisorientierte“ Autofahrer: Manche nutzten heute den Kreisel, der ohne bepflanzte Mittelinsel errichtet wurde, bereits zum Ausreizen der eigenen Fahrkünste – und drifteten durch den Barnekreisel.

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Kommentare


  • Basti g. sagt:

    Kreisel ohne Kreisel Verkehrsschilder bedeutet rechts vor links oder stehen vorher neue Verkehrszeichen

    • TBM sagt:

      Sehr guter Einwand.
      Dann kann die Stadt auch mal über ihre Verkehrssicherungspflicht nachdenken.
      Die Zebrastreifen sind ohne Beschilderung auch nichts wert.
      Mal schauen wann es das erste Mal kracht. Hoffentlich trifft es kein Schulkind.

  • AnLie sagt:

    …“erlebnisorientierte Autofahrer…“?! Kein Wunder. Wer weiß denn, ob nicht erneut gesperrt wird!? Da muss mancher seiner Freude Ausdruck verleihen und Ehrenrunden drehen. Freudenfahrt statt Freudentanz.

  • Wilhelm sagt:

    So einen Kreisel gibt es Deutschlandweit nur einmal das ist eine Reise wert. Wunstorf kann sich auf sehr viele Gäste freuen die dieses Meisterwerk der Blödheit besichtigen möchten und ein paar Runden drehen wollen.
    Viele Grüße

  • LeNiJu sagt:

    Ein Kreisel der jetzt genutzt wird, um rüber zu fahren! In der Mitte des Kreisels fehlt was! Oder er hätte etwas höher sein sollen!

  • Andreas sagt:

    Lange sehnte sich die Barne danach, endlich den Waschbeton loszuwerden. Und jetzt?
    Es gibt eine anthrazitfarbene Fläche, die sich im Sommer massiv aufheizt.
    Im Einmündungsbereich ist nun eine weitere Betonwüste entstanden. Flächenversiegelung ohne Ende. Und optisch ein Desaster. Mit diesem Ergebnis müssen wir jetzt 60-70 Jahre leben.

    Sind Ortsrat und Bauausschuss stolz auf das Ergebnis? War das wirklich so gewollt?
    Ich habe bisher noch niemanden gesehen, der gesagt hat „Chic, ist echt gut geworden.“

    • Dragutin Brahm sagt:

      Zugegeben, schön ist es nicht. Passt aber in die trostlose Barne, in der seit Jahren immer wieder rumgedoktert wird, um sie in Augen der Stadtplaner hübscher und attraktiver zu machen.

      Mir gefiel das Grün eindeutig besser und war der Kreisel wirklich notwendig?

    • Susanne Lorenz sagt:

      Das kann man wohl sagen. Überall werden versiegelt Flächen umgestaltet mit grünen Flächen und Bäumen. In Wunstorf fällt man Bäumen, siehe Fußgängerzone. Und dann ist da noch der Kreisverkehr auf der Kolenfelder Straße. Auf einmal steht in seiner begrünten Fläche ein riesiger Baum. Wo kommt der denn her. Ein Wunder oder wie????

  • Ansgar L. sagt:

    Müssen die Wunstorfer Bürger alle ein tolles Leben haben, wenn sie seit 1 Jahr keine andere Probleme in ihren Leben haben als diesen scheiß Kreisel oder die scheiß Innenstadt. Da werde ich glatt etwas neidisch.

    • Anwohner Barnestraße sagt:

      Naja, scheinbar haben Sie nichts anderes zutun als zu meckern! Anstelle sich zu freuen das eine Sache endlich fertig ist machen Sie alles nieder bzw . suchen sich gezielt Meckerkram heraus!
      Einen Artikel von mir aus Mai haben Sie ja auch schon niedergemacht!
      Einfach mal mit dem meckern aufhören und sich freuen das die Eltern-Taxis wieder ohne Hindernisse durch die Barnestraße ballern dürfen! Upps, habe ich gemeckert? Naja, ich passe mich an! … Ironie…

  • fred sagt:

    so etwas gibts in Dänemark im Hafen von Esbjerg damit die SchwerlastLKW mit den Windradflügel geradeaus fahren können weil sie den Radiius des Kreisels nicht schaffen. Vielleicht soll hier auch mal der Schwerlastverkehr durchrollen???

  • Anonym sagt:

    Wie erwartet fahren Autos,Busse und Fahrradfahrer über die Insel hinweg!

  • Pp sagt:

    Wie erwartet fahren Autos,Busse und Fahrradfahrer über die Insel hinweg!

  • Bernd sagt:

    Der Kreisel ist ein Leuchtturm Projekt da kommt in der Mitte noch ein Leuchtturm drauf, Bauzeit ca.10 Jahre.
    Viele Grüße

  • Frank Hessing sagt:

    Weitere Kommentare zum Barmeplatz und zu der Barnekrezung (jetzt Kreisel) sind eigentlich überflüssig. Dazu wurde schon alles gesagt. Trotzdem noch ein paar Anmerkungen:
    – Das die Bauverwaltung jetzt selber prüfen soll was bei der Planung und Ausführung schief gegangen ist, ist mehr als fragwürdig.
    – Warum hat man den Umbau vom Platz und der Kreuzung nicht genutzt um den Anfang für einen Radfahrweg in die Barnestraße und damit zu den Schulen und Sportstätten zu schaffen. Das ist bei einer verkehrsberuhigten Barnestraße eine unumgängliche Maßnahme.
    – Mit Schrecken erfährt man bei der Gelegenheit, dass der Parkplatz „An der Johanniskirche“ umgebaut werden soll. Warum? Die rste Folge davon wäre, dass die vorhandenen Bäume beseitigt würden. Mal wieder.

  • Birgit sagt:

    Eines dieser Projekte, was zum Kopfschütteln einlädt und sicherlich aufgrund des fehlenden „Mittelpunktes“ (es hätte der Baum stehen bleiben sollen!!!) eine Herausforderung gleich welcher Art darstellt. Was will sich die Stadt mit derartigen Maßnahmen eigentlich beweisen oder besser: Was will sie bewegen?

    Es verschafft der trist traurig geworden Barne keinen (grünen) Pluspunkt.

  • Manschli sagt:

    So ein sinnloser Schwachsinn, sinnlos rausgeschmissenes Geld, mal sehen wann es dort kracht??

  • Jens sagt:

    Ich denke, das muss unbedingt noch ne Ampel hin, bevor erste Unfälle geschehen. Bis es soweit ist, das Tempo auf 10 km/h drosseln

  • Anonym sagt:

    „Verlassen Sie den Kreisverkehr Sie an der zweiten Ausfahrt.“
    Warum? Ich fahre einfach gerade durch.

  • egon sagt:

    buddelt doch wieder ein schrottauto in der kreiselmitte ein und zahlt dem künstler dafür noch ein schönes taschengeld, der steuerzahler bezahlts ja… weiter so… nächstes bauprojekt fussgängerzone, bin gespannt was da lustiges entsteht. wenn die kinder groß sind ziehen wir weg, das steht fest.

  • Philipp B. sagt:

    Ich persönlich finde ihn auch absolut nicht schön.
    Aber auch denke ich, daß man es eh nicht jedem recht machen kann. In erster Linie sollte man doch froh sein das der Verkehr nun endlich wieder läuft.
    Ich bin mir sicher das uns die Stadt mit der nächsten Baustelle wieder Gesprächsstoff liefert und wir den Kreisel damit vergessen machen.

  • Sabine sagt:

    Ich finde auch den Platz selbst sowie den Einmündungsbereich grau in grau wenig attraktiv und leider wird sich das Erscheinungsbild, abgesehen vom Wachsen der Bäume, nicht positiv verändern. So wird es nun für mindestens ein halbes Jahrhundert bleiben.

    Was man allerdings nicht sagen darf: Wir hätten von nichts gewusst. Dass der Baum fallen und der Kreisel genau diesen Charakter erhalten wird, wurde bei der Bürgerbeteiligung seinerzeit im Detail diskutiert. Es ist jetzt so gekommen, wie sich die beteiligenden Personen das damals mehrheitlich gewünscht haben.

    https://www.auepost.de/stadtgespraech/barneplatz-soll-zum-shared-space-werden-29896/

  • Basti g. sagt:

    Glaube ich bin Rekordhalter habe 19 Runden geschafft bis sich ein Auto näherte !

  • Basti g. sagt:

    Zu alle dem blenden die hellen betonsteine sehr ! Sonnenbrillenpflicht

  • Birgit sagt:

    Gibt es nichts, was das Treiben in Sachen unsinniger und umweltschaedigender Projekte zum Stop bringen kann? Alles scheint zu Lasten der Begrünung zu gehen, gleichweder Art. Und immer sind es die Bäume, die weichen müssen. Man könnte meinen, es seien Baumhasser am Werk. Welche Dekadenz.

    • fred sagt:

      Doch Brigit, das gibts in dem alle die Grünen wählen. Ich hoffe da denken viele nächstes jahr dtann, damit die Betonwüsten in Wunstorf ein Ende haben.

    • Centrodelmargine sagt:

      Liebe Birgit und lieber grüner Baumfreund fred! „Mein Freund ist der Baum“, das finde ich auch ein schönes Motto. Birgit, sind Sie in den vergangenen Monaten mal an der Baustelle vorbeigekommen? Dann haben Sie bestimmt gesehen, welches Gewirr von Ver- und Entsorgungsleitungen da unter der Erde liegt, das erneuert werden musste und in langwierigen Arbeiten erneuert wurde. Das war in die Jahre gekommen. Hätte man alles drüber bauen sollen, egal ob nun Kreuzung oder Kreisel, um es dann in absehbarer Zeit wegen eines Rohrbruchs wieder aufreißen zu müssen? Und – wie hätte bei dieser Maßnahme der alte Baum stehen bleiben sollen? Und wie sollte ein neuer Baum über diesem Leitungsgewirr Wurzeln schlagen?

  • Andreas sagt:

    Die Planungen gehen ja weitestgehend auf ein externes Planungsbüro zurück „Abgesehen davon, dass diese dann in eine Entscheidung im Rahmen der Bürgerbeteiligung mündeten).

    Ist das Ergebnis wirklich etwas, was diese Büro stolz macht, frei nach dem Motto „Diese Wüste haben wir geschaffen.“ Dient der Platz einschl. Kreisel als Referenz- und Vorzeigeobjekt, mit dem das Büro nun nach weiteren Kommunen als Kunden sucht? „Wir haben da ein Best-Practice-Beispiel in Niedersachsen. Das ist toll geworden, sieht echt gut aus, schauen Sie sich das mal an.“ Man müsste diese Leute echt mal einladen und nach ihrer ernsthaften Meinung zu dem Ergebnis fragen.

  • egon sagt:

    zur Zeit des kalten krieges waren gerade autobahnen ohne brücken notlandebahnen. vermute der kreise hat was mit der verteidigung des fliegerhorstes zu tun, vielleicht eien startrampe für raleten oder sowas.

  • Claudia sagt:

    Fürchterlich. Ich bin in der Lukas-Cranach Straße aufgewachsen. Die Barnestraße war jahrzehntelang in Ordnung. Nur weil die jetzige Generation keine Vorfahrtsregeln mehr beherrscht? Man hätte eine kleine Insel mit Bepflanzung lassen können. Ständig liest man in den Nachrichten, dass Steingärten verboten werden sollen. Ich persönlich würde einfach gerade darüber fahren. Und bei aller Liebe, die Meisten sind nicht in der Lage Kreisel zu fahren. Ich würde alle erstmal in den Feierabend Verkehr nach Hannover schicken. Sechsspuren und leider auf der falschen. Der Kreisel erinnert mich an das damals neue Hallenbad, als die Decke vom Nichtschwimmer Becken abgestürzt ist. Glücklicherweise war das Schwimmbad leer. Wer darf solche Entscheidungen treffen? Wer genehmigt so etwas? Gesunder Menschenverstand ist anscheinend nicht mehr üblich. Schande.

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