
Wunstorf (red). Es ist nur eine kleine Raupe, aber sie sorgt bei Menschen mitunter für große Probleme. In anderen Gegenden kennt man es daher schon: Warnungen beispielsweise auf Straßen durch Waldgebiete, in denen das Insekt gehäuft vorkommt.
Nun könnte es womöglich auch in Wunstorf dazu kommen, dass in Zukunft entsprechend gewarnt werden muss, denn die Tierart wurde erstmals im Stadtgebiet entdeckt: Im Rahmen der routinemäßigen Baumkontrollen hat das städtische Kontrollteam ein Nest des Eichenprozessionsspinners zwischen Steinhude und der Kernstadt entdeckt.
Der genaue Fundort befindet sich auf Steinhuder Gebiet, im Bereich der Straße „An der Trift“. Dort verläuft auch der Weg Richtung Hohes Holz, dem Waldgebiet zwischen der Kernstadt und Steinhude, der von vielen Radfahrern und Spaziergängern genutzt wird.
Das betroffene Nest wird nun kurzfristig durch eine spezialisierte Fachfirma fachgerecht abgesaugt und entsorgt, um mögliche Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung zu minimieren.

Der Eichenprozessionsspinner kann für Menschen insbesondere während der Raupenphase im Mai und Juni gefährlich werden. Denn die Behaarung der Raupe enthält dann das Nesselgift Thaumetopoein. Die sogenannten Brennhaare – mikroskopisch kleine Härchen, die leicht abbrechen und sich auch mit dem Wind verbreiten – lösen dann gesundheitliche Beschwerden wie Hautreizungen, Augenentzündungen, Atemwegsprobleme oder bei empfindlichen Personen auch allergische Reaktionen aus. Anzeichen für eine allergische Reaktion können in diesem Fall Fieber, Schwindel oder Kreislaufprobleme sein.
Eine Berührung der Raupen oder der Nester sollte unbedingt vermieden werden. Sollte es zu Kontakt gekommen sein, wird empfohlen, die Kleidung zu wechseln und zu duschen. Bei schweren Symptomen sollte man ärztliche Hilfe suchen.
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