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Dunkleres Wunstorf wird vorbereitet

13.10.2022 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 6

Die Laternen in Wunstorf sollen tatsächlich nachts deutlich dunkler werden, um Strom zu sparen. Darauf hat sich am Montag der Verwaltungsausschuss verständigt.

13.10.2022
Redaktion
2 Min.
Straßenlaternen in Wunstorf | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Die zuvor erhaltenen Bedenken der Gleichstellungsbeauftragten, dass Frauen aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden könnten und schon die aktuelle nächtliche Beleuchtung verbesserungswürdig wäre, fanden im Verwaltungsausschuss am Montag kein Gehör: Die Vorlage der Verwaltung soll umgesetzt werden. Zum Energiesparen soll die Helligkeit von Wunstorfs LED-Straßenlaternen in den fortgeschrittenen Nachtstunden deutlich reduziert werden, abgestuft nach Straßenarten. Wegen der Kurzfristigkeit der präsentierten Vorlage war in der Politik zuvor jedoch Unmut geäußert worden.

Doch nicht ganz so teuer

Die Vorlage enthielt zudem eine fehlerhafte Kostendarstellung – es war die Rede von bald 2,8 Millionen Euro, die für die Umrüstung der Straßenlaternen auf den neuen Beleuchtungsmodus nötig geworden wären. Dabei handelte es sich jedoch nur um eine Unachtsamkeit, die Angabe war aus einem anderen Vorlagenentwurf versehentlich übernommen und nicht mehr geändert worden. Die tatsächlichen Kosten für die Maßnahme wurden bislang noch nicht genannt.

Der Arbeitsaufwand fällt aber durchaus hoch aus: Jede der umzurüstenden 3.528 Laternen im Stadtgebiet muss einzeln angepasst werden, da Zentralsteuerungen fehlen. Das kostet vor allem Zeit: 18 Wochen soll die Umstellung dauern. Der Einspareffekt, auch wenn er bereits ab der ersten umgestellten Laterne einsetzt, würde seine volle Wirkung erst zum nächsten April entfalten, wenn umgehend mit den Arbeiten begonnen würde.

Nur LED-Lampen, nur in der späten Nacht und frühmorgens

Vorgesehen sind entsprechend der Pläne eine Absenkung der Helligkeit zwischen 1 und 5 Uhr auf – je nach Straßentypus oder Örtlichkeit – zwischen 10 und 40 Prozent der maximal möglichen Leuchtkraft. Anliegerstraßen würden mit 10 Prozent Helligkeit bedient, Hauptstraßen mit 30 Prozent. Betroffen sind nur die ohnehin bereits sparsamer mit Energie umgehenden LED-Leuchten, da ältere Lampentypen keine Dimmbarkeit vorsehen.

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Kommentare


  • Petra Buchholz sagt:

    Das hätte man schon viel früher machen können wir sparen ja nicht erst seit Heute.! Das viele Geld was jetzt dafür drauf geht.

  • Basti g. sagt:

    Das ist doch nicht deren Ernst jetzt erst ? Sparen war schon immer höchste Priorität

  • Birgit sagt:

    Das Energiesparprogramm in Sachen Illumation Wunstorfs erfolgt durch Gesetzesvorgaben.

    Einfach mal zu sagen: Freiwilliges Sparen ist in, Lichtverschmutzung out, ist ein schier unwegsames Problem. Und dieses wird wie vieles elegant umschifft. Kaputtsparen bei Schwimmbad, Sporthalle und Co.

    Leider existiert das Zeitalter der alten, aber schmuckvollen Gaslampen nicht mehr. Die konnte man „dimmen“. Das Licht war sicherlich gesünder als LED und Co. Bitte unbedingt nachlesen: Gesundheitliche Schäden durch das neue Leuchtmittel.

    Aber Gas ist ja auch knapp.

    Vielleicht hilft als Abwechslung vom Ärger über dämmrige Straßen mal ein abendlicher Spaziergang durch die Felder. Mit Betrachtung eines schönen Sternenhimmels und gelegentlich auch eines großen Vollmondes, die Lichter leise summender Flugzeuge und ab und zu ein Windzug. Einfach wunderbar. Weitab von jeglicher Illumation, weit weg von Kunstlicht und Co. Denn das braucht man dort nicht.

  • Fred sagt:

    Einfache Kostenschätzung fürs einstellen. 39 Stunden Arbeitszeit x 18 Wochen = 702 Arbeitsstunden. Das mal 40,- Stundensatz ergibt 28TEur. Fahrzeugkosten nicht mitgerechnet und auch nur wenn die Umrüstung nur eine Person durchführt.

    Jeder soll einmal über sinnvolle Energiesparmaßnahmen im eigenen Haushalt nachdenken. Wenn jeder etwas spart bringt es sehr viel. Hier geht es nicht nur um Strom und Gas sonder auch um die kurzen Autofahrten die locker mit dem Fahrrad oder zu Fuß erledigt werden können.

    Wenn bei den Steigenden Energiepreisen sich bald 50% der Bevölkerung Deutschlands die Energie nicht mehr leisten können wird der Spareffekt erreicht aber das wollen wir doch niemls oder? Also freiwillig tut jeder etwas und es bringt allen eine Menge.

  • Birgit sagt:

    Ich bin keine politisch Bewanderte, wenn es um Geldverteilung, Umverteilung, Bereitstellung von Sonderausgaben oder Finanzspritzen geht. Wohlwissend aber, dass selbst im Zeitalter von Knappheit der Energieressourcen vielfach eine Verdummbeutelung läuft, die anscheinend niemand erkennt oder sich einfach nur unwissend gestellt wird und dann den großen AHA- oder OH-Effekt munter in Stammtischparoli von sich gibt.

    Energieeinsparung ist eine gute Sache, nicht erst seit den Vorgaben der Bundesregierung. Aber die Diskrepanz des Vorgeschriebenen und den daraus resultierenden Auswirkungen sind doch immens, betrachte man nur die Unsinnigkeit der ersten Energieglühmittel in Form der quecksilberverseuchten Energiesparlampe, fast jeder hatte sie, wollte sie, Bedenken über Entsorgung und Handhabe, im Zweifelsfalle Kontaminierung einer ganzen Wohnung, wurden beiseite gewischt wie die heute gesundheitsschädigende Wirkung des LED-Leuchtmittels, obwohl auch mittlerweile kein Fragezeichen mehr und bewiesen durch einschlägige Forschung.

    Kostenfaktor Neuansiedelung Energiesparmaßnahmen in Sachen Beleuchtung der Stadt Wunstorf, deren Effizienz durch einsparenden Effekt wirtschaftlich sich erst im nächsten Jahr zeigend, Unsummen an Kosten, die Frage von Kosten und Nutzen treibt nicht nur Ökonomen um, sondern hoffentlich die breite Masse.

    Die heute als vorbildlich betrachteten umwelterhaltenden Maßnahmen sind beileibe nicht unumstritten, man denke an zu entsorgende Akkus des MassenE-Bike-Booms, Entsorgung des Kunstlichteserzeugers LED-Lampe, Batteriegebrauch ohne Ende als Ersatz für Eletrizität, Baumvernichtung durch Holzpellets und Co. für Befeuerungsanlagen jedweder Art.

    Die Frage ist, ob der erwünschte Wohlstand nicht das nimmt, was eigentlich vorgesehen ist: Eine Zukunft auch in späteren Jahren für Mensch und Tier.

    Eine Reduktion aller, dem Wohlbefinden und anheimelnden Gemütlichkeit in Plüsch, Seide und Motorbike dienenden Erzeugnisse ergäbe auch eine sinnnvolle Ökobilanz. Verzicht auf nicht Lebensbestimmendes, Erhalt eines gesunden Gleichgewichtes zwischen Er- und Enthaltung, eine Förderung des Umdenkens und Besinnung auf Wert eines gesunden Lebensumfeldes zeigt mehr Effizienz als Verkonsumierung und Umweltverschmutzung durch vermeintlichr Ökomaßnahme dienender Produkte in Sachen Kunstlicht und Co., Wärmeerzeuger und eventuell kommende Abwrackprämien für KFZ`s, die nicht elektrisch laufen. Eine grausige Vorstellung.

    Die vermeintliche Einsparung relativiert nicht der sinnverfehlte Entsorgung ihrer dazu dienenden Produkte, da genau das Nichtgewollte produziert wird: Einfach nur Dreck

  • SA sagt:

    Ich bin erstmal dafür, die Ampelanlage auszuschalten. Spart Strom, sowie mein und wohl vielen anderen Sprit. Ich fahre meist nachts durch Wunstorf und ich weiß nicht wie lange ich schon an roten Ampeln gestanden habe, obwohl nie ein anderes Auto in der Nähe gewesen ist.

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