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E-Scooter in Bussen und Bahnen bei Üstra/Regiobus künftig verboten

21.03.2024 • Redaktion • Aufrufe: 2983

Ein kleiner Rückschlag für die Verkehrswende: Üstra und Regiobus verbieten die Mitnahme von E-Scootern in ihren Bussen und Bahnen.

21.03.2024
Redaktion
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Dürfen ab April nicht mehr in Bussen und Bahnen mitgenommen werden: E-Scooter (Archiv)

Hannover (red). Für E-Scooter-Fahrer wird die Benutzung von Bussen und Bahnen in der Region Hannover künftig ein Stück unattraktiver: War es bislang möglich, die Roller quasi als Gepäckstück mit in Busse, Stadtbahnen oder sogar den Sprinti-Rubus mitzunehmen und auf diese Weise kurze Strecken von und zu den Haltestellen zu überbrücken, ist dies ab dem kommenden Monat nicht mehr möglich.

Das Verbot gilt ab dem 1. April 2024 in den Bussen und Bahnen von Üstra und Regiobus. Hintergrund sind Sicherheitsbedenken: Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen habe die Beförderung von Elektrotretrollern im öffentlichen Nahverkehr als Sicherheitsrisiko eingestuft und einen Beförderungsausschluss empfohlen, teilte Regiobus heute mit. Man folge dieser Empfehlung ebenso wie andere Verkehrsunternehmen. Vorgeprescht bei dem Verbot von E-Rollern waren etwa die Hamburger Verkehrsbetriebe im vergangenen Jahr.

Bei einer Beschädigung von E-Scooter-Akkus kann es zu einem Brand mit starker Rauchentwicklung kommen, der sich nur äußerst schwierig löschen lässt. 

E-Bikes dürfen weiter mitfahren

Ein erhöhtes Brand- und Explosionsrisiko soll nun auch in der Region Hannover nicht mehr eingegangen werden – im europäischen Ausland sei es in ÖPNV-Fahrzeugen bereits zu Bränden und Explosionen durch Tretroller-Akkus gekommen, so Regiobus.

E-Bikes sind von dem Verbot nicht betroffen, deren Akkus werden als sicherer erachtet. Pedelecs, E-Bikes, Elektrorollstühle und vierrädrige Elektromobile für mobilitätseingeschränkte Menschen erfüllten bereits deutlich höhere Sicherheitsanforderungen bei den Akkus, heißt es. Diese können weiterhin befördert werden.

Üstra und Regiobus ändern damit die Regeln im GVH-Verkehrsverbund im Alleingang: Die Mitnahme in S-Bahnen der Transdev Hannover ist aktuell nicht beschränkt, und auch in den Zügen der Deutschen Bahn ist die Mitnahme von E-Scootern gestattet, sofern es sich um Roller mit Straßenzulassung handelt. Letztere haben damit automatisch auch eine allgemeine Betriebserlaubnis. 
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Kommentare


  • Quer-Denker sagt:

    Ich verstehe sowieso nicht, warum Roller in unserer Gegend einen Antrieb benötigen.

  • Grit D. sagt:

    Ich gebe unumwunden zu, bezüglich einer möglichen- möglichen!- Brandgefahr der Akkus von E-Scootern zur Abteilung der Ahnungslosen zu gehören.

    So lasse ich mich gerne aufklären, weshalb gerade von diesen Teilen eine derart hohe Gefahr ausgehen soll, dass seitens #Üstra und #Regiobus ein Transportverbot ausgesprochen werden soll…

    • R. Habeck sagt:

      Ich kann SIe beruhigen, ich habe noch keinen brennenden EScooter gesehen. Aber viele brennende E Autos und E Busse (was eine Ironie).
      Aber wenn man einfach aus dem „hohlen Kopf“ heraus solche Argumente wie die Üstra anführt um Rolle loszuwerden, sollte man das doch um die viel gefährlicheren LiPo / LiIon Akkus erweitern und somit Tragbare Soundbars/ Lautsprecher und Handys mit verbannen.
      Diese Art der Akkus geht gerne mal los OHNE dass man daran manipuliert haben muss.

      NAchdem nun auch die Sprintis wieder abgeschafft werden und die Verbindung der Öffis ziemlich miserabel ist, ist es mir unverständlich wieso man sich weiter so aktiv um seine eigene Unwirtschaftlichkeit/Unattraktivität kümmert.
      Von Wunstorf nach Steinhude geht mit dem Bus. Wenn am WE auch echt bescheiden. Von Steinhude dann nach Hagenburg und wieder zurück geht gar nicht. Da war der Scooter Gold wert. Alles nun für die Katz.

      Aber ich denke der Markt wird es richten. Monatskarten-Abos werden gekündigt und andere Wege eingeschlagen. Und irgendwann freut man sich über den zahlnden Gast …..trotz escooter.

    • Rudolf sagt:

      In Norwegen werden keine E-Autos auf Fähren transportiert.

  • Kelevra72 sagt:

    Ebikes , etc. haben die gelichen , wenn nicht noch empfindlicheren Akkus verbaut. Zusätzlich haben Escooter sogar nicht nur CE Kennzeichnung songern noch eine Zulassung vom Kraftfahrtbundesamt. Was weder EBikes noch China-Handys nachweisen können.

    Ich bezeichne das mal als Willkür gegen Escooter. Mag man halt nicht. Wahrscheinlich sind die Besitzer von Ebikes und Krankenfahrstühlen angenehmeres Klientel als Escooter Fahrer.

    Rein technisch gesehen ist dieser Vergleich „Was darf noch rein und was nicht“ absoluter Schwachsinn.

    Es gibt irgendeinen anderen Grund als diesen, an den Haaren herbeigezogenen.

  • Jörg Bahr sagt:

    E-Scooter besitzen neben einer CE Kennzeichnung eine KBA-Zulassung (Kraftfahrtbundesamt) und ein Verischerungskennzeichen.
    E-Bikes, zum Teil Low-Budged-Asia-Teile sind da bedeutend unsicherer.
    Auch jedes Handy und Laptop haben weitaus gefährlichere Akkus (LiPo & LiIon) verbaut.

    Einen technischen Grund gibt es nicht. Es muss ein anderer Grund sein warum man Scooter nicht im Bus haben möchte.

    Technisch gesehen haben Scooter die meisten Prüfungen hinter sich und mehr Zertifikate was die Sicherheit betrifft als Ebikes und Co.

  • R. Habeck sagt:

    Wenn die Offis wenigstens passabel fahren würden.

    Wer von Luthe oder Wunstorf nach Hagenburg möchte, der kann dieses gg. 17:30 Uhr mit den Öffis : Dauert über eine Stunde.
    Zurück geht dann ab 21Uhr nix mehr. Erst am nächsten Morgen. Wenn man mit dem Scooter aber von Hagenburg nach Steihude fährt , kommt man dort wieder mit einem Öffi nach Hause.

    Ohne Scooter oder sich ein Ebike zu kaufen kann man sein Kind mit dem 1200,-Euro scooter nicht mehr zu Freunden fahren lassen. Da es nicht zurück kommt.

    Spannender finde ich dazu die ganzen Berichte : Brennender Hybrid Bus der Üstra (24.01.2023)

  • Kelevra72 sagt:

    Den blauen Info Kasten mit „Bei einer Beschädigung von E-Scooter-Akkus kann es zu einem Brand mit starker Rauchentwicklung kommen, der sich nur äußerst schwierig löschen lässt. “ sollte korrigiert werden:

    Akkus können bei einer Beschädigungen einen Brand auslösen. Escooter Akkus befinden sich dicht an der Erde, somit gefährdet bei Überfahren von Bordsteinen etc. Von daher und aufgrund der Zulassung sind diese besonders sicher geschützt, nicht so wie bei anderen E-betriebenen Fahrzeugen.

  • Grit D. sagt:

    Ein ehrliches fettes Dankeschön von mir für all die mir durchaus hilfreichen Kommentare, Anmerkungen wie Kritik zur Entscheidung der #Üstra und #Regiobus!

    • R. Habeck sagt:

      LiPo Akkus können sehr gefährlich sein. das steht außer Frage. Aber: Warum geh es hier nur um Verbot von Escootern? Die besitzen wenigstens eine Versicherung, Kennzeichen, Zulassung KBA. Ebikes, da kann alles mit reingenommen werden. Selbst gefrickelt, unterste China-Schublade, evtl. keine Haftpflicht des Besitzers usw.

      Es müsste doch eigentlich genau andersrum sein. Keine Ebikes, sondern nur Verischerte und zugelassene EScooter.

  • Anonymous sagt:

    Ich denke, die Brandgefahren bei allen Elektrofahrzeugen (eBikes, eScooter und eAutos) gehen von einem ungeeigneten Powermanagement der Akkuzellen aus, welche sich dadurch zu krass erhitzen und dafür nicht ausgelegt sind. Alleine die Packungsdichte dieser 18650-, 21700- oder noch neueren Zellen, ist dermaßen hoch, dass eine effektive Wärmeableitung äußerst schwierig ist. Erschwerend kommt hinzu, dass der Akku bei einem einmal in Gang gekommenen Brand den erforderlichen Sauerstoff aufgrund chemischer Reaktionen selber produziert und sich einmal „gelöschte“ Akkus auch immer wieder selbst entzünden können – ein richtiges Problem für die Feuerwehr.
    Diese Probleme gibt es bei Akku-betriebenen Werkzeugmaschinen offensichtlich nicht, weil entweder deren Powermanagement der Akkuzellen besser programmiert ist oder die Belastungskurve bei deren Einsatz eine ganz andere ist.
    Daher würde ich Akku-betriebenen Fahrzeugen bis zur endgültigen Klärung dieser Gefahren komplett die Zulassung entziehen – nicht nur den E-Scootern. Aber das ist ja in Deutschland ideologisch vollkommen unmöglich ;)

    • Kelevra72 sagt:

      So sieht es aus. Das ist auch bei E-Bussen und anderen EFahrzeugen der Fall. Wobei diese Vorwärmen und Kühlen können.

      Jetzt aber das ABER: zum einen würde ich immer den Escooter beim Transport bevorzugen. Das Teil ist mit einer Haftpflicht abgedeckt und ist durch das KBA zugelassen.

      E-Fahrräder sind zwar, genau wie Escooter, in China und teilweise LowBudged produziert, sind aber nicht mit einer Haftpflicht versehen und können auch selbst „Zusammengekloppt“ sein.

      Nur meine Vermutung: Gerade entsteht so ein Selbstläufer gegen E-Scooter. Die liegen überall herum (Leihgeräte), teilweise wird gefahren wie Sau und so gibt es viel mehr, zum Teil echt berechtigte, Aufreger und Unmut bzgl. Escooter. Verständlich.

      Jetzt blockieren die auch noch die Busse und Bahnen.

      Da ist es wohl Lobbyarbeit diese zu verbannen. Da E-Bike-Fahrer auch meist ein anderes Klientel sind.

      ich denke es ist einfach dieses „E-Scooter nerven alle“- Ding.

  • Kelevra72 sagt:

    So steht es ja auch schön in dem Info-Kasten unter dem Artikel:

    Die Mitnahme in S-Bahnen der Transdev Hannover ist aktuell nicht beschränkt, und auch in den Zügen der Deutschen Bahn ist die Mitnahme von E-Scootern gestattet, sofern es sich um Roller mit Straßenzulassung handelt. Letztere haben damit automatisch auch eine allgemeine Betriebserlaubnis.

    Das ist schon lustig.

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