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Enorme Nachfrage nach Feuerwerk in Wunstorf

28.12.2024 • Redaktion • 2 Min. • Kommentare: 8

Bereits am ersten Tag, an dem Silvesterfeuerwerk gekauft werden konnte, rissen sich die Kunden in den Wunstorfer Geschäften die Böller und Raketen fast schon aus den Händen.

28.12.2024
Redaktion
2 Min.
Silvesterknallerverkauf (Archiv) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Am heutigen Samstagmorgen spielten sich vor manchen Discountern Szenen ab, die man zuletzt während der Hochphase der Coronapandemie vor vier Jahren beobachten konnte, als Toilettenpapier knapp wurde oder die ersten Corona-Selbsttests in den Handel kamen: Menschen mit Einkaufswagen vor den noch geschlossenen Geschäftstüren warten darauf, gleich als Erste in die Märkte hineinkommen zu können.

Aber nicht auf Schnelltests oder Hygieneartikel hatten es die Wartenden abgesehen – sondern auf Feuerwerk und Böller. Am heutigen Samstag, dem 28. Dezember, war der erste Verkaufstag für Feuerwerkskörper der Kategorie F2 – das klassische Silvesterfeuerwerk.

Vor allem vor den Wunstorfer Lidl-Filialen in der Industriestraße und in der Hagenburger Straße warteten am Morgen die Feuerwerkskaufwilligen in beachtlicher Zahl – weit über 50 Personen standen allein in der Nordstadt in der Frühe an. Über Nacht campiert, um an erster Stelle zu sein, hatte jedoch offenbar niemand vor den Läden.

In den öffentlichen Verkauf gelangen zu Silvester zwei Kategorien von Feuerwerk. Zur Kategorie F1, Kleinstfeuerwerke, gehören etwa Wunderkerzen oder Knallerbsen. Feuerwerkskörper, die unter freiem Himmel gezündet werden, wie beispielsweise Böller und Raketen, gehören zur Kategorie F2 und dürfen nur an volljährige Personen verkauft werden. Außerdem muss eine deutschsprachige Gebrauchsanweisung beiliegen. Feuerwerkskörper der Kategorien F3 und F4 sind professionellen Anwendern vorbehalten und stellen in den Händen von Laien eine erhebliche Gefahr dar. Sie werden auch an Silvester nicht öffentlich verkauft und dürfen von Personen, die nicht im Besitz einer behördlichen Erlaubnis sind, nicht erworben und nicht verwendet werden.

Auch in anderen Märkten rissen sich die Kunden geradezu um Silvesterzubehör bereits früh am Samstag, manche Artikel schienen bereits vergriffen zu sein für die Spätergekommenen. Im Vergleich zu den Vorjahren schienen der Andrang und die Nachfrage um einiges größer zu sein. Sollte es sich dabei nicht nur um eine Momentaufnahme gehandelt haben, dürfte es in Wunstorf in der diesjährigen Silvesternacht am Himmel und auf den Straßen ausgesprochen laut und farbenfroh werden.

Feuerwerksverbot oder Alternativen?

In den sozialen Medien entsponnen sich angesichts der Bilder von für Feuerwerk Schlange stehenden Menschen schnell zahlreiche Debatten: Tierschutz, Kaufkraft oder der Wunsch nach einem allgemeinen Feuerwerksverbot und die Schaffung eines Zentralfeuerwerks waren dabei die Stichworte.

Aus dem niedersächsischen Sozialministerium wird unterdessen davor gewarnt, nicht zugelassenes Feuerwerk zu zünden und verantwortungsvoll mit Feuerwerkskörpern umzugehen: „Legales Feuerwerk lässt sich daran erkennen, dass es über eine Registriernummer sowie das CE-Zeichen in Verbindung mit der Kennnummer der Prüfstelle verfügt“, erklärt Sozialminister Dr. Andreas Philippi. Das Abbrennen von Feuerwerk in der Nähe von Kliniken, Kinder- und Seniorenheimen, Kirchen und brandempfindlichen Gebäuden sei verboten.

Richtiger Umgang mit Feuerwerk: Nur mit ausgestrecktem Arm anzünden und danach schnell entfernen. Nach dem Zünden ausreichend Sicherheitsabstand einhalten. Raketen mit dem Führungsstab in Flaschen stellen, gegen Umfallen sichern und so ausrichten, dass sie nicht auf Gebäude fallen können. Feuerwerkskörper nicht von Balkonen und aus Wohnhausfenstern zünden oder hinunterwerfen. Mit Feuerwerk niemals auf Menschen oder Tiere zielen. „Blindgänger“ nicht erneut zünden, sondern zunächst abwarten und dann mit Wasser übergießen und entsorgen.
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Kommentare


  • Badke, Heinz-Dieter sagt:

    Das lässt auf ein richtig tolles Silvester hoffen.

  • Petra Buchholz sagt:

    Feuerwerk soll abgeschafft werden es ist zu gefährlich für Menschen und Tieren.

    • Detlev Ulrich Aders sagt:

      Daumen hoch ! Ich bin im Tierschutzverein ehrenamtlich tätig und habe ein Haustier. Ein Feuerwerk in der Gemeinde (kommunal): okay. Dafür zahle ich auch gerne das Geld, das ich privat für Böller & Co. ausgegeben hätte. FAZIT: Kein privates Feuerwerk. Und wer mit Pyrotechnik Sch… baut: Knast. Fertig.

  • Schowun sagt:

    Sind die Wunstorfer wirklich so blöd.

    • Detlev Ulrich Aders sagt:

      Daumen hoch ! Ich bin im Tierschutzverein ehrenamtlich tätig und habe ein Haustier. Ein Feuerwerk in der Gemeinde (kommunal): okay. Dafür zahle ich auch gerne das Geld, das ich privat für Böller & Co. ausgegeben hätte. FAZIT: Kein privates Feuerwerk. Und wer mit Pyrotechnik Sch… baut: Knast. Fertig.

  • B. N sagt:

    Was ist ein tolles Sylvester?

    Sind die Knallerei mit Böllerschüssen, Kanonenschlägen und der dadurch entstehenden Umweltverschmutzung wirklich die Creme de la Creme eines jeden mündigen Bürgers?

    Wer unbedingt Kanonenschlag braucht, soll 2000 km weiter wandern, da hat er sie gratis.

    Einfach nur traurig.

  • fred sagt:

    Es ist unglaublich, in der heutigen zeit noch soetwas zu kaufen. man merkt einmal mehr das Teile der Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten stecken geblieben sind. Bei den Auto Kurztreckenfahrten zum Bäcker ists ähnlich, bloss nicht mal bewegen und ausf Rad umsteigen. Tut etwas für die Umwelt und für die Gesundheit, damit unsere Systeme nicht noch mehr belastet werden. Leider erreichen diese Komentare eh nicht die richtigen Bevölkerungsschichten.

    Guten Rutsch

    • Detlev Ulrich Aders sagt:

      Daumen hoch ! Ich bin im Tierschutzverein ehrenamtlich tätig und habe ein Haustier. Ein Feuerwerk in der Gemeinde (kommunal): okay. Dafür zahle ich auch gerne das Geld, das ich privat für Böller & Co. ausgegeben hätte. FAZIT: Kein privates Feuerwerk. Und wer mit Pyrotechnik Sch… baut: Knast. Fertig.

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