
Steinhude (red). Die Feuerwehr Steinhude wurde am frühen Freitagmorgen zu einer Rauchentwicklung in den Ferienpark in der Bleichenstraße alarmiert. Gegen 3.15 Uhr hatten Anwohner Brandgeruch und Rauch festgestellt und daraufhin den Notruf 112 gewählt.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass das Parkdeck, Treppenhaus und die Flure der darüberliegenden drei Etagen stark verraucht waren. Einsatzkräfte unter Atemschutz begaben sich unverzüglich auf die Suche nach der Ursache für die starke Rauchentwicklung, was durch abgehängte Decken und verschiedene Lüftungsschächte, in denen sich der Rauch verteilen konnte, erheblich erschwert wurde.
Zur gleichen Zeit konnten mithilfe von Hochleistungslüftern das Treppenhaus und die Flure schnell entraucht werden, so dass die Bewohner wieder einen sicheren Fluchtweg gehabt hätten. Dabei handelte sich jedoch nur um eine vorsorgliche Maßnahme: Eine Gefahr für die rund 60 Bewohner des betroffenen Gebäudeteils bestand nach Angaben der Feuerwehr nicht, alle Bewohner konnten während des Einsatzes in ihren Apartments bleiben.
Als Ursache für die starke Rauchentwicklung wurden schließlich brennende Müllcontainer in einem der Müllräume auf dem Parkdeck ausfindig gemacht. Die Feuerwehrkräfte löschten den Brand und bedeckten die Container anschließend mit einer Schicht aus Löschschaum, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Es sei bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass nicht sachgemäß entsorgter Müll für einen Brand in den Müllräumen des Ferienpark-Komplexes gesorgt hätte, teilte die Steinhuder Feuerwehr mit. Feuerwehrpressesprecher Marcel Nellesen warnte daher eindringlich: „Bitte entsorgen Sie keine Akkus, Batterien oder vermeintlich kalte Asche im Hausmüll. Vor allem vermeintlich erloschene Zigaretten stellen eine große Gefahr als Zündquelle dar.“
Neben den Einsatzkräften aus Steinhude waren auch Großenheidorner Feuerwehrkräfte vor Ort und unterstützten mit einem weiteren Hochleistungslüfter, um das Parkdeck zu entrauchen. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte mit 6 Fahrzeugen mehrere Stunden im Einsatz.
Wie rasch ein Feuer auch bzw. gerade durch eine Unachtsamkeit entstehen kann, hat dieser Brand einmal mehr gezeigt.
Niemand wird sich ernsthaft davon freisprechen wollen, nicht selbst schon mal nicht die dringend gebotene Vorsicht zwecks Brandvermeidung ausser Acht gelassen zu haben.