
Wunstorf (ds/dd). Europas größte Indoor-Garnelenfarm steht nicht irgendwo an der Küste – sondern mitten in Wunstorf. Im Ortsteil Bokeloh siedelte sich vor fünf Jahren das Unternehmen Aquapurna an und ließ damit zuletzt schlagartig auch den neuen Gewerbepark anwachsen, der am ehemaligen Bergwerk Sigmundshall nach dem Ende der Kaliförderung auf dem Areal von K+S entsteht.
Bislang gab es nur Lob und Anerkennung für das unternehmerische Engagement und die Geschäftsidee des Start-ups, in Bokeloh in großem Stil und unter ökologischen Gesichtspunkten Garnelen zu züchten. Nun aber hat die Garnelenfarm erstmals Tierschützer auf den Plan gerufen. Tierrechteaktivisten demonstrierten am vergangenen Freitagmittag am Wunstorfer Marktplatz gegen die Garnelenzucht in der Stadt.
Genau ein Dutzend Aktivisten unter dem Banner der Tierrechteorganisation Animal Rights Watch, abgekürzt „ARIWA“, hatten sich am Marktplatz postiert und riefen unter anderem zum sofortigen Stopp der Garnelenzucht in Wunstorf auf.
Die Mitglieder verteilten an die Wochenmarktbesucher und Passanten Flyer, in denen allgemein auf Grausamkeiten in der Fischzucht weltweit aufmerksam gemacht wurde. Die Garnelenzucht in Wunstorf setzt sich allerdings besonders für optimale Bedingungen für die Tiere ein und hat nachhaltige Aufzucht zum Unternehmensziel gemacht – und grausame Aufzuchtmethoden sind in deutschen Aquakulturen ohnehin verboten.
Dennoch wurde auch Aquapurna direkt adressiert – weil etwa die Tiere, die bis zu drei Jahre alt werden könnten, bereits nach nur wenigen Monaten getötet werden würden. Denn es geht den Tierschützern letztlich nicht um eine Verbesserung von Haltungsbedingungen, es geht um Grundsätzliches: Um einen tiefgreifenden Wandel im Bewusstsein für Tierschutz, der den Verzicht auf das Töten von Lebewesen einschließt und sich für eine vegane Lebensweise des Menschen einsetzt.
Den direkten Kontakt zum Garnelen-Start-up suchen die Tierrechtsaktivisten nicht – die Aktiven, wie sie sich selbst bezeichnen, wollen die Gesellschaft erreichen und informieren.


In Wunstorf waren die Tierschützer der Organisation zum ersten Mal aktiv, um die Menschen hier vor Ort zu erreichen. Deshalb hatte man auch den großen Freitagsmarkttag gewählt, an dem sich die meisten Menschen in der Wunstorfer Fußgängerzone tummeln. Das hatte jedoch eine Kehrseite: Der Marktbetrieb war ebenso der Grund, weshalb die Aktivisten nur am Rande des Stadtkirchenvorplatzes auf sich aufmerksam machen konnten.
Doch die Forderungen und Infos, die die Gruppe mitgebracht hatte, schallten über Lautsprecher verstärkt dennoch über den gesamten Marktplatz und ließen viele aufmerksam werden. Die Infoflyer wollte sich trotz freundlicher Ansprache jedoch nicht jeder in die Hand drücken lassen, Skepsis schlug den Aktivisten nicht nur von denjenigen entgegen, die gerade mit der Einkaufstüte vom Fischstand kamen.
Die Ortsgruppe von Animal Rights Watch in Hannover zählt einen Kern von gut zehn Personen – für Aktionen in der Öffentlichkeit kommen Unterstützer aus einem größeren Kreis hinzu. Auch für die Präsenz in Wunstorf hatte man sich weitere Unterstützung geholt – so waren etwa auch Tierschützer aus Hildesheim dabei.


Anlass für die Aktion in Wunstorf waren vor allem zwei Punkte: Einerseits stand der 9. Welttag für das Ende der Fischerei und Wassertierhaltung bevor – und andererseits war es die Größe der Aquakulturanlage in Bokeloh, die dazu beigetragen hatte, speziell die dortige Garnelenzucht in den Blickpunkt zu nehmen, berichteten die Aktivisten im Gespräch mit der Auepost.
Nach zwei Stunden war die Aktion in Wunstorf beendet. Am Folgetag war die Gruppe schon erneut aktiv – nun am Maschsee in Hannover, um dort ebenfalls gegen „grausame Massentierhaltung unter Wasser“, gegen Aquafarmen und Fischerei einzutreten.
Verfrühter Aprilscherz ?
Oder nur eine lustige Comedy-Truppe mit Gastspiel in Wunstorf ?
Falls der Bericht ernst zu nehmen ist, weiß man wieviel Geld die aus den NGO-Fördertopfen der noch amtierenden Bundesregierung bekommen ?
Ich hoffe, dass dieser Artikel kein Scherz ist und bedanke mich bei den Demonstranten, die nicht nur Wissen über diese Tiere besitzen, eben auch Emphatie zeigen in einer Zeit, wo Tierleben leider aufgrund menschlicher Appetitneigung sein Ende findet.
Jeder Tier hat Recht auf Leben. Wenn ein Mensch glaubt, durch Tierleben seine Geschmacksbefriedigung ungeachtet des damit verbundenen Tierleides erreichen zu müssen, fehlt wohl etwas.
Und das in einer Zeit, wo gerade der Verzicht auf diese Art Produkte längst nicht mehr belächelt wird. Manche scheinen eben immer auf gleichem Wissensstand stehenzubleiben.
Alles was mit Arbeitsplätze zu tun hat wird bestreikt ! Gesund Essen wollen auch diese Gruppen und bestreiken sowas echt lächerlich
So langsam ertrage ich keine Menschen mehr…
So viele Demos sind nur noch schwer zu ertragen, vor allem diese.
Jeder hat das Recht, dass zu essen was er mag!
Dieser Artikel gehört zu denen, die ich mir speichere um zu einem späteren Zeitpunkt intensiver zu „studieren“.
Weil ich ausgesprochen gerne Garnelen esse, dürften die Aktivisten Dieser kleinen Demo ihre „Freude“ an mir gehabt haben.
Im Ernst=
bei aller berechtigten Kritik sollte es doch bitte der eigenen Entscheidung überlassen werden, wie und mit wasch sich ernährt werden will.
So meine ganz persönliche Überzeugung, für die mir manche gerne was um meine Ohren hauen wollen. Von mir aus…