
Wunstorf/Caracas (red). Zunächst waren nur drei Maschinen vorgesehen, um Helfer und Hilfsmaterial ins Erdbebengebiet nach Venezuela zu fliegen. Doch bereits am zurückliegenden Freitag starteten dann bereits vier A400M des LTG 62 vom Fliegerhorst Wunstorf aus in Richtung Südamerika. Gegen Freitagmittag war die erste der Maschinen in Wunstorf gestartet.
Drei Transportmaschinen transportierten Ausrüstung, Hilfsgüter und die Katastrophenhelfer von THW und @fire ins Erdbebengebiet. Eine vierte Maschine war eine der „fliegenden Intensivstationen“ der Luftwaffe, eine sogenannte MedEvac-Einheit. „MedEvac“ steht für „medizinische Evakuierung“. Mit dieser können intensivpflichtige Patienten behandelt und aus Krisengebieten ausgeflogen werden.
Nach einem Zwischenstopp auf dem Flughafen von Lajes auf den Azoren – zum Nachtanken und zum Crewwechsel – landeten die Maschinen nach rund 14 Stunden Flugzeit in der darauffolgenden Nacht in Venezuela, auf dem internationalen Flughafen von Caracas, der nach vorübergehender Schließung wieder geöffnet worden war. Begrüßt wurden die Helfer und LTG-62-Crews dort vom deutschen Botschafter, Dr. Volker Pellet.


Zwei zusätzliche Militärtransportflüge waren für gestern und heute angesetzt: Ein weiterer A400M bringt Hilfsgüter der Malteser ins Erdbebengebiet, noch ein weiterer A400M fliegt ebenfalls Medikamente und Hilfsgüter.
Der von der Regierung Venezuelas über die Vereinten Nationen erbetene Hilfseinsatz ist mit den europäischen Partnern abgestimmt. In Deutschland koordiniert die Hilfseinsätze der Krisenstab der Bundesregierung.

Es ist ein Einsatz gegen die Zeit: Im Erdbebengebiet suchen die Einsatzkräfte nun gemeinsam mit vielen anderen Helfern nach Überlebenden. Unter den Trümmern eingestürzter Bauten werden noch viele Verschüttete vermutet. Deren Chancen auf Überleben schwindet mit zunehmender Einsatzdauer.
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