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Holz und Stahl ersetzen Olympia-Bänke im Zentrum

08.10.2022 • Redaktion • Aufrufe: 2124

Inzwischen steht fest, welche neuen Sitzbänke bald in der Wunstorfer Fußgängerzone stehen werden. Demnächst wird man hier nicht nur sitzen, sondern auch liegen können. Am Rathaus werden die Bänke zudem nicht nur ausgetauscht – dort entsteht erstmals eine ganze Sitzbanklandschaft.

08.10.2022
Redaktion
Aufrufe: 2124
Holz statt Drahtgitter: Die Innenstadt bekommt neue Bänke | Quelle: Auepost/Stadt Wunstorf

Wunstorf (as/ds). Sitzflächen und Rückenteile aus Holz, Trägersystem aus Stahl: Die Entscheidung für die neuen Sitzgelegenheiten in der Fußgängerzone ist gefallen. Bestellt werden Rundbänke, Hocker, Liegebänke und Sitzmöbel mit Pflanzgefäßen.

Auch ein Geschicklichkeitsspiel aus Stahl und Glas für Jung und Alt ist vorgesehen – vor dem Rathaus. Dort soll es einen neuen Bereich am Beginn der Südstraße geben, in dem alle Varianten der neuen Möblierung installiert werden.

Dem Auswahlverfahren sind eine heftige öffentliche Diskussion um den Erhalt der sogenannten Olympia-Bänke aus der Gründungszeit der Fußgängerzone und gründliche Beratungen in Verwaltung, Ortsrat Wunstorf und Werbegemeinschaft vorausgegangen. Die umstrittenen grünen Designer-Stücke wurden 1982 aufgestellt und werden überwiegend als unmodern und unpraktisch kritisiert. Im Januar präsentierte die Verwaltung eine Auswahl von drei Bankmodellen, der Ortsrat traf allerdings im Februar keine Entscheidung – nicht zuletzt deshalb, weil die Werbegemeinschaft eigene Ideen angekündigt hatte. Abwechslungsreiche Sitzelemente aus Holz und Stahl in modernem Design sollten es sein, wünschte sich der Zusammenschluss der Geschäftsleute.

Das neue Holzbankmodell führt den ursprünglichen Gedanken der grünen Drahtgitterbänke fort: Auch das neue Sitzbanksystem ist modular und lässt sich je nach Bedarf an die örtlichen Gegebenheiten anpassen. Die Bänke aus der Modellvariante "City2Connect" gibt es mit und ohne Lehne, in verschiedenen Aufbauten und auch als Rundanordnung, um etwa Bäume zu umfassen. Auch am Rathaus soll eines der großen Rundmodelle aufgebaut werden. 
Die Bankvarianten, die am Rathaus aufgebaut werden sollen | Quelle: Stadt Wunstorf

Holz-Stahl-Kombi macht das Rennen

Die Suche der Stadtverwaltung hatte Erfolg, erfuhr die Auepost am Freitag. Zwei Modelle der Firma Hess aus Villingen-Schwenningen aus der Serie Public Outdoors Creations kamen in die engere Wahl und wurden Werbegemeinschaft und Ortsrat in einem „Verwaltungstermin“ vorgestellt. Am Schnitterinnen-Brunnen, so berichtet Stadtsprecher Alexander Stockum, habe es im Juli ein „Probesitzen“ gegeben. Stadtverwaltung, Ortsrat und Werbegemeinschaft einigten sich auf eine Bankversion und weitere Elemente. Die Bestellung wird zurzeit vorbereitet. Die Sitzmöbel sollen knapp 76.000 Euro kosten, das Spielgerät weitere 4.000 und die neuen 21 Abfalleimer insgesamt 21.000 Euro.

Das Grundmodell des neuen Banktyps – dazu kommen auch noch doppelseitige Ausführungen, Liegevarianten oder Hocker im selben Design | Quelle: Stadt Wunstorf

Die öffentliche Ausschreibung für die Abfallbehälter steht noch aus. Die Stadt kalkuliert mit Gesamtkosten von fast 125.000 Euro. 90 Prozent dieser Summe werden aus Zuschüssen gedeckt, die die Stadt innerhalb des Sonderprogramms „Perspektive Innenstadt“ vom Land Niedersachsen erhält.

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Kommentare


  • G. Taro sagt:

    Bezahlt die Werbegemeinschaft die neuen „Sitzmöbel“? Nein, natürlich nicht! Es ist der Steuerzahler: zu 90% durch das Land Niedersachsen und zu 10% durch die Stadt Wunstorf. Warum wird der Werbegemeinschaft dann ein Sonderrecht bei der Entscheidungsfindung eingeräumt? Okay, ich räume ein, dass diese Frage rein rhetorisch gemein ist, genauso wie die Frage, wem gehört die Stadt. Das Verhalten der städtischen Administration ist, wieder einmal!, provinziell und peinlich.

  • Birgit sagt:

    Mein erster Gedanke war: Schade um die Bäume, deren Holz herhalten muss.

    Es ist 1. sehr unwahrscheinlich, dass die Belandschaftung über die vielen leerstehenden Geschäfte hinwegzutäuschen vermag, 2. ebensowenig, dass die teuere Bestuhlung mehr potentielle Einkaufende schaffen wird. Es ist einfach nur schade um die Bäume.

    Nicht zu vergessen sind die aufkommenden Instandhaltung- und Reinigungskosten durch unsachgemäße Nutzung oder als Abfalleimer (siehe geplante Blumentöpfe).

    Die Stadt als Wirtschaftsfaktor dadurch attraktiver zu machen durch eine „Sitzlandschaft“ oder „neue Mülleimer“ oder „ähnliches“ bedarf wirklich einer Überlegung und das nicht nur durch den Laien.

  • Basti g. sagt:

    Dauert bestimmt nicht lange dann werden die neuen bänke beschmiert sein !

    • netzwerkertom@gmail.com sagt:

      Holzoberflächen lassen sich gut spanabhebend bearbeiten.

    • SA sagt:

      Kein Problem, kommen halt neue… Geld ist anscheinend für so ein Müll genügend da. Oder irgendwann wird man sagen: Hey, die neuen Bänke werden ja nur noch als Fussabtreter genutzt. Das ist uns zu teuer, jetzt kommen sie weg…

  • netzwerkertom@gmail.com sagt:

    Das kann und ist doch nicht im Sinne der Mehrheit der Wunstorfer Bürger sein.

  • Wunni sagt:

    Abgesehen von dem etwas moderneren Design sehe ich in den neuen Bänken nur Nachteile. Das Holz verwittert und ist in spätestens 2 Jahren vollkommen grau. Außerdem kann es beschmiert, geschnitzt und verkratzt werden. Die Holzbänke trocken nach Regen nicht so schnell ab und irgendwann fängt auch das härteste Holz an zu verrotten, wenn es nicht regelmäßig behandelt wird. Vierzig Jahre werden die sicher nicht halten, so wie die bisherigen Bänke.

  • Katrin sagt:

    Ich finde die Bänke wunderschön. Endlich mal weg von dem altbackenen 80er Jahre Style.

  • T. Tesch sagt:

    Auf den ersten Blick sehen die Dinger ziemlich unbequem aus.

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