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In Lebensgefahr: Polizistin springt zur Rettung einer Frau in die Wunstorfer Westaue

19.02.2026 • Redaktion • 2 Min. • Kommentare: 1

Bei eisigen Wassertemperaturen kam es am Donnerstag an der Westaue mitten in Wunstorf zu einem Notfall. Eine Polizistin wurde zur Lebensretterin.

19.02.2026
Redaktion
2 Min.
Rettungseinsatz an der Westaue | Quelle: Süß

Wunstorf (red). Die Nachricht über einen Vorfall an der Westaue-Brücke an der B441 in Wunstorf war am Donnerstag schnell Stadtgespräch, und rasch verbreiteten sich die wildesten Gerüchte: Ein Kind sei in die Aue gefallen, ein Unglück sei in der Nähe der IGS geschehen oder ein Toter sei im Wasser gefunden worden. Diese und ähnliche Annahmen wurden über Messenger und Social-Media-Gruppen verteilt.

Denn der Einsatz der Rettungskräfte war nicht unbemerkt geblieben: Am Nachmittag rückten Polizei, Rettungsdienst und zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge zur Westaue aus. Es war keine Übung und kein Fehlalarm, und tatsächlich befand sich ein Mensch in Lebensgefahr: Eine Frau war am Nachmittag von der Westauebrücke nahe des Medicum in die Westaue gesprungen.

Die Situation war beobachtet worden, so dass die Polizei bereits kurz darauf mit mehreren Streifenwagen vor Ort war. Feuerwehr und Rettungsdienst trafen wenig später ein. Die Frau war jedoch bereits im Wasser abgetrieben worden, der Fluss fließt an dieser Stelle in Richtung Blumenau. Die Retter suchten sich daher Wege entlang des Auedamms. Dort standen dann Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht, was von weiteren Menschen beobachtet werden konnte.

Polizistin handelt

Eine Polizeibeamtin der Polizei Wunstorf bewies unglaublichen Einsatz und stieg noch vor Eintreffen der Feuerwehr ebenfalls in den eiskalten Fluss, um der im Wasser treibenden Frau unmittelbar zu Hilfe kommen zu können.

Etwa auf Höhe der IGS gelang es auf diese Weise, die zu ertrinken drohende Frau schnell aus dem Wasser zu ziehen. Damit brachte sich die Beamtin selbst in Lebensgefahr, wurde gleichermaßen jedoch zur persönlichen Lebensretterin.

Über entsprechende Schutzausrüstung für Hilfeleistungen direkt im Wasser verfügen nur spezialisierte Einsatzkräfte, beispielsweise Feuerwehrtaucher. Diese wurden zum Notfall in Wunstorf tatsächlich mitalarmiert, konnten den Einsatz dann jedoch abbrechen.

Polizei und Rettungsdienst brachten die stark unterkühlte Frau auf einer Trage in den bereitstehenden Rettungswagen. Die Gerettete wurde nach Erstversorgung anschließend in ein Krankenhaus gebracht.

Die Auepost berichtet aus sozialpsychologischen Gründen grundsätzlich nicht über Vorfälle dieser Art, außer es treten besondere Umstände hinzu.
Bei Suizidgedanken: Die Telefonseelsorge unter 116-123 oder 0800-1110111  anrufen, den Notruf 112 wählen oder in die Notaufnahme eines Krankenhauses gehen!
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Kommentare


  • Wurzelbert sagt:

    An der Stelle sei nochmal auf den Unfall im Winter auf dem Steinhuder Meer erinnert, bei dem ein Passant ums Leben kam, der versucht hatte, einen verunglückten Eissegler (?) zu retten.
    Die Gefahr ist also alles andere als abstrakt, was einerseits den Respekt für die Polizistin vergrößert, andererseits aber auch vor Nachahmungen warnen sollte

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