Wunstorfer Auepost
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Je länger die Tage, desto später die A400M-Trainingsflüge

22.05.2026 • Redaktion • 1 Min.Kommentare: 2

Trainingsflüge unter Nachtsichtbedingungen beim LTG 62 sind nur bei vollständiger Dunkelheit durchführbar. Deshalb sind die A400M-Maschinen des Wunstorfer Fliegerhorstes nun auch wieder zu späterer Stunde unterwegs.

22.05.2026
Redaktion
1 Min.

Wunstorf (red). In der Woche ab dem 25. Mai 2026 finden weitere Trainingsflüge mit Nachtsichtbrillen rund um den Fliegerhorst Wunstorf statt. Am Mittwoch und am Donnerstag wird zwischen 21 Uhr und etwa Mitternacht eine A400M-Maschine in der Luft sein zur Weiterbildung der Piloten. Ziel der Trainingsflüge ist die taktische Aus- und Weiterbildung der Besatzungen mit dem Schwerpunkt des Fliegens unter Nachtsichtbrillenbedingungen.

Bei einem solchen Trainingsflug im vergangenen Jahr war die Auepost dabei – daraus entstand die Reportage „Niedersachsen durchs Nachtsichtgerät“, die zeigt, was die Besatzungen bei diesen Flügen leisten. So ähnlich werden die A400M-Crews auch jetzt wieder unterwegs sein.

Das Luftfahrzeug wird sich im Rahmen dieses Trainings sowohl in der Platzrunde und für taktische An- und Abflüge, aber auch abseits des Flugplatzes für den Streckenflug aufhalten.

Länger werdende Tage machen Nachtflüge nötig

Durch die später einsetzende Dunkelheit und die erfolgte Zeitumstellung auf die Sommerzeit können die für die Ausbildung erforderlichen Trainingsflüge unter Nachtsichtbedingungen derzeit nur in den späteren Zeitbändern durchgeführt werden, wenn bereits die volle Dunkelheit eingetreten ist.
Das LTG 62 ist bestrebt, die Belastungen für die Bürger auf das für die Erfüllung der Aufträge erforderliche Maß zu beschränken.

Daher wird auch darauf geachtet, die Flugbewegungen über verschiedenen Gebieten durchzuführen und besiedelte Gebiete nach Möglichkeit zu umfliegen.

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Kommentare


  • Anonym sagt:

    Seit Stunden nun beobachte ich in Flightradar24 eine Vulcanair P68C – ein sechssitziges, zweimotoriges Hochdeckerflugzeug mit Festfahrwerk – dreht aus Dortmund kommend, welche merkwürdige Runden über dem Steinhuder Meer, Wunstorf und Umgebung dreht und dehnt dabei die geflogenen Strecken systematisch immer weiter aus.
    Frage: Suchen die irgendetwas Spezielles? Irgendeinen bösen Russen-Sender?
    Denn: Es ist keine A400M, die hier irgendwelche Übungsflüge wie sonst immer durchführt, es ist ein kleines, sechssitziges Spezialflugzeug, was systematisch ein Gebiet durchkämmt.

    Das hier ist die Nussschale:Von Bidgee, CC BY-SA 3.0 au, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34639514

    Das erinnert mich stark an die „Operation Hamster – Ein Meisterstück der DDR-Spionageabwehr Beeskow Funkelektronische Aufklärung“, welches in einem hochinteressanten youtube-Video hier zu sehen ist: ca. 30 Minuten wie ein Krimi:
    https://www.youtube.com/watch?v=cGl_2pUWQHA

    Der DDR-Spionage-Abwehr fiel damals ein vollkommen unbekanntes Sendesignal auf, welche aller paar Wochen für nur ein paar Sekunden sendete. Das mussten sie lokalisieren und fanden es in der Nähe eines Raketenstützpunktes bei Beeskow in der Nähe von Berlin. Es war ein US-amerikanisches Gerät, welches alle Boden-Erschütterungen rund um den russischen Stützpunkt bei Beeskow aufzeichnete, es als Truppenbewegung erkannte und es dann nach Westberlin an die US-Truppen sendete. Die DDR-Spionageabwehr grenzte das Gebiet immer mehr ein und haben es dann im Waldboden bei Beeskow gefunden.

    Das, was ich gerade an Flugbewegungen dieser merkwürdigen Vulcanair P68C sehe, erinnert mich sehr stark an eine solche Suchaktion, denn kein Privatmann dreht in einer sechsitzigen Maschine mit Freunden solche seltsamen Schleifen.

    Wer schnell ist kann sich das Ganze im Moment live anschauen:
    Gehe auf
    https://www.flightradar24.com/DGMAP/3fdbbaef
    und zoome heran.

    So einen systematischen Rasterflug habe ich über Wunstorf und Umgebung selbst bei den A400M noch nicht beobachten können.

    • Andreas sagt:

      Das Muster sieht tatsächlich auffällig aus, aber es passt ziemlich gut zu einem normalen Vermessungs-/Geodatenflug.
      Die Kennung D-GMAP wird bei Flightradar24 als Vulcanair P68C von Aerowest Photogrammetrie geführt. Aerowest selbst listet genau diese Maschine auf seiner Bildflug-Seite als Vermessungsflugzeug; dort geht es um Luftbilder, Geodaten, digitale Karten und 3D-Stadtmodelle. Typisch dafür sind genau solche parallelen Rasterbahnen mit Überlappung.
      Aus dem Flugmuster allein kann man nicht sicher sagen, ob es LiDAR, Photogrammetrie, Schrägbilder, Orthofotos oder eine andere Sensorik war. Aber die naheliegende Erklärung ist erst einmal ein professioneller Bild-/Vermessungsflug — nicht eine Funkaufklärung nach einem geheimen Sender.
      Also: spannend beobachtet, aber vermutlich deutlich weniger „Operation Hamster“ als es auf den ersten Blick wirkt.

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