Wunstorfer Auepost
[Anzeige]

Neuer Kommodore: Wer ist Oberst Markus Knoll?

20.01.2024 • Daniel Schneider • Aufrufe: 4906

„Ja, wirklich“, sagt der neue Kommodore des LTG 62 auf dem Wunstorfer Fliegerhorst, es sei ein Traumstandort. Im Gespräch mit der Auepost erzählt Oberst Markus Knoll, warum er sich diesen Posten gewünscht hat.

20.01.2024
Daniel Schneider
Aufrufe: 4906
Wunstorfs neuer Kommodore: Oberst Markus Knoll | Foto: Dirk Dombrowski

Wunstorf (ds). Der wahrscheinlich begehrteste Dienstposten für einen Flieger – Kommodore eines Geschwaders. Das sagte Oberst Markus Knoll selbst während seines Antritts auf dem Fliegerhorst Wunstorf. Es ginge für ihn ein Traum in Erfüllung, so der 46-Jährige dort vor dem angetretenen Geschwader und Gästen. Er freue sich darauf, die Erfolgsgeschichte des modernsten militärischen Transportflugzeuges am Standort des Lufttransportgeschwaders (LTG) 62 fortzuschreiben. Als Jahrgang 1977 zählt Knoll zu den bei Dienstantritt jüngsten Kommodores in der Geschichte des hiesigen LTG. Er ist verheiratet und hat drei Söhne.

Doch wie wird man Kommodore, also Kommandeur eines Geschwaders der Luftwaffe, in Wunstorf? Für Knoll begann es im Jahr 1996 mit dem Eintritt in die Bundeswehr als Offiziersschüler im bayerischen Fürstenfeldbruck. An der Universität der Bundeswehr in München absolvierte er ein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik, begann danach die fliegerische Ausbildung – seit der Jahrtausendwende sitzt er in Flugzeugen. Ab 2003 flog Knoll dann die Transall beim LTG 61 in Penzing. Fünf Jahre später stellte er mit einer Generalstabsausbildung die Weichen für spätere Stationen auf Kommandoebene, wurde Staffelkapitän beim LTG 61. Köln und Berlin folgten als Dienststandorte, seit 2015 war Knoll in Berlin auf unterschiedlichen Posten, zuletzt im Bundesverteidigungsministerium, wo er Leitungsfunktion im Planungs- und Führungsstab innehatte. Er war Referent und Referatsleiter beim Kommando der Luftwaffe und Referent im Verteidigungsministerium, unter anderem im Bereich strategischer Rüstungsteuerung.

„Wollte immer Verbandsführer werden“

Sein militärischer Lebenslauf weist ihn als Wissenschaftler und Strategen aus – wird der Führungsstil beim LTG 62 nun „akademischer“? Nach der Begrüßung der Gäste auf dem Empfang zum Dienstantritt nimmt sich Knoll einen Moment Zeit für die Auepost und muss über diese Frage lachen: „Das denke ich nicht, ich glaube, dass ich den akademischen Stil mit der Stabsarbeit hinter mir gelassen habe“, sagt er lächelnd. Beim LTG soll sich menschlich gesehen nichts ändern. Das hatte er auch bereits mit seinem Steve-Jobs-Zitat („Great things are never done by one person“) anklingen lassen.

Oberst Markus Knoll | Foto: Dirk Dombrowski

Auf das Stichwort „wahr gewordener Traum“ haben ihn viele der Gratulanten angesprochen, auch wir haken noch einmal nach: Ist wirklich ein Wunsch in Erfüllung gegangen? Knoll strahlt aus jeder Pore und bestätigt: „Ja, wirklich.“ Das LTG 62 sei ein Traumverband, Wunstorf ein Traumstandort. „Ich wollte immer Verbandsführer werden“, sagt der Oberst. Er habe als Ordonnanzoffizier bei Oberst Bette in Penzing angefangen und damals gedacht: „Den Job möcht ich auch mal haben.“

Nun hat er ihn – und folgt seinem ehemaligen Vorgesetzten damit tatsächlich auf Umwegen auch geographisch auf dessen einstigen Posten: Oberst Ludger Bette war von 2014 bis 2020 ebenfalls Kommodore des LTG 62 in Wunstorf gewesen.

[Anzeige]

[Anzeigen]
Auepost wird unterstützt von:

Kommentare


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kontakt zur Redaktion

Tel. +49 (0)5031 9779946
info@auepost.de

[Anzeigen]

Artikelarchiv

Auepost auf …