
Wunstorf/Klein Heidorn (red). Am Freitagnachmittag kam es in der Kernstadt Wunstorf sowie in Klein Heidorn zu zwei sogenannten Kettentrickdiebstählen, die auch als Goldkettentrick bekannt sind. Dabei gingen die Täter ausgesprochen dreist vor.
Gegen 16 Uhr kam es in der Kolenfelder Straße zur ersten Tat. Opfer wurde eine 69 Jahre alte Frau: Eine etwa 35-Jährige sprach die Passantin an und fragte nach dem Weg zu einem Krankenhaus. Nachdem die 69-Jährige den Weg erklärt hatte, bedankte sich die Auskunftssuchende überschwänglich – und wollte sich sogar mit einem Geschenk bedanken. Die Passantin ahnte nichts Böses, als sie von der Täterin umarmt wurde und diese ihr zum Dank eine Kette um den Hals legte.
Beides war aber nur reine Ablenkung: Während der Frau in der Kolenfelder Straße die Kette umgelegt wurde, verschwand im selben Moment ihre andere Goldkette, die sie bereits um den Hals getragen hatte. Die war richtig wertvoll, die Täterin hingegen hatte ihr nur wertloses Metall geschenkt. Den Diebstahl bemerkte die auf diese Weise Bestohlene erst, als die Täterin schon wieder verschwunden war. Die Trickdiebin war in ein Fahrzeug eingestiegen, in dem noch zwei andere Personen gesessen hatten.
Etwa zur selben Zeit kam es in der Heidorner Straße in Klein Heidorn zu einer sehr ähnlichen Tat. Hier wurde eine 82-Jährige Opfer. Die Holzmindenerin, welche zu Fuß auf dem Gehweg unterwegs war, wurde ebenfalls nach dem Weg zum Krankenhaus gefragt.
Dazu hatte sie ein Mann aus einem haltenden Auto heraus angesprochen und dabei sehr hektisch getan. Anschließend stieg wieder eine 35-Jährige Frau aus, bedankte sich überglücklich und wollte der Seniorin eine wertlose Halskette anlegen.
Dabei verschwand die wertvolle Goldkette des Opfers. Auch die Holzmindenerin, die völlig überrumpelt war, bemerkte den Diebstahl ihrer echten Kette erst, als das Auto mit der Trickdiebbande schon wieder weggefahren war.
Die Beschreibungen der Täterinnen sind in beiden Fällen sehr ähnlich. Es handelte sich um eine kleine und schlanke Frau Mitte 30. Sie sprach mit Akzent, vermutlich osteuropäischem, und hatte einen dunklen Teint.
Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei Wunstorf bittet möglich Zeugen oder andere Betroffene, die ebenfalls auf diese Weise angesprochen oder Opfer einer solchen Tat wurden, sich beim Kommissariat Wunstorf unter Telefon (05031) 96940 zu melden.
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