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Taekwondo: Mit 14 zum schwarzen Gürtel

11.12.2022 • Redaktion • Aufrufe: 1130

Beim Ji-Do-Kwan Wunstorf trainiert nun ein weiterer Träger des schwarzen Gürtels: Der 14-jährige Arthur Hildebrandt aus Wunstorf hat im Taekwondo den ersten Meistergrad erreicht.

11.12.2022
Redaktion
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Danträger Arthur (Mitte) mit Andreas Thiel und Heidi Reh | Foto: privat

Wunstorf (red). Der Wunstorfer Traditionsverein für Taekwondo hat einen neuen Schwarzgurt, einen sogenannten Danträger, in seinen Reihen: Arthur Hildebrandt legte bei der jährlich stattfindenden Landesdanprüfung in Gehrden seine Prüfung zum ersten Dan ab. Es war das langersehnte und verdiente Ergebnis einer schweißtreibenden, physisch wie psychisch anspruchsvollen Prüfungsvorbereitung für den Jugendlichen aus Wunstorf. Arthur ist erst 14 Jahre alt und hat als Gymnasiast auch gewisse schulische Verpflichtungen. Aber diese traten an diesem besonderen Tag in den Hintergrund.

Prüfung in Gehrden

Nach einer relativ schlaflosen Nacht wurde Arthur von seinem Trainer Andreas Thiel abgeholt. Nun ging es nach Gehrden, wo die Erste Vorsitzende des Ji-Do-Kwan, Heidi Reh, bereits aufgeregt wartete. Nach dem Aufwärm- und Dehnprogramm stellten sich die 15 Prüflinge zum Angrüßen auf. Die Prüfungskommission bestand aus drei Prüfern, dem Vizepräsident Technik der Niedersächsischen Taekwondo Union (NTU) Rainer Tobias, dem Vizepräsident Vollkontakt der NTU Wolfgang Kiss und Stephanie Bombleski. Einleitende Worte fand der Prüfungsreferent der NTU Maik Glockemann.

Der Wunstorfer Prüfling war in der ersten von drei Gruppen. Im Rahmen des Formenlaufes musste Arthur neben seiner Prüfungsform noch zwei weitere Formen zeigen, bevor es in den Einschrittkampf ging. Bei diesem Element werden nach den Angriffen des Prüfungspartners verschiedene Techniken in traditioneller Anwendung gezeigt. Anschließend legten die Prüflinge ihre Schutzausstattungen an. Jeder Prüfling hatte nun die Aufgabe, drei Runden Vollkontaktkampf von jeweils 90 Sekunden zu absolvieren – eine extrem anstrengende Mission, bevor es zur Selbstverteidigung ging.

Aufschub beim „Bruchtest“

Hier wurden die Prüflinge durch Schläge, Tritte, Würgegriffe von vorne und rückwärts angegriffen, auch aus der Bodenlage musste sich der Verteidiger befreien. Für die jugendlichen Dananwärter war die Prüfung an dieser Stelle beendet; für die über 15 Jahre alten Prüflinge stand danach noch der spektakuläre Bruchtest auf dem Programm. Dieser Herausforderung wird sich Arthur dann stellen, wenn er die Prüfung zum zweiten Dan-Grad ablegt.

Wie anspruchsvoll die Prüfung zum Schwarzgurt ist, zeigt der Umstand, dass nicht alle Angetretenen in Gehrden bestanden: Vier Prüflingen gelang es nicht, die verlangte Leistung zu zeigen, so dass sie ihr angestrebtes Ziel an diesem Tag nicht erreichten.

Das Ji-Do-Kwan Wunstorf sprach einen besonderen Dank an das Trainerteam aus, das Arthur auf seinem langjährigen Weg zum schwarzen Gürtel begleitet hatte – allen voran Andreas Thiel, der in der intensiven Vorbereitung der letzten Monate viele Extra-Wochenenden mit seinem Schützling verbrachte. Man arbeite beim Verein engagiert daran, jeden an sein individuelles Ziel zu bringen. Und wenn ein Meistergrad erreicht sei, habe sich die alte Weisheit erfüllt: „In jedem Schwarzgurt steckt ein Weißgurt, der niemals aufgegeben hat!“

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Kommentare


  • Birgit N. sagt:

    Respekt! In solch jungen Jahren diese Auszeichnung zu erhalten, ist bewundernswert. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, in eben einer dieser anderen Kampfsportarten über gewisse „Grade“ hinauszukommen.

    Super gemacht!

  • Heike Bartels sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zur hervorragenden Leistung !

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