
Wunstorf (red). Nach dem Osterwochenende beginnt der Baustart für die Fledermausbrücke über die künftige Nordumgehung in der Nähe der Waldgaststätte Alten’s Ruh am Hohen Holz.
Wie die zuständige Landesstraßenbaubehörde (NLStBV) mitteilt, wird zunächst als Vorbereitung für die Baumaßnahme eine neue Zufahrt geschaffen. Diese befindet sich am Verbindungsweg kurz vor den Tennisplätzen.
Der Bau der Zufahrt wird am 22. und 23. April vorgenommen – am kommenden Dienstag und Mittwoch wird damit keine Durchfahrt mit dem Auto zur Waldgaststätte oder zum Tennis-Club Wunstorf möglich sein. Die dortigen Parkplätze können somit auch nicht erreicht werden. Die Waldgaststätte liegt unmittelbar am Waldrand am Beginn des Hohen Holzes.
Die ausführende Baufirma soll laut Plan am Dienstagmorgen mit den Arbeiten beginnen. Da witterungsbedingte Verzögerungen im Bauablauf nicht ausgeschlossen werden können, ist es möglich, dass sich die Fertigstellung zum 23. April auch verzögert.
Nach Abschluss der Arbeiten werden Tennisverein und Waldgaststätte über die neue Zufahrt dann jedoch wieder uneingeschränkt erreichbar sein.
Die Fledermausbrücke ist Teil der Naturschutzmaßnahmen, die während des Baus der Nordumgehung mitgebaut werden. Es handelt sich um eine Querungshilfe nur für Fledermäuse – Menschen können sie nicht benutzen. Das Bauwerk überspannt später die Bundesstraße und soll verhindern, dass die nachtaktiven Tiere direkt über die Fahrbahn fliegen. Bislang sind Fledermäuse dort entlang der vorhandenen Baumreihen unterwegs und sollen in der Brücke eine vergleichbare künstliche Orientierung finden.
Hoffentlich wissen das auch die Fledermäuse. Eine teure und unsinnig Inverstition
Gäbe es keine Umgehungsstraße, wäre diese Brücke nicht notwendig.
Eine verbesserte Ampelschaltung, wie einige Städte zeigen, hätte die Problematik Innerorts gemindert, wenn nicht sogar gelöst.
Ebenso die Verringerung von ungemein lang anhaltender Baustellenarbeiten.
Die Umgehungsstraße wird, da pflichte ich B bei, neue und große Probleme aufwerfen. Raserei und Lärm ohne Ende.
Diese Straße wird definitiv nicht nur genutzt von den Pendlern, die bislang die Innenstadtdurchfahrt benutzten. Ebenso wird der Schwerlastverkehr mal eben „ausweichen“. Viele werden dennoch weiter innerorts bleiben, der Infrastruktur wegen. Durch die Autobahnzubringer gezwungen, können manche gar nicht anders. Vom Tourismusverkehr ganz zu schweigen. Arme Anwohner der Räderstrecke. Eine zweite B6?
Die Durchschneidung von der zur Erholung dienenden Natur und dichte Lage an Gebieten, wo Menschen bislang ruhig wohnten, Missachtung Wiesen- und Ackerlandschaften und Tieren sowieso. Da ist es nur recht und billig, den Fledermäusen entgegenzukommen. Denn diese Tiere können dafür nichts.
Diese Umgehungsstraße wird den Frieden nicht bringen. Die Erleichterung durch sie wird de facto nichts bringen. Und das, was an Schäden durch sie entsteht, bedeutet langfristig gesehen, Ungemach auf vielen Seiten.
Abwarten.
Ich will die Verkehrsbelastung im Stadtgebiet nicht kleinreden, aber:
Wenn die Nordumgehung eines Tages in ihrem Bau vorangeschritten sein wird, werden sich viele noch erschrecken, was solch ein Bauwerk im Charakter einer Autobahn für Ruhesuchende im Wunstorfer Norden und im Bereich Klein Heidorn und Blumenau so bedeutet.