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Wieder Wohngeldstau in Wunstorf

27.06.2025 • Redaktion • 2 Min. • Kommentare: 5

Anträge auf Wohngeld dauern derzeit in Wunstorf länger – die Stadtverwaltung ist in diesem Bereich überlastet und bittet die Betroffenen um Geduld.

27.06.2025
Redaktion
2 Min.
Die Wohngeldstelle befindet sich im Wunstorfer Rathaus (Archiv) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Die städtische Wohngeldstelle in Wunstorf kommt erneut an die Belastbarkeitsgrenze: Aktuell bittet die Stadtverwaltung um Verständnis, wenn es zu längeren Wartezeiten bei der Bearbeitung von Wohngeldanträgen kommt. „Aufgrund personeller Engpässe und der anstehenden Urlaubszeit kann es aktuell zu längeren Wartezeiten kommen“, heißt es dazu aus dem Rathaus.

Man wisse, dass viele Antragsteller auf eine zügige Bearbeitung angewiesen seien und arbeite „mit Hochdruck daran“, die Anträge so schnell wie möglich zu bearbeiten. Offenbar häufen sich jedoch bereits die Rückfragen von Wartenden derart, dass die Stadt darum bittet, von Nachfragen abzusehen: „Um Abläufe nicht zusätzlich zu verzögern, bitten wir freundlich darum, von Rückfragen zum Bearbeitungsstand abzusehen.

Sobald der Antrag bearbeitet sei, erhielten alle Antragsteller automatisch eine schriftliche Mitteilung. Finanzielle Nachteile müssen die Antragsteller infolge der Verzögerung nicht befürchten: Wenn der Antrag bewilligt wurde, werden schon verstrichene Monate nachgezahlt – die Betroffenen erhalten dann eine größere Summe auf einmal.

Viele Anspruchsberechtigte

Bereits vor zweieinhalb Jahren war es zu einem Wohngeldstau in Wunstorf gekommen – damals hatten Antragsteller teils monatelang auf die Bewilligung und Auszahlung warten müssen. Einige Betroffene hatten deswegen sogar Anwälte eingeschaltet. Die Stadt reagierte mit geänderten Bearbeitungszeiten und der Einstellung von weiterem Personal, um die Lage in den Griff zu bekommen.

Wohngeldberechtigt sind Haushalte beispielsweise, wenn sie keine Unterstützung vom Jobcenter beziehen, das persönliche Einkommen aber dennoch so gering ist, dass die Miete eine zu hohe Belastung darstellt. Wohngeld schließt hier eine Lücke und verhindert, dass Haushalte gezwungen sind, Bürgergeld zu beantragen. Seit Anfang 2023 hat sich der Kreis der Wohngeldberechtigten zudem stark erweitert, da die Grenzwerte mit einer Wohngeldreform gesetzlich angepasst wurden. Der Antrag wird jedoch nicht vom Jobcenter bearbeitet, sondern von der Kommune.

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Kommentare


  • TBM sagt:

    Ich frage mich, was in Wunstorf noch klappt.
    Wie hat man das früher nur hinbekommen? Ohne Computer aber mit motiviertem Personal.
    Aber wahrscheinlich versucht man gerade die wertvolle Zeit zu verschwenden, um die KI zu füttern, damit bald gar nix mehr geht.
    Ein Hoch auf die Zukunft. Die Liste der Katastrophen wird jedenfalls täglich länger.

  • Joachim sagt:

    Bürgermeister, Wirtschaftsförderer und Citymanagerin feiern gleichzeitig die City-Beach-Eröffnung.
    Drei Vertreter der Stadt feiern ein Event und die Wohngeldstelle ist am Absaufen.
    Es lässt uns nur erahnen, wie es hinter den Kulissen aussieht.

    Personal-Einsatzplanung as it’s best.

    • Oberpfleger Willi sagt:

      Wollen Sie wirklich, dass die Wirtschaftsförderung Ihren Wohngeldantrag bearbeitet?

      • Joachim sagt:

        Natürlich nicht, Willi!

        Aber brauchen wir neben einem Wirtschaftsförderer eine Citymanagerin, wenn wir nicht einmal das Geld für ausreichend Wohngeldsachbearbeiter haben?

        Mir wäre es lieber, die Stadt konzentriert sich auf ihre wesentlichen Aufgaben (hier Zahlung von Sozialleistungen) und nicht auf die Bespaßung Ihrer Einwohner.

  • Andrea sagt:

    „Wegen der Urlaubszeit“
    Es gibt jetzt schon Rückstände, weil bald mehrere Mitarbeiter gleichzeitig in Urlaub gehen?

    1. wieso können so viele gleichzeitig in Urlaub gehen?
    2. wieso gibt’s schon vorher Rückstände? Haben die in ihrer Vorfreude gemeinsam in Katalogen geblättert?

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