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Wunstorfer Polizei mit absichtlichem Blackout

06.01.2026 • Redaktion • 2 Min. • Kommentare: 6

In der kommenden Woche schaltet sich das Wunstorfer Kommissariat selbst den Strom ab. Stattdessen wird das Notstromaggregat angeworfen. Es ist ein Härtetest für den Ernstfall. Aus Wunstorf helfen unterdessen THW-Spezialisten bei der Bewältigung des Blackouts in Berlin.

06.01.2026
Redaktion
2 Min.
Das Wunstorfer Kommissariat hat eine autarke Stromversorgung (Archiv) | Foto: Schneider

Wunstorf (red). Nach dem Anschlag auf Starkstromleitungen im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf sitzen derzeit nach wie vor viele Menschen im Südwesten der Hauptstadt ungewollt im Dunkeln, haben keinen Strom, kein Warmwasser und keine Heizung. Auch aus Niedersachsen kommt Hilfe: Unter anderem aus dem THW-Ortsverband Wunstorf trafen am Montagabend Zivilschützer aus der Elektrofachgruppe in Berlin ein, um in dem betroffenen Gebiet mit Notstrom zu unterstützen.

Auch in Wunstorf wird es in der kommenden Woche zu einem Blackout kommen, allerdings geplant und in einem speziellen Bereich: Das Polizeikommissariat Wunstorf wird sich ab Montag, den 12. Januar, bis zum darauffolgenden Freitag selbst den Strom abschalten.

Hintergrund ist eine Blackout-Simulation, ein sogenannter Schwarztest. Wie andere Standorte der kritischen Infrastruktur hat auch das Wunstorfer Kommissariat eine eigene Notstromversorgung. Ein Dieselaggregat im Gebäude wird bei einem flächendeckenden Stromausfall in Wunstorf in Betrieb genommen, das eine Netzersatzanlage speist, so dass die Polizeidienststelle in wichtigen Bereichen voll funktionsfähig bleibt.

Polizeidienststellen bleiben im Ernstfall in Betrieb

Genauso war es gerade auch in Berlin, wo die Polizeistationen in den betroffenen Stromausfallgebieten aufgrund der autarken Stromversorgung weiterhin in Betrieb gehalten werden konnte. Vor allem zu Beginn des Blackouts dort waren nach kurzer Zeit die Reviere und zusätzlich eingerichtete Notrufmeldestellen die einzigen direkten Möglichkeiten, einen Notruf zu übermitteln, Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr zu rufen, nachdem Internet und Telefon ausgefallen waren und auch die Mobilfunkmasten nicht mehr funktionierten.

Damit dies im Ernstfall auch in Wunstorf korrekt funktioniert, wird jetzt der Blackout-Test durchgeführt: Es wird im Rahmen von verschiedenen Stromausfalltests dabei auch überprüft, ob die automatische Umschaltung auf Notstrom wie vorgesehen abläuft. Der Name des Test, Schwarztest, ist ein Fachbegriff und habe nichts mit Kommissariatsleiterin Britta Schwarz zu tun, teilte das Kommissariat vorsorglich mit.

Es kann lauter werden an der Amtsstraße

Vor allem für die unmittelbare Nachbarschaft ergeben sich dadurch Auswirkungen: Zwischen Montag und Freitag kann es in der dritten Januarwoche zu Lärmemissionen kommen, teilte Kriminal- und Ermittlungsdienstleiter Christopher Thürnau mit: „Normalerweise fährt die Polizei zu Einsatzorten, an denen sich Beschwerden über ruhestörenden Lärm häufen.“ Nun sei man einmal selbst Verursacherin.

Um den Aufwand für alle Beteiligten effektiv und effizient zu gestalten, werde im selben Zeitraum die elektronische Unterverteilung der gesamten Liegenschaft des Polizeikommissariats gleich mit überprüft. Hierzu sei die Behörde verpflichtet. „Wir müssen im Ernstfall handlungsfähig sein, um für die Menschen in Wunstorf ansprechbar zu sein und vollen Zugriff auf unsere Betriebssysteme zu haben“, sagt Erste Kriminalhauptkommissarin Schwarz. „Die vermehrte Lärmbelastung für unsere Nachbarinnen und Nachbarn können wir leider nicht vermeiden. Diese wurden durch mich persönlich hierüber informiert.“


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Kommentare


  • Egon sagt:

    Lärmemission und auch CO2 Emission

    • Anonym sagt:

      Egon – kurze Frage: Hast Du noch alle Latten am Zaun.
      Solche Figuren wie Egon sind die Ersten, die im BlackOut nach Polizei und THW winseln.
      Solche LinksGrünen, denen Rentner, die im Moment in Berliner Wohnungen erfrieren, vollkoemmen egal sind, können wir in Wunstorf nicht gebrauchen.

    • K. sagt:

      Der Kommentar ist schlicht schwachsinnig.
      Das Aggregat läuft zeitlich begrenzt von Montag bis Freitag zu einem realistischen Funktionstest. Dabei entstehen vorübergehend Lärm- und CO₂-Emissionen, was bei einem dieselbetriebenen Notstromaggregat technisch unvermeidbar ist. Gleichwertige Alternativen gibt es nicht, da nur der reale Dauerbetrieb unter Last die Einsatzfähigkeit im Ernstfall belegt. Der Nutzen überwiegt die kurzfristigen Emissionen eindeutig.

    • Basti g. sagt:

      Da haben sie vollkommen Recht sowas muss nicht unnötig produziert werden

  • Anonym sagt:

    Liebe Polizei,liebes THW,

    diese Übung ist eine sehr gute Idee, denn nur wer vorbereitet ist und die Situation kennt, bricht im Ernstfall nicht in Panik aus. (Siehe Outdoor-Chiemgau)
    Aber Obacht – Tschernobyl ist auch bei einer Notfall-Übung hochgegangen ;) Späßle gmacht…

  • Fred sagt:

    Super Sache dieser Test, aber soweit ich weiß gibt es immer wieder solche Test unter Last. hier nur passend zur Situation in Berlin in den Medien. Wichtig ist das der Tank voll ist und der Diesel nicht zu alt. Und für den Ernstfall sollte bekannt sein wielange es laufen kann damit rechtzeitig Nachschub ankommt.

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