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Wunstorfer Polizistin wird zur Influencerin

27.02.2026 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 0

Nicht nur bei Polizeifahrzeugen in Wunstorf kann es jetzt passieren, dass das „Bitte-folgen“-Signal aufleuchtet. Auch im Internet wird das jetzt wahrscheinlicher. Aber mit leicht anderer Bedeutung: Man soll ein Abo dalassen.

27.02.2026
Redaktion
2 Min.
Jasmin Schumacher von der Polizei Wunstorf ist jetzt „Social-Media-Cop“ (Archiv) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Das Mediengeschäft wandelt sich seit Jahren stark, und viele Branchen sind dank der entsprechenden Plattformen längst selbst zu Nachrichtenproduzenten geworden. Die Polizeibehörden in Deutschland gehen diesen Weg ebenfalls immer öfter: Statt nur die klassischen Medien mit Informationen zu versorgen, werden Polizeinachrichten und Reportagen einfach selbst gemacht, die Bürgerinnen und Bürger direkt angesprochen.

Dass die Exekutive auf Steuerzahlerkosten eigene journalistische Formate betreibt, wird in der Medienwissenschaft durchaus kritisch gesehen. Es könnte Folgen für den unabhängigen Journalismus haben: Warum sollen sich Redaktionen noch die Mühe machen, zu recherchieren und interessante Geschichten zu finden, wenn das Beamte schon selbst getan haben?

Doch die Follower-Zahlen sprechen in der Regel eine klare Sprache, die Kanäle von beispielsweise Notfallsanitätern oder Feuerwehren treffen ebenfalls einen Nerv. Wissen wird auf persönlicher Ebene authentischer vermittelt und Infos werden schneller verbreitet, als das früher möglich war. Die entsprechenden Kanäle finden meist ein großes und treues Publikum. Und es spielen andere Faktoren eine Rolle: Öffentlichkeitsarbeit und Personalgewinnung sind ein Ziel.

Daher ist es eher erstaunlich, dass die Polizei in Wunstorf erst jetzt zum Social-Media-Lieferanten wird. Denn erst seit Anfang dieser Woche ist man nun offiziell auf Instagram vertreten. Am 23. Februar 2026 ging es los: Auf dem Kanal „polizei.h.jasmin“, der zum Social-Media-Team der Polizei Hannover gehört und unter anderem Namen bereits seit einiger Zeit bestand, postet jetzt Polizeikommissarin Jasmin Schumacher von der Wunstorfer Polizei.

Polizistin wird zum Wunstorfer Gesicht der Polizei

Die Kommissarin werde „künftig spannende Einblicke in den Polizeialltag geben“, heißt es dazu aus dem Kommissariat. Damit verstärkt die 23-jährige Beamtin aus Wunstorf das Team der „Social Media Cops“ der hannoverschen Polizei. Die Wunstorfer Beteiligung kommt vergleichsweise spät: Bereits seit 2019 sind Einsatzkräfte aus verschiedenen Bereichen der Polizeidirektion Hannover auf Instagram vertreten und lassen ihre Follower am eigenen Arbeitsalltag teilnehmen.

Schumacher ist im Einsatz- und Streifendienst tätig und wird Spannendes, Wissenswertes und Kurioses aus dem örtlichen Polizeigeschehen präsentieren. „Mein Ziel ist es, Einblicke in den Polizeialltag zu geben, Vertrauen zu stärken und Menschen für sicherheitsrelevante Themen zu sensibilisieren – offen, ehrlich und auf Augenhöhe“, sagt die Internet-Polizistin.

Digital präsent und ansprechbar

Kommissariatsleiterin Britta Schwarz erklärt den digitalen Einsatz ihrer Beamtin so: „Social-Media-Cops unterstützen mit ihrer Arbeit sowohl die Nachwuchsgewinnung als auch die Kontaktbereichsdienste in den Dienststellen. Ich freue mich sehr, dass die Polizei Wunstorf nun mit Jasmin auch im digitalen Raum präsent und ansprechbar ist.“

Und natürlich hat die Polizeichefin auch selbst auf „Bitte folgen“ reagiert – und den Kanal persönlich abonniert.

Der Kanal auf Instagram: Polizeikommissarin Jasmin
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