
Wunstorf (nd/dd). Zum 30. September 2026 endete der Einsatz der deutschen Einsatzkräfte im Irak auf Wunsch der irakischen Regierung. Das letzte der insgesamt 25 Kontingente, die seit 2015 im Land waren, landete am 1. Oktober sicher in Wunstorf.
Als der Einsatz deutscher Streitkräfte im Irak begonnen hatte, standen vor allem die Eindämmung der Bedrohung terroristischer Kräfte, die Befähigung zur Selbsthilfe der irakischen Streit- und Sicherheitskräfte im Vordergrund. Damit verbunden war die Ausbildung und Beratung verschiedener Akteure, um den Aufbau militärischer Strukturen im Krisengebiet zu ermöglichen und so langfristig Sicherheit zu schaffen.
Staatssekretär Nils Hilmer und Generalleutnant Günter Katz empfingen die letzten 28 Soldatinnen und Soldaten feierlich. Mit dabei: die Angehörigen der Soldaten sowie Abgeordnete des Deutschen Bundestages.
Den Angehörigen, die sich an diesem Nachmittag auf dem Fliegerhorst Wunstorf einfanden, standen Freude und Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Ehefrauen und Ehemänner, Kinder, weitere Familienangehörige und Freunde – sie alle warteten an diesem verregneten Tag auf die Landung der letzten A400M-Maschine aus Erbil. Nach einer langen Zeit des Wartens konnten sie ihre Liebsten wiedersehen.




Mit feierlichen Ansprachen begrüßten Generalleutnant Günter Katz und Staatssekretär Nils Hilmer die Rückkehrerinnen und Rückkehrer vor einem in Szene gesetzten A400M in Wunstorf.
Doch nicht nur die Männer und Frauen, die im Irak im Einsatz waren, wurden für ihren Einsatz geehrt. Auch die Familienangehörigen, die aus der Ferne die Einsatzkräfte unterstützten, die Rückhalt und Sicherheit gegeben und so ihren Teil zum Gelingen der Mission beigetragen haben, wurden besonders hervorgehoben.



Vor allem die zunehmend angespannte Sicherheitslage der letzten Monate wurde zur Herausforderung für alle Beteiligten. Denn es gab auch Angriffe auf das multinationale Feldlager in Erbil, in dem die deutschen Soldatinnen und Soldaten stationiert waren.
Das Feldlager konnte nun nach 11 Jahren zum 30. September 2026 erfolgreich und trotz der aktuellen Gefährdungslage planmäßig zurückgebaut werden. Es bleibe eine Verbundenheit zur irakischen Regierung sowie bei Bedarf die fortbestehende Bereitschaft zur Unterstützung und Beratung, hieß es beim Appell.
Mit dem Ausklingen der Nationalhymne war es dann so weit: Der offizielle Teil des Rückkehrappells endete. Die Soldatinnen und Soldaten konnten ihre Angehörigen in die Arme schließen.




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