
Wunstorf (red). Er galt als feste Institution in der Stadt, als Ort, der wie selbstverständlich einfach dazugehörte: Der Rainbow Park an der Hagenburger Straße mit den großen Hallen. Für die Jüngeren war er dort schon immer zu finden gewesen, und nur die Älteren erinnern sich noch an die Anfänge zurück: In den 1970er Jahren war die Sport- und Freizeiteinrichtung geschaffen worden.
Ursprünglich war die Anlage als „Regenbogencenter“ in der Stadt bekannt und bot Fitness an, als Fitnessstudios in Deutschland noch eher unbekannt und Exoten waren. Es entstand eine Indoor-Tennishalle für Racketsportarten – damals erlebte Squash gerade einen weltweiten Boom. Der heutige Rainbow Park zählte mit zu den Pionieren.
Squash, Tennis, Badminton oder Tischtennis konnten im Center gespielt werden. Später wurde Gerätefitness und Wellness dazugenommen, die Anlage wuchs zu einem großen Sport- und Fitnessszentrum. Bistro und Sauna waren ebenfalls vorhanden.
Squashspielen wurde ab den 1970er Jahren populär und war bis in die 1980er Jahre ein regelrechter Hype. Das schnelle, fordernde Spiel nahm gewissermaßen den späteren Fitnessstudio- und Clubgedanken vorweg. Die Spieler nutzten es gerne, um sich richtig „auszupowern“. Überall in Deutschland entstanden kommerzielle Squashcenter. Direkt in Vereinen wurde Squash selten gespielt – Grund war die benötigte Hallenausstattung. Die Blützezeit von Squash endete mit dem Aufkommen der Fitnessstudios. Fitness und Wellness war nun angesagt.
Viele ehemalige reine Squashcenter schlossen sich diesem Trend an oder ergänzten ihre Angebote entsprechend. In diesem Zuge verlor auch Badminton von seiner einstigen Popularität. Heute ist Squash eine Nischensportart, aber das Regenbogen-Center blieb mit seinen zahlreichen Angeboten. In den 1990er Jahren wurde es dann umbenannt zum heutigen „Rainbow Park“.
Jetzt haben die Betreiber das Aus zu Ende September dieses Jahres angekündigt. Auf der Webseite verabschiedet man sich bereits mit einem emotionalen Text von den Kunden und nennt auch Gründe für den Abschied: Die Rahmenbedingungen stimmten nicht mehr.
Steigende Kosten unter anderem für Energie und Personal sowie ausufernde Bürokratie und gesetzliche Vorgaben hätten es immer schwerer gemacht, den Betrieb auch in Zukunft entsprechend den eigenen Ansprüchen weiterzuführen.
„Nach reiflicher Überlegung haben wir uns deshalb dazu entschlossen, den Betrieb zum 30. September 2026 einzustellen“, heißt es. Das bekannte Grundstück bleibt im Besitz der Familie Neukirch und soll für neue Projekte genutzt werden.
Nein, nur die, die Tennis in einer Halle spielen wollen…
Und keiner bemerkt bzw. kommuniziert die eigentlich grundlegende Dramatik für Wunstorf. Die Begründung der Fam. Neukirch hinsichtlich der Schliessung verweist auf die gesellschaftlich zugelassenen Übel und spricht Bände.
Ja und das ist erst der Anfang
Das ist Wunstorf,
die anderen Städte um uns herum werden lachen (die schönste Innen Stadt der Region) einfach traurig.
Es ist so schade. Vielleicht überlegt man es sich ja doch noch mal?
Müssen wir dann alle nach Hannover für die nächste Tennishalle fahren? :(