
Wunstorf (red). Der letzte Tag von Air Defender 2023 war am gestrigen Freitag angebrochen, und damit begannen auch die Rückverlegeoperationen der Gaststreitkräfte.
Bereits am Donnerstag waren die ersten Globemaster C-17 der U. S. Air Force auf dem Fliegerhorst Wunstorf eingetroffen, die den Rücktransport von Mensch und Material über den Atlantik in die USA bewerkstelligen. Soldaten, Gepäck, Ausstattung und ganze Fahrzeuge finden Platz im Bauch der großen Maschinen.
Die C-17 des Flugzeugherstellers Boeing ist das größte moderne Militärtransportflugzeug der Vereinigten Staaten. An den eigentlichen Übungen in Deutschland war das Flugzeugmuster nicht beteiligt, dafür wurden die kleineren C-130-Maschinen genutzt, die wie der deutsche A400M Propeller haben.
Die größeren Globemaster waren aber bereits vor Beginn der Hauptphase von Air Defender 2023 für die Verlegung der US-Kontingente zur Übung genutzt worden. Nun holen die großen strahlgetriebenen Transporter die US-Soldaten und ihre Ausrüstung nach und nach auch wieder nach Hause.
In Wunstorf beginnt damit Phase 3 des Manövers: Auch wenn Air Defender in den Übungsräumen im Norden, Osten und Südwesten Deutschlands beendet ist, werden über Wunstorf auch in den kommenden Tagen noch die dazugehörigen Transporte abgewickelt. Personal, Maschinen und Ausrüstung werden von den Übungsgebieten nach Wunstorf zurückverlegt und von hier aus dann z. B. wieder in die USA transportiert.


Rumänen und Ungarn waren ebenfalls auf dem Wunstorfer Fliegerhorst zu Gast, die Air Force hatte neben der deutschen Luftwaffe jedoch den größten Anteil an der Luftstreitkräfteübung. Vor allem an diesem Wochenende wird es daher noch einmal regen Flugverkehr am Fliegerhorst Wunstorf geben, auch in der Folgewoche sind noch weitere Transporte geplant.


Plane Spotter, die zu Beginn der Manövervorbereitungen noch nicht dabei waren, haben nun noch einmal die Chance, die großen US-Maschinen vor die Kamera zu bekommen.
Kampfflugzeuge hatten zum Bedauern der Flugzeugbegeisterten nun doch keine Station gemacht am Wunstorfer Fliegerhorst – auch als Ausweichflughafen hatte Wunstorf für die Jets nicht fungieren müssen, so dass es auch zu keinem außerplanmäßigen Kampfjet-Flugverkehr kam.
Fast wäre es umgekehrt gekommen: Das Wetter machte dem LTG 62 am Donnerstag einen kleinen Strich durch die Rechnung: Ein eigentlich geplanter Betankungsflug eines A400M war wegen der am Nachmittag aufziehenden Gewitterfront gar nicht erst gestartet – weil die Wahrscheinlichkeit hoch war, dass man bei der Rückkehr dann selbst einen Ausweichflughafen hätte anfliegen müssen. Eine Unwetterfront war schließlich auch über Wunstorf hinweggezogen.

Die ersten anfliegenden Globemaster der Amerikaner hatten kurz zuvor den Fliegerhorst Wunstorf noch erreicht. Gearbeitet an den Maschinen wurde dann im strömenden Regen. Nun am Wochenende haben die Crews wieder mehr Aussicht auf sonniges Wetter.
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