
Wunstorf (red). Es zählt aktuell zu den skurrilsten Fällen, die die Wunstorfer Polizei bis jetzt in diesem Jahr bearbeiten musste: In der Nacht von vergangenem Freitag auf Samstag hat jemand versucht, in den Wunstorfer Marktkauf zu gelangen. Dazu nutzte er nicht die Öffnungszeiten, sondern stand nach Schließung des Einkaufsmarktes auf dem Gelände.
Statt am nächsten Tag wiederzukommen, wollte der Unbekannte offenbar wie im Sprichwort mit dem Kopf durch die Wand – er nahm einen Hammer, wie die Wunstorfer Polizei vermutet, und versuchte, durch die Rückwand in das große Gebäude einzudringen.
Am folgenden Samstagmorgen entdeckten Mitarbeiter des Marktes, dass sich jemand auf diese Weise auf der Rückseite des Gebäudes zu schaffen gemacht hatte. Die dortige Wand zeigte Beschädigungen auf einer Fläche von rund anderthalb Quadratmetern.
Allerdings war der Wunsch nach dringendem Betreten des Marktes nicht von Erfolg gekrönt: Nur der Anstrich war zerstört und der Putz abgeplatzt. Die massive Betonmauer konnte mutmaßlich über den Zutrittsversuch nur lachen.
Offenbar muss jedoch einige Zeit lang auf die Wand eingehämmert worden sein, wie die Spuren verraten. Nachdem der Unbekannte dann noch einige Male auf den Beton darunter schlug und offensichtlich merkte, dass er so nicht weiterkommt, ließ er vom weiteren Vorhaben ab und flüchtete, ohne dass er dabei von jemandem bemerkt wurde.
Die Polizei ist ratlos, was den Täter zu der Aktion trieb – und ob es sich überhaupt um einen Einbruchsversuch handelt oder nur eine gewollte Sachbeschädigung. Dies müsse noch geklärt werden. Hinter der Wand lagerten durchaus höherwertige Waren. „Was der Täter sich dabei dachte, werden wir vermutlich nicht erfahren“, heißt es dazu aus dem Wunstorfer Kommissariat.
Und was bestätigt das hier Beschriebene?
Brachiale Gewalt führt zumeist nicht zum erwünschte Ziel.
Das ist such gut so!