Wunstorfer Auepost

Eröffnung des Kaufhauses Kastendieck

03.03.2021 • Heiner Wittrock • Aufrufe: 1786

Werner Kastendieck, Sohn einer Bremer Kaufmannsfamilie, eröffnete am 15. Oktober 1957 in der Langen Straße 21 – dem heutigen DM-Drogeriemarkt – das erste Kaufhaus in Wunstorf. Das kam einer Sensation gleich.

03.03.2021
Heiner Wittrock
Aufrufe: 1786
Kastendieck
Menschenmassen bei der Eröffnung von Kastendieck | Foto: Archiv Heiner Wittrock

Werner Kastendieck, Sohn einer Bremer Kaufmannsfamilie, eröffnete am 15. Oktober 1957 in der Langen Straße 21 – dem heutigen DM-Drogeriemarkt – das erste Kaufhaus in Wunstorf. Das kam einer Sensation gleich. So etwas gab es in niedersächsischen Kleinstädten nicht. So warteten Menschenmassen gespannt auf das als Höhepunkt der Eröffnung gedachte Tagesfeuerwerk. Die Lange Straße, damals noch Teil der B 441, war völlig verstopft, so dass jeglicher Verkehr zum Erliegen kam.

Um Punkt 9.30 Uhr schwebten dann aus einer „Blitzbombe“ bunte Gestalten, wie z. B. ein Schutzmann, eine Marktfrau und Ähnliches mehr, langsam zu Boden. Zum Schluss sah man den Schriftzug „Und nun geht’s hinein!“

Das ließen sich die Wartenden nicht zweimal sagen. Vorbei an der beträchtlichen Schaufenster- und Passagenfläche drängten sie in Richtung der 310 Quadratmeter großen Verkaufsfläche mit 7.000 verschiedenen Artikeln. Als Überraschung regnete es „Glückstaler“ aus Schokolade von der Kaufhausdecke. Selbstbedienung war damals noch nicht verbreitet. Bei Kastendieck aber sollten die Kunden selbst wählen, was ihnen gefiel, ohne sich vom Verkaufspersonal beeinflusst zu fühlen. Auch das war für viele Wunstorfer neu. Bisher galt für diejenigen, die ein Geschäft betraten, eine andere Regel: Erst wieder gehen nach einem Kauf.

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Kommentare


  • Kühlwalda sagt:

    Ich kenne dieses Geschäft auch noch.
    Ich glaube es existierte bis in die 198oer Jahre.
    Anfang der 70er Jahre war es für uns Kinder oft Anlaufziel aufgrund seines Schnell Restaurants im ersten Stock.
    Hier konnte man schnell mal eine leckere Portion Pommes essen.
    Hier war es aber auch, wo ich Jahre vorher auf einem „Groschen – Schaukel – Pferd“ meinen fast neuen Teddybären vergaß. Als meine Mutter und ich einige Minuten später zurückkehrten und ihn suchten, war er schon von Jemandem mitgenommen worden….

    Ein Schriftzug gab es an einem der Schaufenster, der lautete:
    “ EINKAUFSZIEL IM GROßSTADT-STIL „

  • Steffan Skrotzky sagt:

    Ich bin Baujahr 77 und habe die letzten Jahre vom kastendieck erlebt.
    Dort habe ich meine Schallplatten und anderes gerne gekauft.
    Ich fand die Spielzeugabteilung super mit diesem TV der da stand. Da liefen immer Trickfilme.
    Hatten die nicht sogar bis in die frühen 90er auf?

    • Marc H. sagt:

      Also, ich bin ’94 nach Wunstorf gezogen und da gab es Kastendieck noch , zum einen das Bekleidungsgeschäft Mitte der langen Straße und dann das Kaufhaus am Ende der Langen Straße – und ich meine die hatten noch bis Ende der 90er oder Anfang der 2000er Jahre geöffnet, wobei – glaube ich – zuerst das Bekleidungsgeschäft und dann etwas später auch das Kaufhaus geschlossen hat.

  • Ulla Müller sagt:

    Habe 1980 noch im Kastendieckcenter gearbeitet– war unter Martina kein gutes Betriebsklima — habe da schnell wieder aufgehört– und wo anders angefangen — die Kollegen waren aber sehr nett!

  • Regina Gerhardt geb.Stallmann sagt:

    Ich 1968 meine Lehre als Dekorateurin begonnen eine tolle Zeit mit Höhen und Tiefen.Wer mich noch kennt,kann mir gerne schreiben.

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