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Das war das Wunstorfer Kinderschützenfest 2016

05.06.2016 • Daniel Schneider • Aufrufe: 230
05.06.2016
Daniel Schneider
Aufrufe: 230

Sonniges Wetter, bunte Flaggen und Hunderte Kinder in Kostümen auf dem Weg über die Lange Straße – das kann nur das Kinderschützenfest 2016 sein, der Auftakt zum städtischen Schützenfest.

Ganz Wunstorf scheint sich "In den Ellern" zu versammeln | Foto: Daniel Schneider

Ganz Wunstorf scheint sich „In den Ellern“ zu versammeln | Foto: Daniel Schneider

Die Kinder der Grundschulen Oststadtschule, Stadtschule und Albert-Schweitzer-Schule kamen in der Stadtmitte vor der Stadtkirche zusammen, um gemeinsam mit den Bürgerkompanien zum Schützenplatz zu marschieren. Das Wetter hielt, was es zuvor nicht versprochen hatte, und bescherte wunderschönes, sonniges Festwetter.

Ja, alles richtig geschrieben | Foto: Daniel Schneider

Ja, alles richtig geschrieben | Foto: Daniel Schneider

Manche Eltern sind von dem alljährlichen Trubel weniger begeistert, doch für die Kinder ist es einer der Höhepunkte des Schuljahres: Kostüme basteln, verkleiden, schminken – und mit der eigenen Klasse in den Reihen der eigenen Schule im Verbund der gesamten Grundschülerschaft Wunstorfs zum Schützenplatz zu paradieren, während die Eltern und Rest-Bürger am Rande zuwinken.

Alle Grundschulen

Die quasi gesamte Grundschülerschaft eines Ortes in den Dimensionen von Wunstorf, eine Art Grundschulvollversammlung, das gibt es nicht alle Tage. Wobei das Städtische Schützenfest das Schützenfest der Kernstädter ist – denn die weiteren Ortschaften Wunstorfs haben jeweils ihre eigenen Schützenfeste – und somit nur die Schulen der Kernstadt verteten sind.

Schneewittchen und die ... äh, vielen Zwerge der Oststadtschule | Foto: Daniel Schneider

Schneewittchen und die … äh, vielen Zwerge der Oststadtschule | Foto: Daniel Schneider

Das Kinderschützenfest in Wunstorf ist eine Institution – und stärkt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl der Wunstorfer. Durch die Einbindung der Schüler und Eltern ins Schützenfest schafft die Stadt eine Win-Win-Win-Situation: Die Grundschüler haben ihr Erlebnis (und bekommen Gutscheine für Getränke und Freifahrten auf dem Rummelplatz), die Eltern lassen noch mehr Geld auf dem Schützenfest und sorgen damit dafür, dass die Schausteller ordentlich Kasse machen (quengelnder Nachwuchs!) und somit langfristig das üppige Angebot erhalten bleibt – und das Schützenfest als solches erhält einen immensen Zulauf. Aus allen Teilen der Kernstadt und darüber hinaus kommen die Menschen zusammen. Das wirkt nicht nur identitätsstiftend, sondern kurbelt auch gleich den Umsatz in der Stadt an.

Vor dem Schützenplatz ruht der Verkehr bis auf Weiteres | Foto: Daniel Schneider

Vor dem Schützenplatz ruht der Verkehr bis auf Weiteres | Foto: Daniel Schneider

Die Schulen und Klassen hatten sich für ihre Verkleidungen jeweils ein Motto gegeben und kreativ umgesetzt. Die Oststadtschule stellte Märchen dar, sodass neben Schneewittchens Zwergen auch verzauberte Frösche unterwegs waren. Die Stadtschule ging auf Safari und kam etwa mit einer Giraffen-Klasse zur Stadtkirche.

Sternschnuppen und Schornsteinfeger der Albert-Schweitzer-Schule | Bild: Daniel Schneider

Sternschnuppen und Schornsteinfeger der Albert-Schweitzer-Schule | Bild: Daniel Schneider

Die Albert-Schweitzer-Schule der Barne wählte das Motto „Wir Glückskinder“, so dass die einzelnen Klassenstufen als Sternschnuppen, Marienkäfer, Kleeblätter oder Schornsteinfeger unterwegs waren. Mit ihren selbstgebastelten schwarzen Zylindern sahen Letztere den Schützenkönigen und Stadtoberen dabei überraschend ähnlich.

Die Eröffnung

Nachdem sich die Schüler mit ihren Eltern und Lehrern rund um den Marktplatz vor der Stadtkirche versammelt hatten, spielte der Fanfarenzug Bokeloh auf – und begleitete die Fahnenträger der Kompanien bei ihrer Ankunft.

Marienkäfer und Sternschnuppen der Albert-Schweitzer-Schule versammeln sich am Marktplatz | Foto: Daniel Schneider

Marienkäfer und Sternschnuppen der Albert-Schweitzer-Schule versammeln sich am Marktplatz | Foto: Daniel Schneider

Die Eröffnung des Kinderschützenfestes und somit auch des Schützenfestes insgesamt übernahm Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt höchstpersönlich – sekundiert von Kompanien-Kommandeurin Anke Drude, deren Adjutantin Christiane Schweer sowie Friedhelm Haake, der die Verleihung der Ketten an Jüngstenkönigin Lea Pohl und Kinderkönigin Annalena Kauder vornahm.

Die Route

Nach dem anschließenden Fahneneinmarsch ließ Kommandeurin Drude schwungvoll abmarschieren – der Tross setzte sich durch die Fußgängerzone in Richtung Schützenplatz in Bewegung. Wunstorf verwandelte sich für einen Moment in die vollste Innenstadt der Region. Honoratioren und Schützen-Kompanien vorneweg, dahinter Albert-Schweitzer-Schule, Stadtschule und Oststadtschule im Gänsemarsch.

Lesemäuse und -frösche der Oststadtschule | Foto: Daniel Schneider

Lesemäuse und -frösche der Oststadtschule | Foto: Daniel Schneider

Nicht nur die Eltern und Geschwister, auch viele Passanten und Wunstorfer, die extra zur Parade in die Fußgängerzone gekommen waren, gaben dem Umzug eine eindrucksvolle Kulisse.

Wunstorf - vollste Innenstadt der Region | Bild: Daniel Schneider

Wunstorf – vollste Innenstadt der Region | Bild: Daniel Schneider

Der letztjährige Schwenk über den Alten Markt wurde ausgelassen, es ging in einer Linie bis zum Ende der Langen Straße, um dann „In die Ellern“ einzubiegen, wo der Umzug eine Schleife drehte, um schließlich über den Schützenplatz ins Festzelt einzumarschieren. Auf der Wiese hinter dem Festzelt nahmen die Eltern ihre Kleinen dann wieder in Empfang – während das Schützenzelt nun den Größeren gehörte, vergnügten sich die meisten Kleineren anschließend direkt auf dem Rummel in den zahlreichen Fahrgeschäften.

Für die teilnehmenden Kinder gibt's Gutscheine | Foto: Daniel Schneider

Für die teilnehmenden Kinder gibt’s Gutscheine | Foto: Daniel Schneider

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