
Wunstorf (nd/dd). „Weihnacht bei uns dahoam“ hieß es am 2. Adventssonntag im Wunstorfer Stadttheater. Bei nicht ganz weihnachtlichem Wetter begrüßte Gastgeber Uwe Heidorn unter diesem Programmtitel die „Pfunds-Kerle“, die bereits zum 6. Mal für ihr Weihnachtskonzert in die Auestadt gekommen waren. Sie setzten damit die bereits 25 Jahre andauernde gemeinsame musikalische Reise und Freundschaft fort.
Für vorweihnachtliche Stimmung sorgte auch Gisela Mohr, die den Saal des sich weiterhin im Umbau befindlichen Stadttheaters mit Lichterketten und liebevoller Tannendekoration in einem besinnlichen Licht erscheinen ließ. Die Pfunds-Kerle ließen es sich nicht nehmen, ihre Gäste und Fans höchstpersönlich im Foyer des Theaters zu begrüßen und signierten – nicht nur für die Auepost – ihr neues Album oder zahlreiche andere Fanartikel.
Bereits bei der Begrüßung der ca. 400 Gäste, die unter anderem aus Thüringen angereist waren, wurde klar, dass es sich bei dem Konzert nicht nur für Uwe Heidorn, sondern auch für die Musiker selbst um eine echte Herzensangelegenheit und Freundschaft handelt. Denn bereits am Abend zuvor gab es eine Feier anlässlich einiger Geburtstage, die zwar die Nacht etwas länger werden ließ, der Stimmung im Stadttheater am Sonntag jedoch keinen Abbruch tat. Pünktlich gegen 16 Uhr begann das knapp dreistündige Bühnenprogramm der drei Musiker aus Pfunds/Tirol.




Neben den vielen weihnachtlichen Klängen gab es auch einige Lieder, die das Publikum zum Nachdenken anregten. Während der Corona-Pandemie entstand so zum Beispiel das Lied „Z’frieda sei“, mit dem die Pfunds-Kerle sich selbst daran erinnerten, mit dem zufrieden zu sein, was jeder Einzelne hat und erleben darf – das waren bis zu diesem Zeitpunkt immerhin bereits 28 Jahre gemeinsame Zeit als Band.
Zur musikalischen Darbietung mit Trompete, Alphorn, Panflöte, Kontrabass, Ziehharmonika, Keyboard, Gitarre und Mundharmonika kamen die kleinen und zum Teil sehr persönlichen Geschichten, die den gesamten Abend abrundeten. Zum Abschluss des Adventskonzertes ließen Uwe Heidorn und die Pfunds-Kerle persönlich ihre Gäste erwartungsvoll dem kommenden Mai entgegensehen – viel mehr als das von Uwe Heidorn angekündigte Highlight zum Jubiläum 2024 wurde allerdings nicht verraten.







Die Band hingegen stimmte dafür schon einmal das ein oder andere Lied des neuen Albums ein und gab dem Publikum guten Grund, noch einmal aufzustehen und kräftig mitzuschunkeln. Besonders der auch von Uwe Heidorn selbst gewünschte, aber eigentlich gar nicht so adventliche Partykracher „Ja, ja der Eberhard“ ließ die Menge, zu der auch Bürgermeister a. D. Rolf-Axel Eberhardt nebst Gattin gehörte, eifrig klatschen und gröhlen.


Eine eindeutige Assoziation mit Wunstorfs Altbürgermeister war nicht beabsichtigt, aber der Song sorgte natürlich für das ein oder andere Schmunzeln auf den Gesichtern des Publikums.
Den Abschluss, unter dem Lichtermeer der Smartphone-Taschenlampen der Menge, bildete der von den Pfunds-Kerlen kurzum umgeschriebene Song „Sierra Madre“, in dem es nun hieß: „Uwe, Uwe es war so schön!“





Und genau so schön wie das Adventskonzert müssen die in Wunstorf zusammenkommenden Fans wohl finden, dass Heidorn sich damals vor 25 Jahren dazu entschieden hatte, statt Countrymusik auf dem Hoffest die zünftigen Tiroler einzuladen und seitdem gemeinsam mit den Pfunds-Kerlen ein Stück Wunstorfer Kulturgeschichte mitzuschreiben.
2024 geht es dann mit dem gewohnten 1.-Mai-Spektakel in der Wunstorfer Innenstadt weiter – und alle hiesigen und auswärtigen Fans dürfen gespannt sein, was Uwe Heidorn und die Pfunds-Kerle sich dafür wieder einfallen lassen.
Fotos: Deppe/Dombrowski
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