
Laut. Gefühlvoll. Düster. Stark. So zeigten sich am Donnerstagabend gleich vier Schülerbands auf der Bühne im „Küsters“, und alle waren sie vom Hölty-Gymnasium.
„Rock of Hölty“ strahlte der Konzerttitel von den großen Monitorleinwänden, auf denen sonst auch Musikvideos laufen – doch die Musik spielte an diesem Abend allein auf der Bühne. Die Bands der benachbarten Schule hatten sich für das öffentliche Konzert an nur einem Abend gemeinsam versammelt. Gut 30 bis 45 Minuten spielte jede der Gruppen. Zwischen den Bandauftritten gab es ebenfalls von der Bühne Live-DJ-Musik.
Geographisch gesehen gehört das Küsters gefühlt ohnehin fast zum Schulgelände des „Hölty“ – in Sichtweite des Campus von Wunstorfs Gymnasium ist die Kulturkneipe im vergangenen Oktober wiedereröffnet worden und setzt seitdem das ausgerufene offene Konzept um: Kultur- und Musikveranstaltungen werden in den normalen Betrieb integriert, das Küsters steht allen Kreativen und Künstlern frei. Nun waren die Hölty-Bands zu Besuch.




Für die Besucher gilt dasselbe. So waren Hölty-Schüler, Freunde, Familie im Publikum – aber auch die ganz normalen Küsters-Gäste. Die mussten etwas enger zusammenrücken als üblich, denn der Andrang war riesig. Gerade so fanden die Einlasswilligen noch Einlass, als das Konzert um 18.30 Uhr begann.
„Ups and Downs“ und „BlazeBeat“ etwa legten gleich zu Beginn den Maßstab hoch – bei Publikumsstimmung, Gitarrenriffs und Lautstärke. Ups and Downs legte rockiger los, während BlazeBeat auch mehr Popeinflüsse zuließ.
Dustline, die aktuelle Oberstufenband, holte die großen Klassiker aus den Verstärkern, präsentierte aber nicht nur harten Rock, sondern mit Anklängen von R&B auch souligere Stücke.

Zum heimlichen Star des Abends wurde Matthias, Jahrgang 6, mit dunkler Sonnenbrille und E-Gitarre. Sein Solo und Auftreten waren so stark, dass sich einige im Publikum fragend ansahen, ob sie die Einlage gerade wirklich live hörten.
The Cranberries, Nirvana oder Evanescence wurden interpretiert. Das Publikum rockte mit, auf der Empore leuchteten Lichter auf. Mit „Bring Me To Life“ brachte Dustline das Publikum zu tosendem Applaus – und gab es am Ende als Zugabe gleich noch einmal.





Dustline gaben während des Konzerts bekannt, dass sie in dieser Besetzung nur noch in diesem Schuljahr auftreten könnten – nicht nur das machte das Konzert zu etwas ganz Besonderem.
Einige weltberühmte Bands haben sich bereits zu ihren Schulzeiten formiert. Der Abend im Küsters mit vielen Cover-Titeln erinnerte an diese Zeiten und vermittelte einen intensiven Eindruck, was sich heute musikalisch allein an den Wunstorfer Schulen abspielt.
Auch ein Wiedersehen im Küsters ist nicht ausgeschlossen. Zunächst stehen in der kommenden Zeit jedoch andere Bands auf dem Programm.
Ein wirklich schöner Artikel über einen tollen Abend! Ich finde es einfach großartig, wie das Hölty seine Nachwuchsmusiker fördert und ihnen die Chance gibt, gemeinsam auf einer richtigen Bühne zu stehen. Das ist nicht nur für die Schüler eine super Erfahrung, sondern auch eine echte Bereicherung für das kulturelle Angebot unserer Stadt. Ein riesiges Dankeschön auch an die Organisatoren im Hintergrund – man merkt, wie viel Herzblut und Arbeit in so einem Event stecken. Weiter so!
Ein großes Kompliment für den tollen Artikel! Ich war gestern Abend selbst im Küsters dabei und bin immer noch tief beeindruckt von der Energie im Saal. Es ist beachtlich, auf welch hohem Niveau die Bands mittlerweile spielen.
Ein absolutes Highlight war für mich Matthias aus dem 6. Jahrgang: Dass er in seinem Alter bereits in zwei verschiedenen Bands an der Gitarre derart abliefert, ist eine Spitzenleistung. Besonders sein improvisiertes Solo hat die Zuschauer förmlich mitgerissen – rein vom Sound und der Souveränität her hätte ich ihn beim Zuhören locker einige Jahre älter geschätzt!
Es war zudem eine wunderbare Überraschung, dass auch die ehemalige Oberstufenband wieder mit von der Partie war und gemeinsam mit der aktuellen Oberstufenband für eine großartige Stimmung gesorgt hat. Ein riesiges Dankeschön an alle Nachwuchsmusiker für diesen schönen Abend. Das schreit definitiv nach einer Fortsetzung!