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Biwakieren auf dem Fliegerhorst

19.09.2024 • Deppe/Dombrowski • 3 Min.Kommentare: 0

Anfang September wurde Gastfreundschaft auf dem Fliegerhorst Wunstorf ganz besonders großgeschrieben: Für das „Biwak“ 2024 fanden Gäste aus allen Himmelsrichtungen den Weg nach Wunstorf – und viele Maschinen, die sonst nicht beim LTG 62 stationiert sind.

19.09.2024
Deppe/Dombrowski
3 Min.
Ein A400M fliegt übers Biwak-Areal

Nein, unter freiem Himmel muss niemand schlafen auf dem Fliegerhorst Wunstorf – aber einmal im Jahr lädt das LTG 62 zum „Biwak“ ein – der Name für das große Sommerfest am Standort des Lufttransportgeschwaders.

Dass am 5. September etwas Besonderes im Gange war, ließ sich bereits daran bemerken, dass zahlreiche Plane-Spotter an den Zäunen rund um die Militärbasis zu sehen waren – und sie bekamen einiges vor ihre Kameralinsen. Nicht nur den in Wunstorf stationierten A400M, anlässlich des Biwak 2024 waren vor allem auch diverse Kampf- und Transporthubschrauber der Bundeswehr, ein Regierungs-Airbus und eine Lockheed C-130 zu Gast. Das Biwak wurde damit auch zu einer Art exklusiver militärischer Luftfahrtausstellung.

Gekommen waren die Besucherinnen und Besucher des Biwak aus allen Himmelsrichtungen: egal ob aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, ob nationale oder internationale Akteure oder Kameradinnen und Kameraden verschiedener Standorte deutschlandweit, sie alle wurden von Oberst Markus Knoll auf dem Freigelände des Kasinos herzlich begrüßt. Aus Ramstein, Brize Norton und Evreux kamen Kommandeure und Delegationen der US Air Force, der Royal Air Force und der deutsch-französischen Lufttransportstaffel nach Wunstorf. Das Hubschraubergeschwader 64 war dabei, und auch drei Vorgänger Knolls, die ehemaligen Kommodore Joachim Wundrak, Jörg Lebert und Guido Henrich.

Kommodore Knoll bei der Begrüßung der Gäste
Aufs Flugfeld musste man nicht unbedingt – die Maschinen drehten ihre Runden auch über dem Gelände
Gute Laune im Cockpit
… und gute Laune bei Koch Pit (*Name geändert)
Viel los vorm Kasino
Die Toiletten befanden sich ganz offensichtlich leider in Köln

Austauschen

Zum ersten Mal hatte der neue Kommodore des LTG 62 eingeladen und nannte bei der Begrüßung sein Geschwader „ein unschlagbares Team, auf das sich die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands 24/7 und 365 Tage im Jahr verlassen können“.

Knoll betonte die Bedeutsamkeit der Veranstaltung auf verschiedenen Ebenen – sowohl für die Gemeinschaft über den Lufttransport hinaus mit Gästen, für die multinationale Gemeinschaft und den Austausch untereinander, aber auch besonders für den Austausch verschiedener Generationen und den daraus resultierenden Lerneffekt.

Kommodore Markus Knoll mit dem Vorsitzenden der Gemeinschaft Deutscher Transportflieger, Oberstleutnant a. D. Harald Kübler (li.)
Der Kommodore mit seinem Organisations-Team

In diesem sowie auch den Vorjahren habe man durch verschiedene Einsätze etwa in Gaza, aber auch bei multinationalen Übungen wie dem Pacific Skies 2024 Verlässlichkeit untereinander bewiesen, die gefeiert werden könne, so Knoll.

Unter dem Brummen der Maschinen

Nach der Eröffnung waren die Gäste eingeladen, bei Steak und Döner sowie diversen Kaltgetränken ins Gespräch zu kommen. Auch für die Unterhaltung wurde gesorgt. Wer mochte, konnte sich auf der „Flight“ verschiedene Luftfahrzeuge einmal ganz nah ansehen. Im Regierungshubschrauber Cougar AS 532 U2 vom Standort Berlin-Tegel konnte sogar probegesessen werden, während die Besatzung Details aus der Luftfahrttechnik erklärte. Das große C-130-Transportflugzeug des US-Herstellers Lockheed in Diensten der Luftwaffe lud zu einem Blick ins Cockpit ein, und der Mehrzweckhubschrauber NH-90 demonstrierte seine Funktionen.

Auf dem Flugfeld, der „Flight“, werden Maschinen besichtigt
In der U. S. Air Force verbreitet – aber auch die deutsche Luftwaffe hat einige C-130 im Einsatz
Regierungsflieger
Transporthubschrauber Sikorsky CH-53 Sea Stallion
H145M-Mehrzweckhubschrauber für Spezialkräfte
NH-90-Transporthubschrauber
Der Cougar als „Regierungshubschauber“
Blick ins und aus dem Cockpit der C-130
Rätselfrage: Was ist hier auf dem Bildschirm der C-130 zu sehen?
Ja, hier wird tatsächlich der Wunstorfer Stadtkirchturm angepeilt
Der Hubschrauber kann auch im A400M transportiert werden

Die für einen Überflug angekündigten Eurofighter, für die sich vor allem die Plane-Spotter mit am meisten interessierten, waren jedoch kurzfristig verhindert und nahmen nicht an den Überflügen teil.

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