
Etwas Großartiges ist in Wunstorf entstanden: Seit dem 1. August 2025 gibt es den Bikepark – eine Freizeit- und Sportanlage für BMX- und Mountainbikefahrer.
Er ist vor allem für die Jugend der Stadt gedacht, aber es handelt sich nicht um einen Spielplatz – der Bikepark ist keine reine Kinder- und Jugendanlage. Auch Erwachsene dürfen hier fahren. Für Kinder gilt eine Altersgrenze: Erst ab 7 Jahren dürfen die Jüngeren auf die Anlage. Die wesentlichen Benutzungsregeln darüber hinaus sind überschaubar: Mindestens 2 Personen müssen gleichzeitig auf der Anlage sein – und es gilt Helmpflicht. Straßenfahrräder oder E-Scooter haben dort nichts zu suchen. Täglich zwischen 8 und 22 Uhr ist die Benutzung erlaubt.
Im Norden der Wunstorfer Kernstadt präsentiert sich nun eine Anlage, die in dieser Form woanders vielleicht Eintrittsgeld kosten würde. Sie steht für alle mit entsprechend vorhandenem Rad-Equipment offen. Es kommt sogar etwas Waldgefühl auf, denn die Schanzen, Strecken und Schikanen wurden in und um einen bestehenden alten Baumbestand herum- und hineingebaut.

Markantestes Merkmal sind die hölzerne Sprungbrücke, über die eine Kluft zur nächsten Rampe gemeistert werden muss, und der hölzerne Startturm, über den zusätzliche Geschwindigkeit aufgebaut werden kann. Der Startturm auf der Startplatform, von der die meisten Strecken zentral abgehen, ist gleichzeitig auch der höchste Punkt im Bikepark.
Er gehört wie die Schanzenbrücke zur Jumpline – dem schwierigsten der vorhandenen Parcours. Hier fahren keine Anfänger, sondern Sportler, die mit ihrem Rad schon deutlich mehr beherrschen müssen als kleine Sprünge und Kurven. Weite und hohe Sprünge sind auf der Jumpline möglich und auch nötig.









Ebenfalls anspruchsvoll gestaltet, aber ohne derart hohen Schwierigkeitsgrad ist die direkt daneben liegende Flowline, die sich einmal in großem Bogen durchs Gelände zieht und ebenfalls rasant gefahren werden kann.
siehe auch: Der Bikepark Wunstorf
Da in ein Gelände gebaut wurde, das sich die Natur schon vor Jahrzehnten zurückerobert hatte, kommen die Strecken in dem baumreichen Areal nun von Anfang an naturnah rüber. Sämtliche Elemente sind jedoch künstlich angelegt und auf die sportliche Betätigung abgestimmt.
Die Dirtline führt im westlichen Bereich der Anlage geradliniger entlang des Geländes und bietet mit verschieden modellierten Untergründen Herausforderungen – sie simuliert unwegsames Gelände.




Die grob parallel verlaufende Tableline ermöglicht dagegen das Springen und Fahren über wiederkehrende Plattformen. Beide Strecken münden in hölzernen Rampen.
Der Pumptrack ist auf der Seite zum Spielplatz und Bolzplatzbereich angelegt und ermöglicht kontinuierliche Geschwindigkeitsaufnahme ohne Pedale. Er eignet sich abseits der längeren Strecken auch für erste Versuche.


Erreicht werden kann der Bikepark über die Erich-Kästner-Straße, die als Sackgasse direkt auf die Anlage zuführt. Wer auf der B442 zwischen Neustadt und Bad Nenndorf unterwegs ist, fährt in Wunstorf fast direkt am Bikepark vorbei.

Freue mich schon wenn am Eröffungstag die Politiker medienwirksam die Flowline fahren.