Nachfragen auf Stadtratsssitzung

Stadt wusste nichts von Amazon-Plänen

Auf der letzten Stadtratssitzung brachte Ratsherr Hergt die Sprache noch einmal auf Amazon und das ehemalige Fulgurit-Gelände.

Leerstehende Lagerhallen
Ama­zon plant ein Paket­zen­trum im ehe­ma­li­gen Lidl-Lager | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (red). Rüdi­ger Hergt (frak­ti­ons­los) hat­te auf der Stadt­rats­sit­zung am 17. März noch ein­mal die Fra­ge auf­ge­wor­fen, wes­halb die städ­ti­schen Gre­mi­en nichts von den Ama­zon-Plä­nen im Vor­feld erfah­ren hat­ten und was die Ver­wal­tung getan hät­te, um an Infor­ma­tio­nen zu gelan­gen. Außer­dem woll­te er wis­sen, ob Ama­zon oder die Stadt den Gut­ach­ter für das zu erstel­len­de Ver­kehrs­gut­ach­ten aus­wäh­len wür­de.

Rathaus ahnungslos

Bür­ger­meis­ter Rolf-Axel Eber­hardt ant­wor­te­te aus­führ­lich und stell­te klar, dass auch die Ver­wal­tung von den Plä­nen des Inter­ne­trie­sen über­rascht wor­den war. Von den Ansied­lungs­plä­nen habe man erst vor Kur­zem erfah­ren, als ein Archi­tekt mit Umbau­plä­nen im Rat­haus erschie­nen sei. Vor­her­ge­hen­de Anfra­gen beim Grund­stücks­ei­gen­tü­mer zur Nach­nut­zung des ehe­ma­li­gen Lidl-Zen­tral­la­gers wären immer aus­wei­chend beant­wor­tet wor­den, die Stadt war bis­lang nicht ein­ge­bun­den bei den Ama­zon-Plä­nen. Nach Bekannt­wer­den der Ama­zon-Plä­ne in der Ver­wal­tung habe man sei­nen Unmut über die spä­te Infor­ma­ti­on zum Aus­druck gebracht und umge­hend die Poli­tik infor­miert.

Es wird nicht so sein, dass Ama­zon das Gewer­be­ge­biet zer­schie­ßen wird.“Bür­ger­meis­ter Eber­hardt

Als Gut­ach­ter wol­le man jeman­den, mit dem die Stadt Erfah­rung habe, kon­kre­te Namen nann­te Eber­hardt nicht. Den „Zahn gezo­gen“ habe man Ama­zon jedoch inso­fern, als dass man klar­ge­macht habe, dass es mit den nöti­gen Geneh­mi­gun­gen nicht so schnell gehen wür­de wie gewünscht. Offen­bar hat­te Ama­zon beab­sich­tigt, das geplan­te Paket­zen­trum bereits zum kom­men­den Weih­nachts­ge­schäft in Betrieb zu haben. Die Dis­kus­si­on wür­de in den poli­ti­schen Gre­mi­en nun statt­fin­den. Eine Ansied­lung käme letzt­lich nur in Fra­ge, wenn es ver­kehr­lich auch pas­se. Man müs­se aber auch die Men­schen im Blick behal­ten, die von den neu­en Arbeits­plät­zen pro­fi­tie­ren wür­den.

Fulguritgelände-Nachnutzung bleibt vertraulich

Was auf dem Teil­be­reich des ehe­ma­li­gen Ful­gu­rit-Gelän­des, auf dem der­zeit asbest­hal­ti­ge Gebäu­de­rück­stän­de zu Tage tre­ten, geplant sei, woll­te Hergt eben­falls wis­sen. Dazu mach­te Eber­hardt eben­falls kei­ne Anga­ben, dies sei ver­trau­lich, so der Bür­ger­meis­ter.

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2 Kommentare
  1. Friedlies Reschke PR sagt

    Bis Weih­nach­ten ist aber noch lang.… sehr lang

    1. Grit Decker sagt

      …und bis dahin kann sich noch sehr viel ‑ver­dammt viel- ereig­nen…

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