Wann eröffnet Limitless in Wunstorf?

Die Trainingsgeräte stehen seit Wochen in Reih und Glied, das Studio wirkt frisch-elegant, die Trainer halten sich bereit, die Kurspläne von Zumba über Yoga bis Pilates liegen aus – und doch trainiert noch niemand in Wunstorfs neuestem Fitnessstudio „Limitless“. Das dürfte sich in den nächsten Tagen nun ändern, Stadt und Betreiber sind zuversichtlich, dass die Eröffnung 2016 noch klappen könnte.

Das Fitness-Studio Limitless zieht in das ehemalige Kastendiek-Gebäude an der Fußgängerzone ein, direkt über dem Drogeriemarkt DM. | Foto: Mirko Baschetti
Das Fitness-Studio „Limitless“ öffnet seine Pforten im ehemaligen Kastendiek-Gebäude an der Fußgängerzone, direkt über dem Drogeriemarkt „DM“. | Foto: Mirko Baschetti

Eigentlich wollte das Fitnessstudio bereits zum 29. Oktober über „DM“ im ehemaligen Kastendiek-Gebäude eröffnen. Die Promoter standen in der Wunstorfer Fußgängerzone und warben fleißig Mitglieder. Doch wichtige städtische Genehmigungen fehlten noch. Auch die nächsten beiden anvisierten Termine am 14.11. und 01.12. fielen daher ins Wasser – sehr zum Unmut einiger Wunstorfer Fitnessbegeisterter, die sich sehr für das neue Angebot interessierten und auch schon Verträge unterzeichnet hatten.

Parkplatzversorgung und Brandschutz noch unzureichend

Bei Gewerbe mit hohem Kundenverkehr müssen entsprechend viele Parkplätze vorhanden sein. Wie die Wunstorfer Auepost aus Verwaltungskreisen erfuhr, wird im Falle von Limitless eigentlich pro 10 m² Sportstudiofläche je ein Stellplatz benötigt. Auf der Gebäuderückseite stehen jedoch nur wenige Parkplätze zur Verfügung, was nicht ausreicht – obwohl zum Gebäude an sich diverse Parkplätze gehören, die jedoch alle belegt sind. Allerdings sei man seitens der Stadt auch flexibel, man wolle dem neuen Sportstudio nicht unnötig Steine in den Weg legen und käme entgegen, wo man könne.

Info: Parkplatzpflicht
Bei Neubauten sind gemäß § 47 der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) auch immer ausreichend Parkplätze zu errichten. Ändert sich die Gewerbenutzung, d. h. zieht statt einem gewöhnlichen Laden z. B. eine Arztpraxis oder eben ein Sportstudio ein, wodurch sich der anzunehmende Publikumsverkehr stark erhöht, ist die Zahl der Parkplätze auch nachträglich noch zu erhöhen. Hintergrund ist, dass sich Gewerbetreibende an den Kosten für den benötigten Parkraum beteiligen sollen und dies nicht zu Lasten der Allgemeinheit geht. Wer etwa durch einen großen Betrieb für mehr Autoverkehr in der Nähe verantwortlich ist, muss daher selbst für entsprechende Parkmöglichkeiten sorgen. Ist die Schaffung von Parkplätzen nicht möglich, sieht die NBauO auch Alternativen vor, z. B. dass Kunden verbilligte Dauerkarten für den öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung gestellt werden.

Auch bei den Fluchtwegen bestand noch Nachbesserungsbedarf, denn es sollen zwei Fluchtwege zur Verfügung stehen, für den Brandfall war bislang jedoch das Verlassen des Gebäudes nur in einer Richtung vorgesehen. Diese beiden Haupthindernisgründe für eine schnelle Eröffnung, Brandschutz und Parken, scheinen nunmehr aber gelöst zu sein.

Nur noch Kleinigkeiten

Denn vonseiten der Verwaltung bestehen keine gravierenden Einwände mehr. Dem Eröffnungstermin ist man somit nun ein großes Stück näher gekommen. Bei der Stadtverwaltung war man allerdings wenig begeistert davon, dass man in den Nachrichten, die Limitless per E-Mail oder via Facebook an die Kundschaft adressierte, den Eindruck gewinnen konnte, dass der Verwaltung der Schwarze Peter zugeschoben würde und die Bürokratie an den Verzögerungen schuld sei.

Stadt und Limitless optimistisch

Den kurz bevorstehenden Eröffnungstermin bestätigte uns gegenüber heute auch die Studioleitung von Limitless. Die Fluchtwegsituation sei geklärt, die Parkplatzsituation offenbar auch, man habe ein Nutzungskonzept für Doppelbelegungen vorgelegt. Nur einige Kleinigkeiten müssten noch behördlich abgenommen werden, aber man sei guter Dinge, noch in diesem Jahr eröffnen zu können. Damit dürfte die Wartezeit für Limitless-Neukunden in Wunstorf alsbald ihrem Ende entgegengehen – und in der Fußgängerzone nicht nur flaniert, sondern auch trainiert werden können.

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