Zweite Elterntaxizone in Wunstorf

Auch Albert-Schweitzer-Grundschule bekommt „Elterntaxi“-Zone

Nach der Oststadtschule bekommt nun auch die Albert-Schweitzer-Schule in der Barne eine „Elterntaxi“-Zone. Damit soll die Verkehrsbelastung in der Rubensstraße reduziert und die Sicherheit auf dem Schulweg erhöht werden.

Albert-Schweitzer-Grundschule
Die Albert-Schweit­zer-Grund­schu­le in Wunstorf | Foto: Dani­el Schnei­der

Die Ost­stadt­schu­le war der Vor­rei­ter gewe­sen: Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de dort eine „Eltern­ta­xi-Zone“ ein­ge­rich­tet: Ein Stück der Wil­helm-Busch-Stra­ße in der Nähe der Schu­le ist seit­dem ein spe­zi­ell aus­ge­wie­se­ner Hal­te­be­reich für Eltern, die ihre Kin­der mit dem Auto zur Grund­schu­le brin­gen. Stadt und Schu­le hat­ten sich dadurch einen gere­gel­te­ren „An- und Abrei­se­ver­kehr“ bei den pri­va­ten Schü­ler­trans­por­ten erhofft. Vor allem aus der Wil­helm­stra­ße unmit­tel­bar vor dem Schul­ein­gang woll­te man die Autos damit fern­hal­ten, denn einer­seits ist in der Wil­helm­stra­ße wenig Platz zum Ran­gie­ren und Aus­wei­chen, ande­rer­seits gefähr­de­te jedes wei­te­re Auto den Schul­weg der dort zu Fuß ankom­men­den Kin­der ein wenig mehr. Nicht zuletzt fühl­ten sich die Anwoh­ner von dem per­ma­nen­ten Ver­kehrs­cha­os zu Schul­be­ginn und ‑schluss gestört.

Zwischenbilanz

Hol- und Bringzone Elterntaxis
Beschil­de­rung an der Ost­stadt­schu­le | Foto: Dani­el Schnei­der

Eine offi­zi­el­le Zwi­schen­bi­lanz sei­tens Schu­le oder Stadt zum Erfolg oder Miss­erfolg der Maß­nah­me wur­de noch nicht gezo­gen, doch geht man nach den Aus­sa­gen eini­ger unmit­tel­ba­rer Anwoh­ner, so ist die Eltern­ta­xi­zo­ne inzwi­schen ein vol­ler Erfolg. Auch wenn es eini­ge „Unbe­lehr­ba­re“ gebe, wür­den die Kin­der von ihren Eltern tat­säch­lich nun nicht mehr direkt vor dem Haupt­ein­gang der Ost­stadt­schu­le abge­setzt oder wie­der ein­ge­sam­melt. Aller­dings habe es auch fast ein Jahr gedau­ert, bis die neue Rege­lung wirk­lich befolgt wor­den wäre, ist zu ver­neh­men. Der Ver­kehr hat sich aber nicht nur auf die Wil­helm-Busch-Stra­ße ver­la­gert, auch die Saar­stra­ße wür­de von den Autos der Eltern seit­dem stär­ker fre­quen­tiert. Wirk­lich Pro­ble­me gebe es jedoch nur noch sel­ten, und die Poli­zei sei dann schnell vor Ort – und die die Eltern­zo­ne blo­ckie­ren­den, dort ord­nungs­wid­rig par­ken­den Autos wür­den regel­mä­ßig ein „Knöll­chen“ bekom­men.

Elterntaxis in die Barnestraße

Den Erfolg bei der Ver­kehrs­len­kung will man nun an der Albert-Scheit­zer-Schu­le wie­der­ho­len, denn die Pro­ble­me sind hier den frü­he­ren Schwie­rig­kei­ten an der Ost­stadt­schu­le sehr ähn­lich: Eltern, die ihre Kin­der mit dem Auto zur Schu­le brin­gen, hal­ten trotz abso­lu­tem Hal­te­ver­bot rei­hen­wei­se am Stra­ßen­rand, las­sen ihre Kin­der aus­stei­gen, oder benut­zen dazu gleich Pri­vat­park­plät­ze oder wen­den dann dort – wodurch sich die Gefähr­dung für Kin­der, die auf den Geh­we­gen zu Fuß oder mit dem Rad etc. zur Schu­le unter­wegs sind, erhöht. Beim Abho­len am Nach­mit­tag wer­den häu­fig Anwoh­ner­park­plät­ze zuge­parkt. Vor allem die Rubensstra­ße ist vom Eltern­ta­xi­ver­kehr stark betrof­fen. Von der regel­mä­ßi­gen Prä­senz der Poli­zei lässt sich zudem kaum ein „Eltern­ta­xi“ beein­dru­cken. Steht ein Strei­fen­wa­gen vor der Schu­le, wer­den die Kin­der aus­nahms­wei­se nicht direkt vor der Schu­le im Hal­te­ver­bot abge­setzt – ist die Poli­zei weg, geht man wie­der zur Tages­ord­nung über. Das führt immer wie­der gera­de auch am Zebra­strei­fen in der Bar­n­e­st­ra­ße zu brenz­li­gen Situa­tio­nen, da vor dem Zebra­strei­fen hal­ten­de Autos die Sicht auf Fuß­gän­ger für die fol­gen­den Fahr­zeu­ge ver­sper­ren. In der Rubensstra­ße kommt erschwe­rend hin­zu, dass oft auch die Feu­er­wehr­zu­fahrt blo­ckiert wird.

Barnestraße
Zwi­schen Zebra­strei­fen und Bus­hal­te­stel­len sol­len künf­tig die „Eltern­ta­xis“ hal­ten | Foto: Dani­el Schnei­der

Bis­lang ist die Stra­ßen­sei­te vor der Grund­schu­le in der Bar­n­e­st­ra­ße zu Schul­zei­ten ein abso­lu­tes Hal­te­ver­bot: Geparkt wer­den darf hier nur außer­halb der Unter­richts­zei­ten, nicht zwi­schen 7 und 14 Uhr, und zu Schul­zei­ten darf nicht ein­mal gehal­ten wer­den, was bei gerin­ger Kon­troll­dich­te jedoch kaum jeman­den inter­es­siert. Ein Teil des abso­lu­ten Hal­te­ver­bots wird nun in ein ein­ge­schränk­tes Hal­te­ver­bot umge­wan­delt, es gilt dann zu den Schul­stun­den „nur“ noch ein Park­ver­bot wäh­rend der Schul­zei­ten.

Direkt am Schulgelände

Die neue Eltern­ta­xi­zo­ne wird hin­ter dem Zebra­strei­fen in der Bar­n­e­st­ra­ße begin­nen: Par­ken bleibt am Vor­mit­tag ver­bo­ten, doch ein Bereich für ca. 4 bis 5 Autos wird als Eltern­park­zo­ne gekenn­zeich­net. Dort – und mög­lichst nur noch dort – sol­len die Eltern ihre Kin­der dann künf­tig abset­zen und abho­len.

Absolutes Halteverbot vor der Grundschule
An der Stel­le des abso­lu­ten Hal­te­ver­bots wird eine Hol-und-Bring-Zone ein­ge­rich­tet | Foto: Dani­el Schnei­der

Gelingt dies, dürf­te sich der Ver­kehr von der Rubens- in die Bar­n­e­st­ra­ße ver­la­gern, aber gleich­zei­tig dürf­ten auch vie­le Gefah­ren­punk­te ent­schärft und Ärger­nis­se besei­tigt wer­den – in bei­den Stra­ßen. Der gewähl­te Punkt für die Eltern­ta­xi­zo­ne erscheint dazu durch­aus geeig­net, denn an die­ser Stel­le wird der Geh­weg kaum als Schul­weg genutzt. Anders als an der Ost­stadt­schu­le kön­nen die Kin­der dort dann sogar unmit­tel­bar am Schul­ge­län­de abge­setzt oder abge­holt wer­den.

Ab 7. August wird umgebaut

Vor den Som­mer­fe­ri­en wur­den die Eltern aller Albert-Schweit­zer-Grund­schü­ler bereits über die Ein­rich­tung der neu­en Hal­te­zo­ne infor­miert. Die Kos­ten für die Ein­rich­tung der Zone belau­fen sich auf 920 Euro und wer­den von der Stadt Wunstorf getra­gen. Die Mar­kie­rungs­ar­bei­ten dazu – Zick­zack­li­ni­en auf der Fahr­bahn und ent­spre­chen­de Hin­weis­schil­der – begin­nen in die­ser Woche, so dass die Eltern­ta­xi­zo­ne noch recht­zei­tig zum neu­en Schul­jahr fer­tig wird. Die Anstren­gun­gen, die Eltern­ta­xi­zo­ne auch als sol­che zu eta­blie­ren, dürf­ten jedoch dann erst begin­nen.

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