Stundenlange Vollsperrung am Samstag

Rindertransport kippt auf der A 2 um

Ein Unfall auf der A 2 bei Bad Nenndorf, bei dem ein Kuhtransporter umgekippt war, hat am Samstagmorgen zur Vollsperrung der Autobahn geführt. Erst gegen Abend normalisierte sich der Verkehr in der Region langsam wieder.

Der Anhän­ger des ver­un­fall­ten Trans­por­ters ist in die Böschung gekippt | Foto: Feu­er­wehr Wunstorf

Wunstorf (red). Auf der A 2 ging ab heu­te früh nichts mehr: In bei­de Rich­tun­gen war die Auto­bahn wegen eines Unfalls für Ber­gungs­maß­nah­men gesperrt wor­den – damit Kühe nicht in den Ver­kehr lie­fen. Kurz nach 7 Uhr war es zum Unfall gekom­men, der Fah­rer eines Vieh­trans­por­ters hat­te die Kon­trol­le über sein Fahr­zeug ver­lo­ren. Der Anhän­ger des mit 65 Jung­tie­ren bela­de­nen Gespanns kipp­te um und lan­de­te im Grün­strei­fen. Der Fah­rer blieb unver­letzt.

Jungrinder getötet

19 Tie­re wur­den infol­ge des Unfalls getö­tet – eini­ge durch den Unfall selbst, ande­re muss­ten not­ge­schlach­tet wer­den. Die Tie­re im Lade­be­reich der Zug­ma­schi­ne wur­den nicht ver­letzt. Die alar­mier­ten Feu­er­weh­ren aus Kolen­feld und Wunstorf sicher­ten zunächst den Last­wa­gen. In Abspra­che mit den zustän­di­gen Vete­ri­nä­ren wur­den die über­le­ben­den Rin­der nach ent­spre­chen­der Ein­zäu­nung aus dem Anhän­ger her­aus in soge­nann­te Trei­be­wa­gen – mobi­le Gat­ter – ver­la­den und von einem Tier­arzt gesich­tet. Ver­en­de­te Tie­re wur­den mit einem Tele­skop­mast­stap­ler eines ört­li­chen Land­wirts gebor­gen.

Umgang mit Großtieren stellt Feuerwehr vor besondere Herausforderungen

Dass die Land­wir­te der Feu­er­wehr Kolen­feld kur­zer­hand Tre­cker und zusätz­li­ches Gerät zur Ver­fü­gung stel­len konn­ten, erwies sich für den Ein­satz als vor­teil­haft. Der Hän­ger wur­de mit­tels Kran gebor­gen. Nach rund 9 Stun­den Ein­satz­dau­er lös­te die Feu­er­wehr Luthe die ursprüng­lich ein­ge­setz­ten Kräf­te ab und eskor­tier­te den defek­ten LKW zu einer Werk­statt in Lau­en­au.

Es war nicht der ers­te der­ar­ti­ge Ein­satz für die Wunstor­fer Feu­er­weh­ren. Vor rund 10 Jah­ren war auf dem glei­chen Auto­bahn­ab­schnitt ein Trans­port mit Schwei­nen umge­kippt.

Chaos im Straßenverkehr

Zwi­schen Kolen­feld und Bad Nenn­dorf stan­den die Autos dar­auf­hin fast auf kom­plet­ter Stre­cke, Zwi­schen Lau­en­au und Bad Nenn­dorf und zwi­schen Luthe und Kolen­feld bil­de­ten sich vor den Aus­fahr­ten eben­falls kilo­me­ter­lan­ge Staus. Doch auch wer her­un­ter­fuhr von der Auto­bahn, stand dann auf den Umlei­tungs­stre­cken wie­der im Stau.

In die­sem Bereich ging am Sams­tag nicht mehr viel. Die A 2 gesperrt, die Umlei­tung (oran­ge) ver­stopft, die übri­gen Land­stra­ßen eben­falls | Kar­ten­ma­te­ri­al © Open­Street­Map-Mit­wir­ken­de unter ODbL‑1.0‑Lizenz

Auf der offi­zi­el­len Umlei­tungs­stre­cke, der U 38, also auf der L 392 und B 65 zwi­schen Kolen­feld über Groß Mun­zel, Lan­dring­hau­sen und Ban­torf zurück nach Bad Nenn­dorf, stock­te es eben­so wie auf dem Schleich­weg der B 442/L 403 durch Kolen­feld über Has­te zurück nach Bad Nenn­dorf zur Auto­bahn.

Autobahn nach Dortmund blieb gesperrt

Gegen Mit­tag wur­den die Fahr­spu­ren in Rich­tung Han­no­ver wie­der frei­ge­ge­ben, in Rich­tung Dort­mund blieb die A 2 jedoch voll gesperrt. Am Nach­mit­tag floss der Ver­kehr Rich­tung Han­no­ver daher wie­der, in der Gegen­rich­tung wur­de der Stau dafür immer län­ger. Waren es zu Beginn erst 3 Kilo­me­ter zwi­schen Luthe und Kolen­feld gewe­sen, dehn­te sich der Rück­stau gegen 13.30 Uhr schon bis nach Garb­sen aus. Auf bis zu 8 Kilo­me­ter stan­den die Autos.

Die über­le­ben­den Rin­der im Trei­be­wa­gen neben der Auto­bahn | Foto: Feu­er­wehr Wunstorf

Garb­sen war die letz­te freie Aus­fahrt. Die Ver­kehrs­mel­dun­gen spra­chen teils davon, dass der Ver­kehr rund um Bad Nenn­dorf regel­recht zusam­men­ge­bro­chen sei. Doch auch in Wunstorf waren die Aus­wir­kun­gen nicht min­der zu spü­ren. „Umfah­ren Sie das Gebiet weit­räu­mig“, lau­te­te die Emp­feh­lung der Poli­zei. Auch durch die Wunstor­fer Kern­stadt quäl­te sich daher eine LKW- und Fahr­zeug­schlan­ge und ver­such­te ver­geb­lich, dem Stau zu ent­kom­men.

Erst am spä­ten Nach­mit­tag konn­te auch die Fahrt­rich­tung Dort­mund wie­der frei­ge­ge­ben wer­den. Wäh­rend der Ver­kehr auf der Auto­bahn wie­der floss, stau­te sich, vor allem auf der B 65, der Ver­kehr wei­ter­hin auf den Aus­weich­stre­cken.

Quelle Feuerwehr Wunstorf
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