Wunstorfs neuer Marktplatz ist fertiggestellt

Gestern noch war der Platz vor der Stadtkirche mit Gittern versperrt, heute standen schon wieder die Marktstände auf ihm. Bürgermeister, Marktvertreter und die Baubeteiligten feierten heute Morgen das Ende der Bauarbeiten und gaben den Platz mit dem symbolischen Durchschneiden des Absperrbandes den Wunstorfern zurück.

Bürgermeister Eberhardt und Ortsbürgermeister Silbermann durchschneiden gemeinsam das symbolische Absperrband | Foto: Daniel Schneider
Bürgermeister Eberhardt und Ortsbürgermeister Silbermann durchschneiden gemeinsam das symbolische Absperrband | Foto: Daniel Schneider

Bürgermeister Eberhardt sprach von der Fläche als der Visitenkarte Wunstorfs. Es sei gut gewesen, dass man sich für die teurere Lösung entschieden habe. Der jetzt noch sehr hell erscheinende Sandstein wird allmählich noch nachdunkeln und sich dann besser in das umliegende Erscheinungsbild einfügen.

Fast alles beim Alten

Der Marktplatzboden hat seine typische Senke behalten, doch statt der schiefen, großen, quadratischen Platten liegt nun kleinteiligeres Pflaster auf dem Platz. Und noch eine weitere auffällige Veränderung gibt es: Der bisherige – nicht mehr aktive – runde Brunnenaufbau wurde abgetragen, im Zentrum des Areals befindet sich nun eine quadratisch eingefasste Bodenplatte als Abdeckung.

Schon wieder stark beansprucht: der neue Marktplatz mit frischem Sandsteinpflaster trägt die ersten Reifenspuren | Foto: Daniel Schneider
Schon wieder stark beansprucht: der neue Marktplatz mit frischem Sandsteinpflaster trägt die ersten Reifenspuren | Foto: Daniel Schneider

Vor weiteren Bauarbeiten haben die Wunstorfer nun erst einmal Ruhe – der neue Steinboden ist wie für solche Projekte üblich auf eine Haltbarkeit von 30 Jahren ausgelegt. Bei guter Behandlung dürfte er auch die Belastungen der nächsten 50 Jahre locker überstehen, wie Simon Schlüter vom Tiefbauamt erklärte.

Sandstein aus der Region

Verbaut wurde mit Obernkirchener Sandstein eine regionale Sandsteinart, die in den Steinbrüchen ganz in der Nähe, zwischen Bad Nenndorf und Bückeburg, seit über 1000 Jahren abgebaut wird. Der Obernkirchener Sandsteinbruch ist damit einer der ältesten noch aktiven Steinbrüche weltweit und liefert Sandstein nicht nur nach Wunstorf, sondern in die halbe Welt.

Keine ernsthaften Bauverzögerungen

Mit einem Augenzwinkern merkte Bürgermeister Eberhardt an, dass Uwe Elsner, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, schon befürchet habe, dass wegen der Bauarbeiten nicht einmal der Weihnachtsmarkt 2017 und 2018 wie geplant stattfinden könne. Doch die Bauarbeiten wurden fast absolut planmäßig durchgeführt. Vier Wochen Bauzeit waren veranschlagt – und hätten die Arbeiten nicht wegen archäologischer Spurensicherung eine Woche lang ruhen müssen, wäre man auch in dieser Zeit fertig geworden. So dauerte die Sanierung des Marktplatzes nun fünf Wochen – die kommenden Weihnachtsmärkte waren zu keiner Zeit bedroht.

Noch mehr freie Fläche zur Verfügung: Anstelle des Brunnens befindet sich nun eine Abdeckung in der Platzmitte. | Foto: Daniel Schneider
Noch mehr freie Fläche zur Verfügung: Anstelle des Brunnens befindet sich nun eine Abdeckung in der Platzmitte. | Foto: Daniel Schneider

Der Bürgermeister lobte die Bauleistung der örtlichen Baufirma, die die Ausschreibung gewonnen hatte. Sie habe gute Arbeit geleistet. Auch die Vertreter der Marktgilde zeigten sich zufrieden – sowohl vom Ergebnis als auch von den Bauarbeiten in den letzten Wochen. Denn die Firma Tessmer als ausführendes Bauunternehmen habe äußerst flexibel auf die Wünsche der Wochenmarkt-Händler reagiert – und während des Wochenmarktes am Freitagvormittag auch schon mal das lautstarke Sägen und Hämmern unterbrochen, um den Marktbetrieb so wenig wie möglich zu stören, und währenddessen leisere Baumaßnahmen erledigt.

Auch wenn der Platz anlässlich des Abschlusses der Bauarbeiten heute schon in einer kleinen Zeremonie wieder freigegeben wurde, wird er offiziell noch einmal im Rahmen des kommenden Weihnachtsmarktes eingeweiht.

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