Küsters Hof ist gerettet

Die Zitterpartie ist zu Ende. Nachdem dem aktuellen Pächter zum Jahresende gekündigt worden war, schien es, als würde Wunstorf einen seiner kulturellen Mittelpunkte verlieren. Doch nun hat der Eigentümer Ex + Job gute Neuigkeiten: Die Türen in Küsters Hof werden auch künftig offen stehen.

Küsters Hof | Foto: Daniel Schneider
Küsters Hof | Foto: Daniel Schneider

Weil der Verpächter der Räumlichkeiten, der Ex + Job Soziale Dienstleistungen e. V. relativ genaue Vorstellungen von einem künftigen Betrieb hatte, war auch von Seiten der Politik befürchtet worden, dass es nicht gelingen könnte, einen neuen Betreiber für das Küsters Hof zu finden. Selbst eine Demonstration für den Erhalt von Küsters Hof hatte zuvor nichts bewegen können, die Kündigung wurde aufrechterhalten. So schaltete sich zuletzt der Luther Ortsratspolitiker Uwe-Karsten Bartling (SPD) ein und forderte einen runden Tisch in Sachen Küsters Hof.

Küsters Hof bleibt

Ein solcher scheint nun nicht mehr nötig, denn Ex + Job hat einen neuen Pächter für die in Wunstorf beliebte Örtlichkeit gefunden: Nach einer Renovierungsphase zum Jahresbeginn 2017 wird es unter neuer Leitung weitergehen mit Küsters Hof.

Die Firma La Sol Events GmbH, die in Wunstorf bereits ein Lokal betreibt, übernimmt Küsters Hof und wird den Treffpunkt samt seiner kulturellen Ausrichtung erhalten. La Sol Events hat Ideen und ein Konzept vorgelegt, die sowohl die Besonderheiten der unmittelbaren Nachbarschaft berücksichtigt als auch kulturelle Vielfalt verspricht.

Eingeschränkte Öffnungszeiten sind kein Thema mehr

Küsters Hof wird auch künftig nicht um 22.00 Uhr das Licht ausmachen, sondern sich an normalen Kneipen-Öffnungszeiten orientieren, wie sie in der Region Hannover bei vergleichbaren Lokalitäten gang und gäbe sind. Ex + Job habe zwar bei allen Überlegungen die Fürsorgepflicht und den Betreuungsauftrag gegenüber Bewohnern, Klienten und Teilnehmern zu berücksichtigen, ist aber zuversichtlich, dass sich soziokulturelles Engagement und inklusives Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung sehr gut vereinbaren lässt.

Kulturinitiative will Küsters Hof langfristig beistehen

Der Verpächter Ex + Job gibt sich überzeugt, dass der neue Betreiber mit dem vorgestellten Konzept einen guten Weg gehen wird. Außerdem will sich eine Initiative von Wunstorfer Kulturschaffenden gründen, die ernsthaft an dem Fortbestand von Küsters Hof interessiert sind und La Sol Events aktiv beim kulturellen Angebot für Wunstorf unterstützen wollen.

Die Hoffnungen der Kundgebungsteilnehmer, die sich im vergangenen März für den Erhalt von Küsters Hof versammelten, wurden erfüllt:

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2 Kommentare
  1. Dominique Beck meint

    Wie viel vom Küsters Hof wirklich übrig bleibt wird man sehen. Fakt ist, dass seit mehr als 10 Jahren die Familie D’Onofrio sehr viel Herzblut, Kraft und Engagement in den Hof gesteckt haben. Zum Dank dafür setzt Ex und Job nun auf einen anderen Pächter. Kritikpunkte wie Lärmbelästigung sind nun genauso verpufft wie der letzte Funke Glaubwürdigkeit an einen Verein mit sozialen Dienstleistungen im Titel.
    Ein Possenspiel aller erster Güte.

    Das geheuchelte „inklusive Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung“, welches von Ex und Job gefordert ist, wurde seit jeher im Küsters Hof gelebt. Aber warum sollte man auf Altbewährtes vertrauen, wenn man Neues erst erarbeiten muss? Der gewünschte „runde Tisch“ wäre an der Quadratur des Kreises zerbrochen. Genauso wie dieses „Geschenk“, welches Herr D’Onofrio hier Wunstorf über diese lange Zeit gemacht hat. Bedauerlich!
    Für die meisten wird der Küsters Hof nicht mehr das sein was er mal war. Hierzu fehlt das Herz und das wurde von Ex und Job leider entfernt!

    Danke Familie D’Onofrio für die wundervolle Zeit, die tollen Konzerte und gemütlichen Stunden. Hoffentlich „auf bald“ in einer neuen Location, in der geschätzt wird was Sie leisten!

    1. Püppi meint

      Ein abgkarTees Spiel. Wie erbärmlich!

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