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Kritik an Pielluschs Fahrplan fürs Hallenbad: Bredthauer und Uebelmann wollen mehr Zeit

11.12.2025 • Achim Süß • 1 Min.Kommentare: 10

Aus dem alten Wunstorfer Hallenbad soll im nächsten Jahrzehnt ein moderner Schwimmbadkomplex geworden sein, inklusive neuem Freibad. Dass das Projekt nun ganz schnell durch den Stadtrat soll, löst nicht überall Begeisterung aus.

11.12.2025
Achim Süß
1 Min.
Stufen zum Wunstorf Elements (Archiv) | Foto: Schneider

Wunstorf (as). Gerade eben öffentlich präsentiert, sollen die Neubaupläne für das Hallenbad schon am 17. Dezember im Rat verabschiedet werden. Dagegen gibt es Widerstand im Lager der Ratsmehrheit: Wilhelm Bredthauer (SPD) und Jörg Uebelmann (CDU) verlangen mehr Zeit für die Beratung des 38-Millionen-Projekts und beantragen unabhängig voneinander die Vertagung des Ratsbeschlusses.

Die kurzfristig zugestellte Beschlussvorlage zum Hallenbad bereite ihm „deutliches Kopfzerbrechen“, schreibt Bredthauer zur Begründung. Uebelmann sieht „bei der Komplexität der Thematik“ noch großen Diskussionsbedarf. Er fühle sich überfordert „und auch ein wenig überrumpelt“. Uebelmann beantragt, den Tagesordnungspunkt nicht am 17. Dezember zu behandeln, sondern ausführlich in den zuständigen Gremien oder in einem Arbeitskreis.

Verwaltungsausschuss, dann Stadtrat

Bürgermeister Carsten Piellusch und Bäder-Aufsichtsratschef Thomas Silbermann hatten dagegen Tempo gemacht: Schon in der letzten Sitzung 2025 soll der Rat grünes Licht für die ganz frischen Baupläne geben. Wenige Tage zuvor soll das 7-Becken-Projekt für 38 Millionen Euro Thema im vertraulichen Verwaltungsausschuss sein. Weitere Gremien sollen nicht beteiligt werden, erklärte Piellusch vor Journalisten.

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Kommentare


  • Wunstorfer sagt:

    Liest sich spannend. Nun soll das schnell noch durchgedrückt werden, bevor sich Widerstand regt – wenn die Bürger – und auch die Ratsherren – erstmal Zeit haben sich mit dem Thema zu befassen, könnte ihnen ja auffallen, dass das Bad vielleicht doch etwas mehr ist, als sich Wunstorf in Zukunft leisten will und kann.
    Und wenn nach der nächsten Wahl die Mehrheiten anders sein sollten, ob das Bad dann noch so kommt – fraglich.

  • TBM sagt:

    Dann scheint es der Stadt doch finanziell super zu gehen, wenn man 38 Millionen (Wenn es dabei bleibt) in den Sand setzen kann.
    Wie lange soll es dauern, bis das Geld dafür wieder eingeschwommen wurde? Wahrscheinlich werden sich die Eintrittspreise nach Fertigstellung auch nur noch gut betuchte Besucher leisten können.
    Wieder ein Leuchtturmprojekt mehr, das zum Scheitern verurteilt ist.
    Leider müssen die Verantwortlichen nicht mit ihrem persönlichen Vermögen für ihre Entscheidungen einstehen. Dann würden die Entscheidungen anders ausfallen.

  • Badke, Heinz-Dieter sagt:

    Sicherlich sind 38 Mill. jede Menge Holz. Auch Bedarf, Folgekosten wie
    Unterhalt sind zu bedenken. Das sind aber Dinge, die im Vorfeld einer für den Ort strukturellen Massnahme bekannt und bedacht sein sollten, ehe man sich dann konkret entscheidet und in die eigentliche Realisierung stürzt. Diskussionsbedarf bestand m.E. also sicherlich doch schon früher in den Anfängen. Jetzige Verzögerungen in Planung und Ausführung sollten vermieden werden. Es wird ohnehin seine Zeit fordern. Mögen die Herren Bredthauer und Uebelmann ihre jetzigen Bedenken und den Diskussionsbedarf doch näher konkret benennen, öffentlich zur Erörterung stellen und sich nicht nur in allgemeinen Worthülsen äußern.

  • Axel sagt:

    Erschreckend! Über jeden Zuschiss, Entschuldigung, Zuschuss sollte es heißen, wird penibel diskutiert, aber 38.000.000,00 Euro sollen im Schweinsgalopp unter Missachtung der Gremien nur im geheim tagenden Verwaltungsausschuss und dann im Rat beschlossen werden. Was denken sich die handelnden und im Artikel genannten Personen nur bei sowas? Mit Demokratie und Kontrolle der Verwaltung durch die Politik hat das gewiss nichts mehr zu tun. Im nächsten Jahr können wir Bürger endlich neu wählen!

    • Mj sagt:

      Malen Sie mal nicht den Teufel an die Wand! Es bräuchte noch nicht einmal eine Abstimmung, denn der Rat hat bereits 2022 mehrheitlich für den neuen Umbau gestimmt. Was gerade passiert, ist demokratisch, weil man sich trotzdem noch einmal eine Bestätigung einholt,obwohl das gar nicht nötig wäre.

      Auch 2022 ging es um eine Summe von rund 39 Millionen Euro. Es ist also nichts Neues, außer dass es jetzt neue Entwürfe gibt: besser, größer und mit einem finanziell eingeplanten Puffer.

  • fred sagt:

    Danke den Herren für die Bedenken. Ist überhaupt allen klar was das für Summen sind und rechnet mal mit 30% Kostensteigerung beim Bau. Sind wir kleien Wunstorfer damit nicht etwas überfordert zumal auch noch ganz viel anderes zu tun (sanieren) ist. Schnell noch in „Weihnachtstimmung“ durchwinken find eich nicht gut. bitte passt weiter auf und seit kritisch.

  • Günther sagt:

    Das muss jetzt schnell noch abgeschlossen werden denn nach der Wahl sieht alles anders aus dann wird es wohl keine Mehrheit für Herrn Piellusch und seine Kollegen mehr geben.

  • Bernd sagt:

    Gott sei Dank nächstes Jahr sind Wahlen, dann hat der Größenwahn hoffentlich ein Ende.
    Guten Tag auch

  • Badke, Heinz-Dieter sagt:

    Es dürfte doch bekannt sein, dass Wahlen seit längerem nichts positives mehr bewirken. Dysfunktionale Wähler tragen dazu bei, entsprechend dysfunktionale Parteien und Verantwortliche weiter ihr Unwesen treiben können. Allerdings: Von ausgesprochen unerträglichen negativen Auswüchsen ist Wunstorf im Verleich zu vielen anderen Kommmunen derzeit noch einigermassen verschont geblieben. Es deutet sich aber vermehrt an, dass es so nicht bleiben wird.

  • Georg Braunroth CDU Butteramt sagt:

    Auch der Rat sollte sich Gedanken darüber machen ,das ein Objekt ,dass mit 38.000.000,00 Milliarden veranschlagt ist ,auch nur das kostet. Keine Firma kann heute voraussehen ,wie sich alles entwickelt .Bei den heutigen wirtschaftlichen Vorgaben muss man mit Kostensteigerungen von ca. 10 Prozent pro Jahr rechnen . Da nach den bisherigen Planungen eine Fertigstellung in ca. 10 Jahren zu erwarten ist ,liegt der Abrechnungspreis on ca. 10 Jahren bei mindestens 80.000.000,00 Milliarden €uro. Zudem sollte sich die Verwaltung von einem Fachmann mal die Unterhaltungskosten für das geplante 10 Becken – Bad ,die in 10 Jahren anfallen errechnen lassen. Auch wenn man mit heute verglichen ,mit günstigeren Strompreisen rechnen kann, werden die Unterhaltungskosten bei etwa dem fünffachen Wert der jetzigen Kosten liegen.

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