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Sven Giegold unterstreicht in Wunstorf die Vorteile der Energiewende für den Wirtschaftsstandort Deutschland

21.02.2026 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 9

In der vergangenen Woche diskutierten die Grünen zur Zukunft der Energiewende. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Sven Giegold kam dafür nach Wunstorf.

21.02.2026
Redaktion
2 Min.
Diskussionsrunde im Küsters | Foto: Grüne Wunstorf

Wunstorf (red). Rund 40 Gäste folgten am 10. Februar der Einladung der Wunstorfer Grünen ins Küsters, um mit Sven Giegold über die Zukunft der Energiewende zu diskutieren.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen sprach unter dem Titel „Energiewende: Umsetzen statt abwürgen!“ über aktuelle politische Weichenstellungen auf Bundesebene.

In seinem Vortrag warnte Giegold davor, dass die derzeitigen Pläne der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche den Ausbau der erneuerbaren Energien ausbremsen könnten. Die Energiewende sei ein Erfolgsprojekt, das konsequent fortgeführt werden müsse – sowohl aus Gründen des Klimaschutzes als auch zur Sicherung von Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und – ganz wesentlich – energiepolitischer Unabhängigkeit.

Giegold wies explizit auf die 80 Milliarden € hin, die jedes Jahr für fossile Brennstoffe in die Richtung von Staaten mit repressiven Strukturen fließen und nichts zur Wertschöpfung im Land beitragen.

Energiewende 2.0 als Reaktion auf Bundesregierungsideen

Als Gegenentwurf stellte Giegold die „Energiewende 2.0“ der Grünen vor: mit einem beschleunigten Ausbau von Dach-Photovoltaik, Batteriespeichern, Digitalisierung und Windenergie, einer Modernisierung der Netze sowie neuen Beteiligungsmodellen wie Energy Sharing, um Bürger stärker einzubinden.

Auch die klimaneutrale Transformation der energieintensiven Industrie sei entscheidend für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Mit Blick auf Niedersachsen hob Giegold hervor, dass das 2024 verabschiedete Niedersächsische Energie-Beteiligungsgesetz den Ausbau der Erneuerbaren mit einer stärkeren kommunalen und bürgerschaftlichen Beteiligung verknüpft. Neue Windenergie- und Freiflächen-Solarprojekte schaffen dadurch zusätzliche Einnahmequellen für Kommunen und ermöglichen es den Menschen vor Ort, unmittelbar vom Ausbau zu profitieren.

In der anschließenden offenen Diskussion wurden die Thesen vertieft und auf die Situation in Wunstorf und der Region bezogen. Vertreter aus Unternehmen, Zivilgesellschaft und interessierte Bürger brachten ihre Perspektiven ein. Deutlich wurde: Die Energiewende ist auch vor Ort ein zentrales Zukunftsthema – und der Wunsch nach konstruktivem Austausch zwischen Politik und Praxis groß. Die Wunstorfer Grünen kündigten an, den Dialog mit Akteuren aus Wirtschaft, Forschung und Bürgerschaft fortsetzen zu wollen.

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Kommentare


  • Badke, Heinz-Dieter sagt:

    Leider hatte ich von der Veranstaltung am 10. Februar keine Kenntnis.
    Ein schöner und gefälliger Bericht über grüne Realitätsferne und vielleicht auch die Lust der Bundesgrünen am Siechtum von Wirtschaft und Gesellschaft. Noch ist Wunstorf trotz in Diskussion stehender Projekte einer vielfältigen Erosion nicht ausgesetzt. Die Wunstorfer Grünen sollten sich am Gedeihen von Wunstorf orientieren, keinen Utopien folgen. Das sollte erkennbar geäußert werden. Die Inhalte und Floskeln zum Schluß des Artikels lassen andere Befürchtungen zu.

  • Anonym sagt:

    Grüne Ideologen sind meiner Meinung nach eine permanente Gefahr für die Energieversorgung der Gesellschaft.

    Thema: Gasspeicher-Füllstände

    Unter ca. 20 % Speicherfüllstand sinkt die Ausspeicherleistung deutlich.
    → Speicher können physikalisch weniger Gas pro Tag liefern (Druckverhältnisse).
    Bei sehr niedrigen Füllständen steigen die Versorgungsrisiken im Winter stark an.
    Netzbetreiber betrachten solche Werte als kritischen Bereich, besonders bei Kälteperioden.

    Und genau diese Gasspeicher-Füllstände sind bundesweit mittlerweile auf 20,2 % gefallen!
    Wir stehen kurz vor einer Gasmangellage!
    Quelle: https://energien-speichern.de/erdgasspeicher/gasspeicher-fuellstaende

    Warum?
    Nicht deswegen, weil wir einen besonders strengen Winter hätten, nein. Weil wir Kern- und Kohle-Kraftwerke zerstört haben und nun deswegen extrem viel Gas verstromen müssen, was an anderer Stelle fehlt.

    Und DAS haben wir vor allem den Grünen zu verdanken.
    Und DAS verstehen die Grünen unter „Vorteile der Energiewende für den Wirtschaftsstandort Deutschland“. Man muss komplett wahnsinnig sein, wenn man ein Industrieland allein mit Wind und Sonne betreiben will.
    Schaut Euch um in der Welt. Welches Land macht uns diesen Wahnsinn nach? Kein Einziges.

    • Reinhard Hüttermann sagt:

      Hier wird mit Panikmache das beliebte Grünen-Bashing betrieben.

      Die Gasspeicher sind bundesweit auf 20,2 % gefallen. Das ist korrekt für den Zeitraum Februar 2026. Auch korrekt ist, dass unter 20 % sinkt die Ausspeicherleistung deutlich sinkt.

      Und Nein, laut Bundesnetzagentur droht keine akute Gasmangellage. Und das das so ist, ist Robert Habeck zu verdanken, der nach dem Aufall der billigen russischen Gaslieferungen mit Hochdruck die Diversifizierung der Gasversorgung, und in dem Kontext den Ausbau der LNG Terminals, vorangetrieben hat. Aber Ja, niedrige Füllstände sind ein Risiko für die Zukunft.

      Und Nein, die Gasverstromung ist nicht der Hauptgrund für niedrige Speicherstände, das ist lt. Bundesnetzagentur der Wärmemarkt (Heizen). Hinzu kommt, dass der Winter 2025/26 kälter als erwartet war, was den Wärmeverbrauch erhöht hat.

      Entscheidungen zu Kernkraft und Kohle wurden über mehrere Legislaturen hinweg getroffen – unter CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen. Und Ja, die Grünen haben den Ausstieg aus der Kernenergie mit guten Gründen forciert.

      Diesen sogenannten „Wahnsinn“ machen auch viele andere Länder mit:
      ◦ Dänemark: 100 % erneuerbarer Strom bis 2030.
      ◦ Spanien: massiver Ausbau von Wind und Solar.
      ◦ USA: Inflation Reduction Act → größte EE‑Investitionen der Geschichte.
      ◦ China: Weltweit größter Ausbau von Wind und Solar.
      ◦ UK: Kohleausstieg, starker EE‑Ausbau

  • Birgit sagt:

    Was wundert, ist, dass dermaßen viel Naturraubbau vonstatten gegangen ist, ohne dass etwas von den ja eigentlich hier gerade die Wertschätzung des Grünen Begrüßenden etwas getan wurde.

    Die Beispiele sind vielfältig. Fällungen gesunder Bäume oft unter fadenscheinigem Grund, Verletzung der Vögelbrutzeit durch andere Maßnahmen, aber Windenergie und Photovoltaik auf jedes Dach.

    Da die Windenergie nun nicht gerade förderlich ist durch endlos hohe Masten, die zerstörend ganzer Landstriche mit Flora und Fauna wirken, sollte doch mal Wert gelegt werden auf reduzierte Massenautobenutzung, sanften Tourismus und echten Naturschutz.

    • Anonym sagt:

      „Da die Windenergie nun nicht gerade förderlich ist durch endlos hohe Masten, die zerstörend ganzer Landstriche mit Flora und Fauna wirken, sollte doch mal Wert gelegt werden auf reduzierte Massenautobenutzung, sanften Tourismus und echten Naturschutz.“

      Das erschließt sich mit leider nicht so ganz.
      Was hat der Irrsinn der Windenergie mit Autobenutzung und sanftem Tourismus zu tun.

      Windenergie und Photovoltaik ohne geeignete Speicher sind ausgesprochen gefährlich und kontraproduktiv. MIT geeigneten Speichern wäre Photovoltaik in Ordnung.

      Windenergie aber nicht, da sie die natürliche Windenergie aus der Atmosphäre nimmt, ganze Wälder dafür abgeholzt werden müssen, Millionen von Vögeln und Insekten dadurch geschreddert werden, Flächen mit Beton versiegelt werden, durch die atmosphärischen Veränderungen die Landwirtschaft trockengelegt wird und das Landschaftsbild komplett verschandelt wird.

      Windenergie gehört in Deutschland verboten und Photovoltaik solange es keine sinnvollen Energiespeicher gibt ebenfalls.

  • Birgit sagt:

    Lieber Anonym, die Aussage bezieht sich darauf, dass es besser ist, im Kleinen anzufangen (Die rollenden Karossen, besonders sichtbar an den Sonderpreisverkäufen am Montag und Donnerstag, vollgestopfte Parkplätze etc.und die Schornsteine, aus dem stinkender Rauch quillt, weil ja Bullerjahnofen und Co. unbedingt eingesetzt werden müssen, der Gemütlichkeit halber.

    Okay, es ist auch Sache der Bundesregierung, das zu verhindern durch Verbot. Aber irgendwie kann man doch als Partei, die sich der umweltschonenden und -schützenden Linie verschrieben hat nicht die Augen verschließen, was „im Kleinen“ passiert.

    Sicherlich hat dieses auch mit Prävention und Achtsamkeit zu tun.

    Aber warum immer das große, allzu voluminöse Ganze sehen und dabei das Kleine, aber nicht Unbedeutende schlichtweg vergessend?

    Und – es ist mittlerweile eine Schande -die Windenergie als das non plus ultra zu sehen ungeachtet der riesigen Schäden, die sie anrichtet, siehe auch Reinhardswald, die Nordsee u. A., es ist zu begrüßen, sich mal über diese Gedanken zu machen.

    Aber das machen anscheinend leider sehr wenige.

    Deshalb danke, Anonym.

    • Anonym sagt:

      Da bin ich ganz bei Ihnen.
      Vor allem den Grünen kann man kein Wort glauben, zerstören sie doch die umweltfreundlichste Energiequelle – Kernkraft. Was ist die Folge davon? Der CO2-Ausstoss geht um Größenordnungen durch die Decke, weil Kernkraft als Grundlastenergie nun durch Öl-, Gas- und Kohle ersetzt werden muss. Niemand kann mir erzählen, dass das den Grünen nicht bewusst war und ist.
      Nein – es ist ihnen offensichtlich egal. Hauptsache ihre lächerliche Ideologie gegen Kernkraft wird duchgesetzt. Ob dabei riesige Menge CO2 extra erzeugt werden, ist dabei vollkommen egal.

      • Reinhard Hüttermann sagt:

        Ja, Kernkraft verursacht sehr geringe direkte CO₂‑Emissionen im Betrieb. Allerdings entstehen indirekte Emissionen bei Bau, Uranabbau, Transport und Rückbau. Und: Auch wenn das nichts neues ist so sei darauf hingewiesen, dass Kernkraft radioaktive Abfälle, die über Jahrtausende sicher gelagert werden müssen produziert. Das ist ein Umweltproblem, das CO₂‑Armut nicht aufhebt.

        Die Aussage „Der CO₂‑Ausstoß geht durch den Atomausstieg durch die Decke“ ist falsch: Das Fraunhofer‑Institut ISE hat den ersten Jahresbericht nach dem Atomausstieg veröffentlicht. Ergebnis:
        • Die wegfallende Kernkraft wurde nicht durch fossile Energien ersetzt.
        • Stattdessen wurde sie durch mehr erneuerbare Energien, Stromeinsparungen und Importe kompensiert.
        • Die fossile Stromerzeugung ist sogar gesunken.

        Die Aussage „Kernkraft musste durch Öl, Gas und Kohle ersetzt werden“ ist ebenfalls falsch:
        • Deutschland erzeugt praktisch keinen Strom aus Öl.
        • Gasverstromung ist vorhanden, aber nicht der Hauptersatz für Kernkraft.
        • Laut Fraunhofer ISE wurde der Kernkraftanteil überwiegend durch erneuerbare Energien ersetzt.

        Auch die Aussage „Der Atomausstieg ist allein den Grünen zu verdanken“ ist falsch:
        Der Atomausstieg wurde über mehrere Regierungen hinweg beschlossen:
        • 2000: Atomausstieg unter SPD + Grünen
        • 2010: Laufzeitverlängerung unter CDU/CSU + FDP
        • 2011: erneuter Atomausstieg unter CDU/CSU + FDP nach Fukushima
        • 2023: endgültige Abschaltung unter SPD + Grünen + FDP

  • Birgit sagt:

    Was indes wundert, ist, dass die Fokussierung generell auf der Photovoltaik und der Windenergie liegt. Anscheinend die einzigen (wissens fundierten?) Ideen, das non plus ultra ohne Alternative.

    Zukunftsweisend in Sachen umweltfreundlicher Energie sind doch Biogasanlagen.

    Biogasanlagen sind autark, benötigen keine Windkraft, sind anpassungsfähig, da flexibel einsetzbar.

    Wer jetzt redet von stinkenden Energiequellen, die Luft verunreinigen, liegt falsch, moderne Varianten beweisen das Gegenteil, dienen der Umwelt, vor allem durch ihre individuelle Einsatzfähigkeit und der Verarbeitung des Bio“mülls“.

    Gleich dem Biomasseheizkraftwerk erfüllen sie die Funktion der Nachhaltigkeit, da ihre Grundstoffe nicht in Pipelines oder in Form von chemischen Kraftstoffen herbeigeleitet werden müssen, denn sie sind organischer Natur.

    Sie töten keine Vögel und andere Klein(st)lebewesen, zerstören nicht der Fische Wahrnehmung wie riesige Windparks auf der Nordsee und ihrer Inseln, zerstören keine Wälder und somit Lebensraum vieler Tiere und arbeiten effektiv mit der Natur und nicht gegen sie.

    Die Diskrepanz der Aussage, umweltfreundlicher Anlagen retten das Klima und die oftmals drastisch dargestellte Wirklichkeit, nämlich die Naturzerstörung, beißen sich in das eigene Fleisch.

    Warum wird von dieser Partei kein Statement abgegeben zur sinnlosen Fällung gesunder Bäume, warum sorgt sie nicht für das Durchsetzen einer Baumschutzsatzung, warum darf die Luft durch Öfen verdreckt werden, warum wird der Naturzerstörung einfach zugeschaut?

    Aber das Fahrrad soll’s richten.

    Und die schlagenden Rotorblätter beim Windrad. Ach ja, so gesund sind Akkus gleich welcher Art wohl auch nicht.

    Aber da wird süffisant drüber weggelächelt.

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