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Wunstorf hat gewählt: So sieht es in den Ortsräten aus

15.09.2026 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 0

Neben dem Stadtrat Wunstorf wurden auch die Ortsräte in allen Ortsteilen gewählt. Wir zeigen übersichtlich, welche Parteien dort in Zukunft die Ortspolitik gestalten werden.

15.09.2026
Redaktion
2 Min.
Wie ein Getriebe der Gesamtstadt funktionieren die Ortsräte | Graphik: Auepost

Wunstorf (red). Zehn Ortsräte gibt es zusätzlich zum Stadtrat Wunstorf: Sie sind die Ortsparlamente der Kommune, die sich neben der Kernstadt in zahlreiche Ortschaften unterteilt.

Ortsräte sind eine Besonderheit im niedersächsischen Kommunalwesen: Ortsräte haben bis auf wenige Ausnahmen nur beratende Funktion, die eigentlichen Entscheidungen werden formal im Stadtrat getroffen. Aber die Ortsräte erfahren meist zuerst von politischen Vorhaben, hier werden sie zuerst begutachtet, diskutiert und mit einer Einschätzung versehen.

Alles, was die einzelnen Ortsteile betrifft, findet hier seinen Platz. Ein Bereich, für den die Ortsräte allein zuständig sind, sind beispielsweise die Straßenbenennungen. Hier haben Stadtrat oder Bürgermeister kein Mitspracherecht. Da die Ortsräte sehr klein sind, haben auch die größeren Parteien dort meist nur wenige Sitze.

Heidorn vs. Silbermann

Auch die Ortsbürgermeister sind eine Besonderheit: Sie werden nicht direkt von den Bürgern gewählt, sondern die Ortsräte selbst bestimmen einen Ortsbürgermeister aus ihrer Mitte. Der Ortsbürgermeister muss daher nicht zwangsläufig diejenige Person sein, die mit den meisten Stimmen in den Ortsrat gewählt wurde. Es kommt auch auf Parteienverhältnisse und Absprachen an.

Thomas Silbermann (SPD) wurde mit mehr Stimmen in den Wunstofer Ortsrat gewählt als Bernd Heidorn (CDU). Trotzdem ist offen, ob Silbermann Ortsbürgermeister bleibt | Infografik: Auepost

Ob beispielsweise Thomas Silbermann Wunstorfer Ortsbürgermeister bleibt oder Herausforderer Bernd Heidorn neuer Ortsbürgermeister wird, wird sich erst in der konstituierenden Sitzung des Wunstorfer Ortsrates zeigen. 17 Sitze gibt es im Ortsrat Wunstorf – die SPD erhält 6. Die übrigen haben Grüne (3 Sitze), FDP (1 Sitz), CDU (5 Sitze) und AfD (2 Sitze).

Die Ortsbürgermeister in der Stadt nehmen dabei häufig viele repräsentative Aufgaben wahr und werden gewissermaßen auch zum Gesicht ihrer Ortschaften, sind Ansprechpartner und Kümmerer in einem.

Parteien und Kandidaten in den Ortsräten

Bei der jetzigen Kommunalwahl ergibt sich das folgende Bild in den Ortsräten: SPD und CDU sind in allen Ortsräten vertreten, die Grünen in fast allen. Dann teilt sich schon das Feld: Die AfD hat nur Ortspolitiker in Wunstorf, Steinhude und Idensen. Die FDP nur in Wunstorf, Steinhude und Luthe. Das BSW kann nur in den Klein Heidorner Ortsrat einziehen. Die Freien Wähler sind auf Ortsratsebene in Steinhude und Großenheidorn vertreten.

Ein Rekordergebnis hat die CDU dabei in Bokeloh erzielt: Dort kommt die CDU auf sagenhafte 72,33 % der Wählerstimmen. 5 der 7 Sitze gehen an die CDU. Matthias Waterstradt, der bisherige Ortsbürgermeister, bekam allein 1383 Stimmen.

SPD-Hochburgen sind Idensen (56,23 %), Klein Heidorn (52,98 %) und Mesmerode (53,52 %).

Steinhude hat für die kommenden 5 Jahre den „buntesten“ aller Ortsräte: SPD, Grüne, Freie Wähler, FDP, CDU und AfD müssen sich dort künftig arrangieren.

Ein Einzelbewerber schafft es

In Kolenfeld zog der parteilose Kandidat Bernhard Züwerink mit 10 % in den Ortsrat ein und holte damit mehr Stimmen als FDP und Grüne. Salih Sürmeli in Wunstorf (1,47 %), Kerstin Schwartz-Kallendorf in Steinhude (3,71 %) und Ralfina Rasching in Großenheidorn (2,98 %) gelang der Einzug in den jeweiligen Ortsrat dagegen nicht.

Die Linkspartei ist nur im Stadtrat, aber in keinem der Ortsräte präsent.

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